{"id":324,"date":"2016-09-02T14:55:25","date_gmt":"2016-09-02T12:55:25","guid":{"rendered":"https:\/\/agt.624.mytemp.website\/rlwp\/?p=324"},"modified":"2025-02-28T11:25:57","modified_gmt":"2025-02-28T10:25:57","slug":"giuseppe-groppo-tod-am-berg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/2016\/09\/02\/giuseppe-groppo-tod-am-berg\/","title":{"rendered":"Giuseppe Groppo &#8211; Tod am Berg"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Der 16-j\u00e4hrige Gioseppe Groppo wird 1944 von deutschen Truppen nach Kaprun verschleppt und zur Zwangsarbeit gezwungen. Der Fluchtversuch \u00fcber die Salzburger Berge gelingt ihm nicht. Mit einem schlichten Leinensack und ungeeigneter Kleidung irrt er im Gebiet zwischen Imbachhorn und Ro\u00dfkar in der N\u00e4he der Wachtbergalm (Gemeindegebiet Fusch\/Bruck a.d.G.) umher. Er untersch\u00e4tzt die alpinen Gefahren und stirbt an den Folgen von Hunger und K\u00e4lte im Gebirge.<br \/>\n<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>\u2026weil wir wissen, das schlimmste ist, nicht zu wissen\u2026<\/em><\/p>\n<p>(c) Rudolf Leo: Montag, 5. Juni 1944, es ist ein grauer, st\u00fcrmischer und kalter Tag. Soldaten umstellen in der norditalienischen Gemeinde Mason das Haus der Familie Groppo. Sie sind auf der Suche nach dem 16j\u00e4hrigen Giuseppe Groppo. Er wird am 24. Oktober 1926 in Mason, Provinz Vicenza, Bezirksgericht Bassano del Grappa, geboren. Als 1943 deutsche Truppen Norditalien besetzen, fl\u00fcchtet der junge Giuseppe in den Untergrund.<!--more--> Durch die Ger\u00e4usche der Soldaten vorgewarnt, gelingt ihm die Flucht aus dem Fenster in den sch\u00fctzenden Wald. Als die Mutter Giuseppes die Soldaten Italienisch reden h\u00f6rt, holt sie Giuseppe wieder zur\u00fcck ins Haus. Ob sie daf\u00fcr unter Druck gesetzt wird, oder nicht, ist nicht gesichert. F\u00fcr ihren Sohn jedenfalls mit fatalen Folgen, denn die italienischen Faschisten nehmen Giuseppe fest und liefern ihn sofort an die Nationalsozialisten aus. Noch von der Ladefl\u00e4che des LKWs ruft Giuseppe seiner Mutter zu: \u201eMach dir keine Sorgen, ich komm wieder nach Hause!\u201c Giuseppe wird unmittelbar nach seiner Verhaftung von den Nationalsozialisten nach \u00d6sterreich verschleppt und als Zwangsarbeiter im Kraftwerksbau in Kaprun eingesetzt. Die Mutter wird nie wieder von ihrem Sohn h\u00f6ren. Die Gemeinde Mason erkl\u00e4rt Giuseppe 1952 als \u201evermisst in Deutschland\u201c. Der junge Mann ist nicht das einzige Opfer der Nationalsozialisten in der Familie Groppo: der \u00e4lteste Bruder von Giuseppe, G. Battista Groppo, wird am 27. April 1945, wenige Tage vor dem Selbstmord Adolf Hitlers, von deutschen Soldaten beim R\u00fcckzug in der N\u00e4he seines Elternhauses ermordet.<\/p>\n<p>Giuseppe Groppo ist einer von 6.974 \u201eFremdarbeitern\u201c, wie sie genannt werden, die 1944 im Pinzgau zur Arbeit gezwungen werden. Ohne sie w\u00fcrden Landwirtschaft und Bauwirtschaft zusammenbrechen, da alle M\u00e4nner aus der Region an den unterschiedlichsten Fronten im Krieg eingesetzt sind. Die \u201eFremdarbeiter\u201c werden aus den von den Nationalsozialisten besetzten Gebieten verschleppt. Eines der gr\u00f6\u00dften Bauprojekte im Salzburger Pinzgau ist das Kraftwerk Kaprun. Dort werden M\u00e4nner aus allen Teilen Europas unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten und ihre Arbeitskraft ausgebeutet.<\/p>\n<p><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Dienstag, 11. Februar 2014, es ist ein regnerischer, kalter Tag. F\u00fcr meine Forschungsarbeit im Auftrag der Gemeinde Bruck an der Gro\u00dfglocknerstra\u00dfe w\u00e4hrend des Nationalsozialismus suche ich Zeitzeugen, um ein Bild \u00fcber die NS-Zeit in der Region zu erhalten. Gemeinde und Lokalzeitungen helfen mir bei der Suche nach Personen, die diese Zeit noch erlebt haben. Es gibt nicht mehr viele die noch leben. Mehrere Personen melden sich, darunter Susanne Pinn, die ihre Jugend und Kindheit in Bruck und Fusch erlebt hat. Pinn, Jahrgang 1930, eine aufgeweckte, freundliche Frau, erz\u00e4hlt stundenlang aus ihrem Leben. Ein Erlebnis hat sich besonders in ihr Ged\u00e4chtnis gepr\u00e4gt. Davon tr\u00e4umt sie seit Jahren. Die damals 14j\u00e4hrige Susanne Pinn findet im Juli 1944 mit einer Freundin aus M\u00fcnchen eine Leiche im Pinzgauer Hochgebirge bei der Suche nach Alpenrosen. Das Bild vom unverletzten, jungen Mann, der friedlich inmitten von rot bl\u00fchenden Alpenrosen sitzt, hat Susanne Pinn noch nach Jahrzehnten im Kopf. Neben sich einen grauen Leinensack mit seinen wenigen Habseligkeiten. Der K\u00f6rper ausgemergelt vor Hunger: \u201eNur mehr Haut und Knochen\u201c, wie sie es beschreibt.<\/p>\n<p>Die beiden M\u00e4dchen verst\u00e4ndigen die Gendarmerie. Susanne Pinn:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em> \u201e\u2026Im Juli 1944 bin ich mit der M\u00fcnchnerin Anni Almrosen pfl\u00fccken gegangen. Dann sehe ich auf einmal Schuhe. Da sitzt wer. Dann hab ich der Ullmer Anni, ich war damals 14 Jahre, gerufen. Wir haben zuerst geglaubt es ist eine Frau, weil sie so lange schwarze Haare hatte, die aus Liebeskummer da sitzt. Dann hab ich beim N\u00e4herkommen gesehen, dass nur mehr Knochen in den Schuhen drinnen sind. Daneben lag ein Leinensack. Wir sind davongelaufen und zur Reiteralm hinunter und haben es einem J\u00e4ger gesagt. Dann haben wir es der Gendarmerie in Fusch gemeldet. Ich habe sp\u00e4ter erfahren, dass es ein 19j\u00e4hriger Italiener war, der aus Kaprun gefl\u00fcchtet ist. Er wird die alpine Gegend nicht gekannt haben und ist offenbar erfroren. Die Gendarmen haben dem Schosser<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><strong>[1]<\/strong><\/a> vom B\u00e4cker Anderl f\u00fcnf Mark gegeben und der hat ihn dann oben eingegraben. (\u2026) Und mich hat oft das Gewissen gedr\u00fcckt, dass ich mir gedacht habe, dass seine Leute nichts von ihm wissen. Ich glaub nicht, dass die Gendarmerie es hinuntergemeldet hat. Das war ganz sicher im Juli 1944, weil, wie wir nach Hause gekommen sind, das wei\u00df ich noch, haben sie gesagt, dass auf den Hitler ein Attentat ver\u00fcbt wurde&#8230;\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em><\/p>\n<p><strong>***<\/strong><\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>Donnerstag, 13. Februar 2014, es ist ein sonniger, warmer Tag. Ich sitze am Schreibtisch und h\u00f6re mir die Tonbandaufzeichnungen von Frau Pinn an. Ihre Geschichte besch\u00e4ftigt nun auch mich. Jetzt habe auch ich das Bild vom toten jungen Mann inmitten der roten Alpenrosen vor Augen. Ich wei\u00df, f\u00fcr den Toten am Berg, brauche ich eine zweite Quelle. Ein Toter am Berg, ja, aber dass die Leiche gleich vor Ort begraben wird, das ist f\u00fcr mich schwer vorstellbar; das klingt zu sehr nach \u201eR\u00e4uberpistole\u201c. Ich versuche es bei der damaligen Gendarmerie in Fusch. Vielleicht existiert ein Bericht der Gendarmerie \u00fcber den Vorfall. Mein erstes Problem: der Gendarmerieposten Fusch ist Opfer der Schlie\u00dfungswelle der schwarz-blauen Bundesregierung. Der Gendarmerieposten existiert nicht mehr. Nun beginnt die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Gendarmerieprotokolle aus der Zeit des Nationalsozialismus sind entweder bereits \u201eskartiert\u201c, also vernichtet, oder in diversen Archiven unauffindbar gelagert. Ich versuche es in der Nachbargemeinde Bruck. Abteilungsinspektor Peter Prodinger von der Polizeistation Bruck hat mir bereits bei der Suche nach der Gendarmeriechronik in Bruck wertvolle Hilfe geleistet. Ich habe doppeltes Gl\u00fcck: f\u00fcr Historiker ist das eine Art Lottogewinn. Prodinger, fr\u00fcher am Posten Fusch besch\u00e4ftigt, hat sich die Chronik der Gendarmerie in Fusch bei der Schlie\u00dfung nach Bruck mitgenommen. Und es gibt einen Bericht der Gendarmerie \u00fcber den Toten am Berg vom Juli 1944. Die diensthabenden Gendarmen haben gute Arbeit geleistet. Nun habe ich Namen und Geburtsdatum des Opfers: Giuseppe Groppo, geb. am 24. Oktober 1926. Im Juli 1944, wenige Wochen nach seiner Festnahme, versucht der junge Giuseppe Groppo, schlecht ausger\u00fcstet, hungrig und ersch\u00f6pft, \u00fcber die Alpen in seine Heimat zu fl\u00fcchten. Mit einem schlichten Leinensack und ungeeigneter Kleidung irrt er im Gebiet zwischen Imbachhorn und Ro\u00dfkar in der N\u00e4he der Wachtbergalm (Gemeindegebiet Fusch\/Bruck an der Gro\u00dfglocknerstra\u00dfe) umher. Er untersch\u00e4tzt die alpinen Gefahren und stirbt an den Folgen von Hunger und K\u00e4lte im Gebirge.<\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>Gendarmeriebericht vom 25. Juli 1944, Gendarmerie Fusch:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201ewurde zwischen Imbachhorn u. Ro\u00dfkar, ca. 400 m oberhalb der Wachtbergalmh\u00fctte ein m\u00e4nnl. Skelett aufgefunden. Dieses ist nach Freigabe durch die Beh\u00f6rde an der Fundstelle beerdigt worden. Nach umfangreichen Ermittlungen wurde festgestellt, da\u00df der aufgefundene Tote mit Giuseppe Groppo, 24.10.1926 in xxxxx <\/em>(Schrift unleserlich Anm. RL)<em> &#8211; Italien geb., ident ist. Er war als ital. H.A. in Kaprun besch\u00e4ftigt und ist am 17.6.44 von seiner Arbeitsstelle gefl\u00fcchtet. Im Imbachhorngebiet d\u00fcrfe er abgest\u00fcrzt u. den Verletzungen erlegen sein.\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>***<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich m\u00f6chte ich nun wissen, ob es noch Familienangeh\u00f6rige Groppos in Italien gibt. M\u00f6chte, auch im Sinne der Zeitzeugin Susanne Pinn, die Familie \u00fcber das Schicksal Giuseppes informieren &#8211; das Kapitel endlich, auch f\u00fcr mich, abschlie\u00dfen. Es gibt nur ein Problem: der Geburtsort Groppos ist unleserlich. Mit Hilfe von Historikerkollegen und Kurrentschriftexperten versuchen wir den Ort zu lokalisieren; vergeblich, der Ort bleibt uns ein R\u00e4tsel. Im Februar 2014 versuche ich es mit einem Aufruf auf \u201efacebook\u201c, ich suche Italiener, die mir bei der Recherche nach der Gemeinde helfen. Alessandra Dorigato, eine italienische Dolmetscherin, bietet mir ihre Hilfe an. Sie nimmt an, dass der Name Groppo meist in der Region um Bassano del Grappa vorkommt. Dorigato setzt sich tagelang ans Telefon, ruft bei B\u00fcrgermeistern, Gendarmen und Pfarrern an und erz\u00e4hlt von der Geschichte. Sie geht davon aus, dass diese am Abend bei einem Glas dar\u00fcber reden werden und damit in k\u00fcrzester Zeit der gesamte Ort von der Geschichte erf\u00e4hrt. Sie hat Recht. Nach Angabe des Meldeamtes in Mason, ist dort am 24. Oktober 1926 ein Kind mit dem Namen Giuseppe Groppo zur Welt gekommen. Er wird im Jahr 1951 von den Registern des Dorfes nach einer Volksz\u00e4hlung gestrichen und im Jahr 1952 als \u201evermisst in Deutschland\u201c gemeldet. Zwei seiner Br\u00fcder leben heute in Italien bzw. Australien; drei Neffen leben in Italien.<\/p>\n<p><strong>***<\/strong><\/p>\n<p>Samstag, 1. M\u00e4rz 2014, es ist ein sch\u00f6ner, sonniger Tag. Ich bin zuf\u00e4llig zu einem Vortrag \u00fcber mein Buch \u201ePinzgau unterm Hakenkreuz\u201c in Fusch an der Gro\u00dfglocknerstra\u00dfe eingeladen. Vor meinem Auftritt am Abend sehe ich mich, wie gewohnt, im Ort um. Besuche den Friedhof und mache mir ein Bild \u00fcber die Gedenkkultur dieser Gemeinde. Neben dem Musikpavillon im Ortszentrum entdecke ich einen Gedenkstein f\u00fcr die \u201eBergopfer\u201c in der Region. Es sind aus Metall gefertigte Platten aus den 1970er Jahren. Darin sind dutzende Bergopfer angef\u00fchrt. Ich bl\u00e4ttere achtlos die Metallplatten durch. Bei einer dieser Platten halte ich inne: \u201eGroppo Giuseppe, Italien, abgest. [abgest\u00fcrzt Anm. RL] 25.7.1944, Imbachhorn\u201c.<\/p>\n<p><strong>***<\/strong><\/p>\n<p>Meine Freundin Sabine Aydt-Ha\u00dflinger \u00fcbersetzt meinen Beitrag \u00fcber die Geschichte von Giuseppe ins Italienische und \u00fcbermittelt sie per Mail der Familie. Gemeinsam rufen wir die Familie in Mason an, erz\u00e4hlen den Neffen vom Schicksal ihres Onkels. Nun kommt Leben in die Geschichte. F\u00fcr den Gro\u00dfteil der dritten Generation in der Familie ist Giuseppe unbekannt. Nat\u00fcrlich hat niemals eine \u00f6sterreichische Beh\u00f6rde die Familie oder die Gemeinde im S\u00fcden informiert. F\u00fcr sie gilt er als \u201evermisst in Deutschland\u201c. Nun will sich die Familie den Ort ansehen, wo ihr Onkel gestorben ist. Sie will Frau Pinn kennenlernen und eine Gedenkfeier in Fusch inszenieren.<\/p>\n<p><strong>***<\/strong><\/p>\n<p>Samstag, Sonntag, 4.\/5. Oktober 2014, es sind strahlend sch\u00f6ne Herbsttage im Pinzgau. Dank der gro\u00dfartigen Unterst\u00fctzung der Gemeinde Fusch unter B\u00fcrgermeister Hannes Schernthaner, dem Obmann des Kulturvereins \u201eTauriska\u201c, Hans Leixnering, dem Kameradschaftsbundobmann Hubert Reiter und der Pfarre Fusch findet eine w\u00fcrdige Gedenkfeier mit Messe und Kranzniederlegung f\u00fcr Giuseppe statt. Aus Italien reisen neben zwei Generationen der Familie Groppo, Vertreter der Gemeinde, Vertreter der Alpinis und anderer Vereine an. Zahlreiche Fuscherinnen und Fuscher geben Giuseppe die letzte Ehre. Gro\u00dfer Bahnhof f\u00fcr den jungen Mann, exakt 70 Jahre nach seinem Tod. Masons B\u00fcrgermeister Massimo Pavan dankt den Fuscherinnen und Fuschern f\u00fcr ihr grenz\u00fcberschreitendes Engagement. Am Samstag davor kommt es zu einem emotionalen Treffen zwischen der Familie Groppo und Susanne Pinn. Bei der Fahrt im Auto zu Frau Pinn zeigen mir die Neffen Groppos unvermittelt ein Foto von Giuseppe. Auf dem Bild ist er zw\u00f6lf oder dreizehn Jahre alt. Er schaut direkt in die Kamera. Ich bin ger\u00fchrt. Jetzt hat Giuseppe endlich auch ein Gesicht. Jetzt ist der \u201eAkt\u201c Groppo zu einer realen Person geworden. Fotos werden zwischen den Groppos und Frau Pinn ausgetauscht und stundenlang wird erz\u00e4hlt, gefragt und geweint. Groppo hat nun sein Versprechen an seine Mutter eingel\u00f6st. Das Treffen findet im Haus von Susanne Pinn statt. Frau Pinn wohnt im Saalfeldner Ortsteil Marzon. Ich wei\u00df, es gibt keine Zuf\u00e4lle.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Die Geschichte sorgt in der Region rund um Zell am See und der Provinz Bassano del Grappa f\u00fcr gro\u00dfes Aufsehen. Lokalmedien berichten in beiden Regionen ausf\u00fchrlich. Die Artikel werden per E-Mail zwischen Italien und \u00d6sterreich ausgetauscht. Obwohl die Sprachbarrieren zwischen den handelnden Personen vorhanden sind, verstehen wir einander. Beim letzten Artikel ist ein Vermerk von einem der Neffen Giuseppes hinzugef\u00fcgt: \u201c\u00c8 stato bellissimo, mi viene ancora adesso il magone, commenta Adriano\u201c. <em>(\u201eEs war wundersch\u00f6n, ich sp\u00fcre noch jetzt einen Klo\u00df im Hals &#8211; wie wenn man weinen will, es aber zur\u00fcckh\u00e4lt -, berichtet Adriano\u201c).<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Schosser ist neben dem Hirter und dem Melcher ein Bediensteter auf einer Alm; er ist f\u00fcr die Sauberkeit der Alm verantwortlich.<\/p>\n<p><strong>Anmerkung RL: Verwendung von Bildern oder Texten nur mit ausdr\u00fccklicher Genehmigung des Autors.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 16-j\u00e4hrige Gioseppe Groppo wird 1944 von deutschen Truppen nach Kaprun verschleppt und zur Zwangsarbeit gezwungen. 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