{"id":22,"date":"2016-03-07T15:59:58","date_gmt":"2016-03-07T14:59:58","guid":{"rendered":"https:\/\/agt.624.mytemp.website\/rlwp\/?p=22"},"modified":"2025-03-01T16:20:40","modified_gmt":"2025-03-01T15:20:40","slug":"sport-im-konzentrationslager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/2016\/03\/07\/sport-im-konzentrationslager\/","title":{"rendered":"\u201eSport\u201c im Konzentrationslager"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>&#8222;Sport&#8220; im Zusammenhang mit Konzentrationslagern klingt zynisch und verwirrend. &#8222;Sport&#8220; dient auch als sarkastische Umschreibung der SS-Mannschaft f\u00fcr die regelm\u00e4\u00dfige Misshandlung der H\u00e4ftlinge. Und: Sport dient oftmals schlicht als Abwechslung f\u00fcr das Bewachungspersonal.<\/strong><\/em><\/p>\n<h3>(c)&nbsp; Rudolf <strong>LEO + <\/strong>Peter <strong>SNIESKO<\/strong><\/h3>\n<p>(Foto: Theresienstadt Filmausschnitt)<\/p>\n<p><strong>Anmerkung: Die Verwendung von Fotos und Texten bedarf der ausdr\u00fccklichen Zustimmung der Autoren.<\/strong><\/p>\n<h3>Sport<\/h3>\n<p>&#8222;Sport&#8220; im Zusammenhang mit Konzentrationslager klingt zynisch und verwirrend. Unter Sport stellt man sich im allgemeinen Vergn\u00fcgen, Freizeit und Spa\u00df vor. Konzentrationslager sind Einrichtungen, deren prim\u00e4res Ziel die Vernichtung von Menschen ist. Voraussetzungen f\u00fcr Sport sind Gesundheit, gen\u00fcgende Ern\u00e4hrung, k\u00f6rperliche Unversehrtheit, gute Kondition. All das ist f\u00fcr die H\u00e4ftlinge nicht gegeben. Die H\u00e4ftlinge sind unterern\u00e4hrt, krank und von der Zwangsarbeit gezeichnet. Der Einsatz von Sport im Konzentrationslager hat mehrere Gr\u00fcnde: Sport, so sieht man am Beispiel Theresienstadt, wird vom NS-System als Propagandamittel eingesetzt, um der internationalen \u00d6ffentlichkeit vorzut\u00e4uschen, dass die H\u00e4ftlinge gut behandelt werden. &#8222;Sport&#8220;, unter Anf\u00fchrungszeichen, dient auch als sarkastische Umschreibung der SS-Mannschaft f\u00fcr die regelm\u00e4\u00dfige Misshandlung der H\u00e4ftlinge. Und: Sport dient oftmals schlicht als Abwechslung f\u00fcr das Bewachungspersonal.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2><a name=\"_Toc185131835\"><\/a><a name=\"_Toc183243681\"><\/a>1.2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wandel 1942: KZ-H\u00e4ftlinge als Arbeitskr\u00e4fte<\/h2>\n<p>War zwischen 1933 und 1942 &#8222;Sport&#8220; im Konzentrationslager in erster Linie eine Umschreibung f\u00fcr das Qu\u00e4len der H\u00e4ftlinge, erh\u00e4lt der Begriff ab 1942 eine neue Bedeutung. Der jahrelange Krieg verursacht Arbeitskr\u00e4ftemangel, die H\u00e4ftlinge werden deshalb auch als Arbeitskr\u00e4fte im ganzen Reich gebraucht. Die Historikerin Veronika Springmann:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Es ist jedoch davon auszugehen, dass Sport als Praxis der Gewalt ab 1942 einem Funktionswandel unterworfen war: Mit der Entscheidung Himmlers, Oswald und Pohl und zahlreichen anderen Akteuren, dem Arbeitseinsatz in den Konzentrationslagern eine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung zuzumessen, ver\u00e4nderte sich der Diskurs \u00fcber die Situation der H\u00e4ftlinge in den Konzentrationslagern grundlegend. Sie werden nun als &#8222;Arbeitskr\u00e4fte&#8220; zur Kenntnis genommen.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn1\" name=\"_ednref1\">[1]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Am 20. Dezember 1942 erhalten alle Konzentrationslager einen geheimen Erlass des Leiters des Wirtschafts-Verwaltungshauptamtes der SS, Richard Gl\u00fccks. Ziel der Anweisung ist, die Sterblichkeit der H\u00e4ftlinge zu senken, um die Arbeitskraft zu erhalten. Auszug aus dem geheimen Erlass:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;In der Anlage wird eine Aufstellung \u00fcber die laufenden Zu und Abg\u00e4nge in s\u00e4mtlichen Konzentrationslagern zur Kenntnisnahme \u00fcbersandt. Aus derselben geht hervor, da\u00df von 136 000 Zug\u00e4ngen rund 70 000 durch Tod ausgefallen sind. Mit einer derartig hohen Todesziffer kann niemals die Zahl der H\u00e4ftlinge auf die H\u00f6he gebracht werden, wie es der Reichsf\u00fchrer SS befohlen hat. Die Ersten Lager\u00e4rzte haben sich mit allen ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel daf\u00fcr einzusetzen, dass die Sterblichkeitsziffer in den einzelnen Lagern wesentlich herabgeht. [\u2026]&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn2\" name=\"_ednref2\">[2]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Gl\u00fccks fordert von allen Lager\u00e4rzten und den Lagerkommandanten konkrete &#8222;Verbesserungsvorschl\u00e4ge&#8220;, um die Sterblichkeit der H\u00e4ftlinge zu senken. Nat\u00fcrlich \u00e4ndert sich dadurch nichts an den t\u00e4glichen Misshandlungen an den H\u00e4ftlingen. Aber nun wird &#8222;Sport&#8220; auch als Mittel f\u00fcr Belohnung und Abwechslung und nicht mehr nur zur Vernichtung der H\u00e4ftlinge eingesetzt. Sport soll die Arbeitsf\u00e4higkeit der H\u00e4ftlinge erh\u00f6hen. Darum werden per Weisung von Heinrich Himmler Sportveranstaltungen im KZ durchgef\u00fchrt:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;[\u2026] zur Steigerung der Arbeitsleistung [\u2026] Sport\u00fcbungen wie Fu\u00dfballspielen etc., erlaubt. Selbstverst\u00e4ndlich nur in der einzigen Freizeit Sonntag nachmittags nach 14 Uhr.&#8220;<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn3\" name=\"_ednref3\"><em>[3]<\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>KZ-H\u00e4ftlinge werden als Arbeitskr\u00e4fte gebraucht und die Nationalsozialisten schieben &#8222;Humanit\u00e4t&#8220; vor, indem sie durch anscheinende Erleichterung des Lageralltags mittels Spielen und Kulturaktivit\u00e4ten, wie das Einrichten einer Musikkapelle, die Bedingungen in den Konzentrationslagern kaschieren.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn4\" name=\"_ednref4\">[4]<\/a><\/p>\n<h2><a name=\"_Toc185131836\"><\/a><a name=\"_Toc183243679\"><\/a>1.3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &#8222;Sport Machen&#8220;, das &#8222;Rennen auf Leben und Tod&#8220;<\/h2>\n<p>Die Berliner Sportwissenschafterin und Historikerin Veronika Springmann hat sich intensiv mit &#8222;Sport&#8220; im Konzentrationslager befasst. Jene Form des &#8222;Sportes&#8220;, der sadistische Qu\u00e4lerei an H\u00e4ftlingen bedeutet. Von ihr stammt das Bild: &#8222;Sport Machen&#8220;, das &#8222;Rennen auf Leben und Tod&#8220;.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn5\" name=\"_ednref5\">[5]<\/a> Der deutsche Politikwissenschafter Wolf Oschlies spricht in diesem Zusammenhang von &#8222;Quasi-Sport&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn6\" name=\"_ednref6\">[6]<\/a>. Tausende Gefangene werden in den Lagern vom Bewachungspersonal stundenlang mit &#8222;gymnastischen \u00dcbungen&#8220; gequ\u00e4lt. Oschlies: &#8222;Die \u00dcbungen trugen harmlose Namen \u2013 &#8218;Froschh\u00fcpfen&#8216;, &#8218;Rollen&#8216;, &#8218;Entengang&#8216;, &#8218;B\u00e4rengang&#8216; etc. \u2013 waren tats\u00e4chlich aber sadistische Qu\u00e4lerei. [\u2026]&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn7\" name=\"_ednref7\">[7]<\/a> Der Journalist und Autor Roger Reppling schildert in einem der wenigen Artikel zu diesem Thema den &#8222;Sport&#8220; f\u00fcr Neuank\u00f6mmlinge im Konzentrationslager:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;\u2026Es beginnt zu regnen. Die neuen H\u00e4ftlinge sind ein paar Schritte gelaufen, etwas m\u00fchsam, da die Beine vom Hocken in der Kniebeuge steif geworden sind, da br\u00fcllt der SS-Mann: &#8218;Alles hinlegen!&#8216; Der letzte H\u00e4ftling ist noch nicht am Boden, da br\u00fcllt der Adlernasige: &#8218;Auf-marsch, Marsch!&#8216; Der &#8218;Sport&#8216; beginnt. Hinlegen, aufstehen, hinlegen, aufstehen. Dann m\u00fcssen die H\u00e4ftlinge h\u00fcpfen wie ein Frosch und dazu quaken, dann m\u00fcssen sie \u00fcber die nasse Erde rollen. Dann br\u00fcllt der Lange mit der Peitsche wieder: &#8218;Auf- marsch, marsch!'[\u2026]&#8220;<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn8\" name=\"_ednref8\"><em>[8]<\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Tortur dauert oft Stunden. Die Neuank\u00f6mmlinge werden ihrer W\u00fcrde beraubt. Nur die Starken halten durch. F\u00fcr die Schwachen bedeutet diese Tortur oft den sicheren Tod.<\/p>\n<p>Wieslaw Kielar, \u00dcberlebender des Konzentrationslagers Auschwitz, schildert den &#8222;Sport&#8220; als st\u00e4ndige Tortur im Alltag des Konzentrationslagers:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Wir hatten ein \u00e4u\u00dferst vielseitiges Tagesprogramm. Daf\u00fcr sorgten schon immer unsere Kapos und die SS-M\u00e4nner. Sie \u00fcberboten sich gegenseitig im Ausdenken neuer Folterungen. Man k\u00f6nnte meinen, ganz harmloser. Den ganzen Tag machten wir Sport: H\u00fcpfen, Rollen, Tanzen, Kniebeugen.&#8220;<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn9\" name=\"_ednref9\"><em>[9]<\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Paul Martin Neurath, H\u00e4ftling in den Konzentrationslagern Dachau (inhaftiert 1938) und Buchenwald (inhaftiert 1939), bezeichnet Begriffe f\u00fcr &#8222;Froschh\u00fcpfen, Rollen, Raupen&#8220; sowohl mit Sport, als auch mit milit\u00e4rischem Strafexerzieren.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn10\" name=\"_ednref10\">[10]<\/a> Damit wird systematische Folter von den Betroffenen selbst zum &#8222;Sport&#8220; erkl\u00e4rt. Veronika Springmann verwendet daher in ihrer Untersuchung \u00fcber Sport im Konzentrationslager den Begriff &#8222;K\u00f6rpertechniken&#8220;, um sich damit dem Begriff &#8222;Sport machen&#8220; anzun\u00e4hern.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn11\" name=\"_ednref11\">[11]<\/a> Auch andere Lagerinsassen benutzen den Begriff &#8222;Sport&#8220;, wenn sie von Misshandlungen der SS-Aufseher berichten. Zwei Beispiele, stellvertretend f\u00fcr zahlreiche Schilderungen: Friedrich Maase, H\u00e4ftling im Konzentrationslager Sachsenhausen (inhaftiert 1939\/40):<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Nachmittags mussten wir zum Exerzieren antreten. Die alten Lagerinsassen nannten es &#8218;Sport&#8216;. Mit uns traten auch die H\u00e4ftlinge von zwei weiteren Blocks, im ganzen ca. 300 Mann an, die einen Tag vor uns im Lager angekommen waren, [\u2026]&#8220;<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn12\" name=\"_ednref12\"><em>[12]<\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Joseph Drexels, H\u00e4ftling im KZ Mauthausen (inhaftiert 1944\/45):<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;\u2026Ein beliebter Sport war auch, die H\u00e4ftlinge nackt an die Wand zu stellen und mit Holzkugeln, die einem alten Criquetspiel entnommen waren, nach ihnen zu werfen. Es wurde heftig geworfen und die harten Kugeln verursachten schwere Verletzungen und Rippenbr\u00fcche. Mit Vorliebe wurde auf die Geschlechtsteile gezielt, woran sich auch die Damen beteiligten\u2026&#8220;<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn13\" name=\"_ednref13\"><em>[13]<\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Das Ziel der Tortur ist klar: Lagerinsassen zu schw\u00e4chen und zu erniedrigen. Der H\u00e4ftlingsbestand soll dadurch &#8222;reduziert&#8220; werden. Springmann: &#8222;&#8218;Sport machen&#8216; war ein Instrument zur St\u00e4rkung des arischen Mannes und zugleich zur Vernichtung der schwachen und kranken K\u00f6rper.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn14\" name=\"_ednref14\">[14]<\/a> Jeder neue H\u00e4ftling wird im Konzentrationslager dieser Prozedur, &#8222;Strafsport&#8220; im NS-Jargon bezeichnet, unterzogen. Neuankommende Gefangene werden tagelang am Appellplatz gequ\u00e4lt. Die Neuzug\u00e4nge werden beschimpft und brutal misshandelt. Diese Behandlung dient zur Einsch\u00fcchterung. Wer sich widersetzt, wird auf der Stelle ermordet. Hans Marsalek, Lagerschreiber des Konzentrationslagers Mauthausen: &#8222;Damit wurde der Zweck verfolgt, jeden Gedanken an Auflehnung und Widerstand von vornherein zur ersticken.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn15\" name=\"_ednref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>1957, im Zuge einer Einvernahme durch die zust\u00e4ndige Staatsanwaltschaft in Bonn, best\u00e4tigt ein f\u00fchrender Aufseher des KZ Sachsenhausen das System dieses &#8222;Strafsportes&#8220;. Auszug aus der Einvernahme des SS Hauptscharf\u00fchrer Gustav Sorge, Aufseher im Konzentrationslager Esterwegen und bis 1942 Rapportf\u00fchrer im Konzentrationslager Sachsenhausen, durch die Bonner Staatsanwaltschaft im Jahr 1957:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;R[ichter]: Bestanden irgendwelche Anweisungen bez\u00fcglich des Sporttreibens bei Neuzug\u00e4ngen?<\/em><\/p>\n<p><em>S[orge]: Es war so, dass der Lagerf\u00fchrer stets bestimmte, wer am Strafsport teilzunehmen hatte.<\/em><\/p>\n<p><em>R[ichter]: Ich habe bisher aus den Zeugenaussagen den Eindruck gewonnen, dass s\u00e4mtliche Neuzug\u00e4nge erst mehrere Tage auf dem Appellplatz herumgejagt wurden.<\/em><br \/>\n<em>S[orge]: Ja, das war durchschnittlich der Fall [\u2026].&#8220;<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn16\" name=\"_ednref16\"><em>[16]<\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<h2><a name=\"_Toc185131837\"><\/a><a name=\"_Toc183243680\"><\/a>1.4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &#8222;Sport&#8220; als Tortur<\/h2>\n<p>In den meisten Konzentrationslagern wird Sport als Tortur, Misshandlung oder Strafe der H\u00e4ftlinge missbraucht. Bereits auf dem Weg ins Lager werden die Gefangenen brutal von der SA vor sich her getrieben und gequ\u00e4lt. Im Konzentrationslager Hainewalde (Sachsen) m\u00fcssen die H\u00e4ftlinge &#8222;nach stundenlangem Fu\u00dfmarsch \u2013 bei dem einzelne zwischen zwei Fahrr\u00e4der gebunden wurden, auf denen SA-Leute sa\u00dfen \u2013 ein Spalier von SA-Schl\u00e4gern vom Vorhof \u00fcber die Freitreppe bis hinauf zur Schlossbalustrade passieren.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn17\" name=\"_ednref17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Der Weg vom Bahnhof zu den Emslandmoorlagern ist zum Teil 28 Kilometer lang und muss ganz oder streckenweise zu Fu\u00df zur\u00fcckgelegt werden \u2013 ohne R\u00fccksicht auf Alte, Kranke oder Verletzte und unter Schl\u00e4gen, Pr\u00fcgeln und anderen Schikanen.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn18\" name=\"_ednref18\">[18]<\/a><\/p>\n<p>So auch vom Bahnhof Bad Schandau nach Hohnstein. Die H\u00e4ftlinge werden &#8222;die zirka 15 Kilometer bergauf im Dauerlauf nach Hohnstein getrieben und dort im Spie\u00dfrutenlauf, mit Gummikn\u00fcppeln, Ochsenziemern und Peitschen mit Stahlkugeln an den Enden gehetzt.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn19\" name=\"_ednref19\">[19]<\/a><\/p>\n<p>Die Ankunft im Lager sieht nicht un\u00e4hnlich aus: Die H\u00e4ftlinge m\u00fcssen sich in der Lichtenburg mehrmals auf dem Hof hinlegen, ihn im Laufschritt \u00fcberqueren, werden unter Hieben und mit Kolbenst\u00f6\u00dfen \u00fcber Treppen gejagt.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn20\" name=\"_ednref20\">[20]<\/a> Ein Gefangener aus Esterwegen berichtet \u00fcber den &#8222;Empfang&#8220; durch die KZ-Bewacher:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Dauerlauf, Hinwerfen, Aufspringen, Hinwerfen, Aufspringen, Hinwerfen, K\u00f6rper nach rechts rollen, nach links rollen. Geht es dem Posten zu langsam, dann helfen Gewehrkolbenst\u00f6\u00dfe und Fu\u00dftritte nach. An den Geschundenen ist kein trockener Faden mehr, kein unbeschmutzter Fleck, viele erbrechen sich, die P\u00e4ckchen mit geringen Habseligkeiten sind \u00fcber das Feld zerstreut. In den meisten F\u00e4llen ist ihr Inhalt im Sande verstreut, weil der Posten Fu\u00dfball damit gespielt hat. Dann geht es in die Kleiderkammer, in die Baracken zum Platzanweisen.&#8220;<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn21\" name=\"_ednref21\"><em>[21]<\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Nicht nur im KZ Sachsenburg ist der so genannte &#8222;Sachsengru\u00df&#8220; eine besondere Tortur. Mit dem Gesicht zur Wand m\u00fcssen sich die Gefangenen aufstellen, Arme hinter dem Kopf verschr\u00e4nken und in dieser Stellung lange Zeit regungslos verharren. Dabei werden sie mit Gewehrkolben oder Kn\u00fcppeln geschlagen und wehe ihnen, wenn dabei die Arme nach unten sinken&#8230; Andere Neuank\u00f6mmlinge m\u00fcssen stundenlang in Hochstellung ausharren, werden mit Fu\u00dftritten maltr\u00e4tiert, wenn sie straucheln. In der Turnhalle sitzen auf B\u00e4nken im Reitsitz zusammengepfercht weitere H\u00e4ftlinge, die auf die Einteilung in die Korporalschaften warten, d\u00fcrfen nicht austreten und m\u00fcssen stattdessen &#8222;Sport&#8220; machen.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn22\" name=\"_ednref22\">[22]<\/a><\/p>\n<p>In den Unterk\u00fcnften veranstalten die Aufseher &#8222;&#8218;Saalsport&#8216;, wobei die H\u00e4ftlinge unter und \u00fcber die Pritschen kriechen, auf Tische klettern und auf dem Boden rutschen mussten.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn23\" name=\"_ednref23\">[23]<\/a> Gefangene m\u00fcssen nicht nur schweren Arbeitsdienst unter unmenschlichen Bedingungen leisten, werden geschlagen, gefoltert, sondern bei jeder Gelegenheit misshandelt. Etliche KZ-Kommandanten, Lagerf\u00fchrer und Aufseher agieren skrupellos und ohne R\u00fccksicht auf menschliches Leben. In Esterwegen treiben Kompanief\u00fchrer Kaiser und seinesgleichen die Gefangenen &#8222;beim Rollen, Robben, H\u00fcpfen, Hinlegen usw. bis an die Postenkette&#8220; und SS-Leute schie\u00dfen auf ein verabredetes Zeichen wegen angeblicher Fluchtgefahr auf die Gefangenen.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn24\" name=\"_ednref24\">[24]<\/a> Andere werden beim &#8218;Sport&#8216; gehetzt. Versch\u00e4rfter &#8218;Sport&#8216; ist das Strafexerzieren, das in Esterwegen \u2013 aber auch in anderen Konzentrationslagern &#8211; noch zu den geringsten Strafma\u00dfnahmen gegen\u00fcber Inhaftierten z\u00e4hlt. Schon aus geringstem Anlass werden H\u00e4ftlinge mit Strafexerzieren auf dem Appellplatz bestraft.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn25\" name=\"_ednref25\">[25]<\/a><\/p>\n<p>Im KZ Oranienburg gibt es sogar eine spezielle &#8218;Hindernisbahn&#8216;, \u00fcber die die H\u00e4ftlinge getrieben werden. Der Zeitzeuge Gerhart Seger, ehem. SPD-Reichstagsabgeordneter, berichtet \u00fcber die Schikanen:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Die Gefangenen, die dar\u00fcber gejagt wurden, mussten zuerst zwischen zwei reck\u00e4hnlichen Stangen hindurchspringen, dann \u00fcber eine drei Meter hohe senkrechte Eskalierwand klettern, nat\u00fcrlich ohne jedes Hilfsmittel, dann \u00fcber einen breiten Graben springen, dann ein etwa zehn Meter langes, 80 cm hohes Gestell durchkriechen, in dem abwechselnd ein Brett quer von unten und eines von oben angebracht war, sodass sich ein Mensch wie eine Schlange hindurchwinden musste, und zum Schluss \u00fcber einen schmalen Balken, der \u00fcber eine Grube gelegt war, balancieren.&#8220;<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn26\" name=\"_ednref26\"><em>[26]<\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<h1><a name=\"_Toc185131838\"><\/a><a name=\"_Toc183243682\"><\/a><a name=\"_Toc182541671\"><\/a><a name=\"_Toc182379049\"><\/a><a name=\"_Toc182378967\"><\/a><a name=\"_Toc182299389\"><\/a><a name=\"_Toc182298934\"><\/a><a name=\"_Toc182297586\"><\/a>2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fu\u00dfball im Konzentrationslager (KZ)<\/h1>\n<h2><a name=\"_Toc185131839\"><\/a><a name=\"_Toc183243683\"><\/a>2.1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vorbemerkung<\/h2>\n<p>Bereits kurz nach dem &#8222;Anschluss&#8220; 1938 werden von den Nationalsozialisten in \u00d6sterreich Juden von den Vereins\u00e4mtern enthoben. Dr. Emmanuel &#8218;Michl&#8216; Schwarz, Pr\u00e4sident der Austria Wien, wird als Jude festgenommen, der Vorstand des Vereins wird des Amtes enthoben, alle j\u00fcdischen Spieler aus der laufenden Meisterschaft ausgeschlossen. Josef Ger\u00f6, Pr\u00e4sident des Wiener Fu\u00dfballverbandes, wird abgesetzt und in das Konzentrationslager Dachau deportiert (1939 wieder freigelassen).<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn27\" name=\"_ednref27\">[27]<\/a> Hakoah \u2013 der gr\u00f6\u00dfte der j\u00fcdischen Sportvereine \u2013 wird unter kommissarische Verwaltung gestellt, die Sportpl\u00e4tze und Vereinsh\u00e4user beschlagnahmt. 1940 wird Hakoah als Vereinsname gel\u00f6scht. Die meisten j\u00fcdischen Spieler k\u00f6nnen sich noch rechtzeitig ins Ausland absetzen, dennoch werden viele Sportlerinnen und Sportler in den Konzentrationslagern ermordet.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn28\" name=\"_ednref28\">[28]<\/a> Unter ihnen sind u. a. Fritz L\u00f6hner-Beda und Max Scheuer.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn29\" name=\"_ednref29\">[29]<\/a><\/p>\n<h2><a name=\"_Toc185131840\"><\/a>2.2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Opfer und T\u00e4ter am Ball<\/h2>\n<p>Fu\u00dfball kann in diesen Jahren auch Leben retten. Fu\u00dfballer sind sowohl in H\u00e4ftlingskleidung und in der Uniform der SS zu finden. Der Wiener Jude Kurt Ladner wird 1942 mit seinen Eltern und einem Bruder nach Theresienstadt deportiert. Ladner spielt seit seiner Kindheit Fu\u00dfball. In Theresienstadt wird Ladner als Schiedsrichter eingesetzt.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn30\" name=\"_ednref30\">[30]<\/a> Fu\u00dfballspieler sind in Theresienstadt auch bei der SS angesehen. Dies rettet Ladner mehrmals das Leben. Auch als Ladner schlie\u00dflich nach Auschwitz deportiert wird, ist es der Lederball, so Ladner, der ihm in &#8222;mehr als einer Hinsicht&#8220; das Leben gerettet hat.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn31\" name=\"_ednref31\">[31]<\/a><\/p>\n<p>\u00c4hnliches berichtet auch Fred Schwarz, ein Zeitzeuge, er beschreibt ein Vorkommnis im KZ Auschwitz: Ein gewaltt\u00e4tiger SS-Unterscharf\u00fchrer<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;sieht Feldmann, schnauzt ihn an: &#8218;Vortreten! Namen!&#8216; &#8218;Ignaz Feldmann.&#8216; &#8218;Beruf!&#8216; &#8218;Fu\u00dfballer.&#8216; Pl\u00f6tzlich ist der Sadist ein anderer Mensch. Hat er doch damals in Wien zusammen mit Feldmann in der Meisterschaft und in der Auswahl gespielt. Er war bei der Austria, Feldmann bei Hakoah&#8230; \u201aFeldmann soll sich melden, wenn wir bei der Baracke sind.&#8216; Ignaz Feldmann wurde in der Folge von dem ehemaligen Fu\u00dfballerkollegen gesch\u00fctzt.&#8220;<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn32\" name=\"_ednref32\"><em>[32]<\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Ganz anders verl\u00e4uft die Geschichte von Tull Harder, vor dem Krieg Mittelst\u00fcrmer beim Hamburger Sportverein (HSV), der bereits 1932 noch vor der Macht\u00fcbernahme der NSDAP und am 10. Mai 1933 der SS beitritt. Harder wird 1939 Wachmann im KZ Sachsenhausen und im November 1939 \u2013 auf eigenen Wunsch \u2013 nach Neuengamme bei Hamburg versetzt. Im August 1944 wird er nach Hannover versetzt und im November 1944 steigt er zum Lagerf\u00fchrer im KZ Ahlem auf. Nach dem Krieg versucht er sich vor Gericht zu rechtfertigen, er sei der Meinung gewesen, dass &#8222;Leute nur im KZ waren, wenn sie etwas ausgefressen haben.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn33\" name=\"_ednref33\">[33]<\/a><\/p>\n<p>\u00dcber die T\u00e4tigkeiten Harders gehen die Meinungen auseinander: Eine Anrainerin in Neuengamme berichtet, dass &#8222;die H\u00e4ftlinge Tull Harder nahezu verg\u00f6ttert haben \u2013 und das nicht nur, weil er ihnen einen Fu\u00dfballplatz eingerichtet hat. [\u2026]&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn34\" name=\"_ednref34\">[34]<\/a> Im Widerspruch dazu stehen H\u00e4ftlingsberichte, die aussagen, dass es &#8222;in Neuengamme bis April 1945 niemals einen Fu\u00dfballplatz gegeben habe und die wenigen H\u00e4ftlinge, die physisch in der Lage waren, Fu\u00dfball zu spielen, etwa 50 in vier Mannschaften, konnten nur den betonierten Appellplatz vor den Baracken hierzu benutzen.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn35\" name=\"_ednref35\">[35]<\/a><\/p>\n<p>Tull Harder wird am 6. Mai 1947 zu 15 Jahren Haft wegen Misshandlung von H\u00e4ftlingen verurteilt, kommt jedoch bereits nach vier Jahren wieder frei und wird beim HSV, der ihn zeitweilig aus der Mitgliederkartei gestrichen hatte, wieder begeistert aufgenommen\u2026<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn36\" name=\"_ednref36\">[36]<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>2.3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ablenkung, Unterhaltung und Bedrohung<\/h2>\n<p>Die SS-Bewacher &#8222;spielen&#8220; mit KZ-H\u00e4ftlingen. Und das kann buchst\u00e4blich im doppelten Sinn des Wortes verstanden werden. KZ-H\u00e4ftlinge werden f\u00fcr das Spiel benutzt. Sie sollen f\u00fcr Unterhaltung sorgen. Aber auch die SS, SA und Polizei spielen in den Konzentrationslagern Fu\u00dfball, haben ihre eigenen Mannschaften und f\u00fchren Meisterschaften durch.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn37\" name=\"_ednref37\">[37]<\/a> Fu\u00dfballspiel wird f\u00fcr die H\u00e4ftlinge zur Unterhaltung und Bedrohung. Dabei geht es auch um ihr Leben und ihre Gesundheit. Kurt Ladner, \u00dcberlebender im Lager Theresienstadt, berichtet, der Fu\u00dfball habe &#8222;abgelenkt von allem, was einem am n\u00e4chsten Tag drohen konnte.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn38\" name=\"_ednref38\">[38]<\/a> Gleichzeitig ist das Ballspiel eine enorme Belastung f\u00fcr die H\u00e4ftlinge. Vor allem dann, wenn schwer Verletzte vom Platz getragen werden. Ob in Mauthausen, Buchenwald, Auschwitz, Dachau, Ebensee etc., \u00fcberall werden an Feiertagen Ballspiele veranstaltet. Im Lager Theresienstadt wird \u2013 vor allem zu Propagandazwecken \u2013 systematisch Fu\u00dfball gespielt. Das Lager wird von der SS als Musterghetto inszeniert.<\/p>\n<p>Dieses &#8222;Privileg&#8220; steht nat\u00fcrlich nur einigen wenigen H\u00e4ftlingen zur Verf\u00fcgung. Herbert Schemmel, Lagerschreiber des Konzentrationslagers Neuengamme bei Hamburg und ehemaliger Spieler von Borussia Halle: &#8222;F\u00fcr die meisten Gefangenen war es auf Grund ihres k\u00f6rperlichen Zustandes aber unm\u00f6glich mitzumachen. Vielleicht 60 von 14.000 Neuengammer H\u00e4ftlingen haben teilgenommen.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn39\" name=\"_ednref39\">[39]<\/a> Jene H\u00e4ftlinge, die mit ihren Lager\u00e4ltesten, Kapos oder Vorarbeitern in einer Mannschaft spielen, ihren &#8222;Chefs&#8220; die Tore auflegen, verbessern ihre Situation erheblich. Sie erhalten als Belohnung Lebensmittel, die ihre Vorgesetzten den anderen H\u00e4ftlingen wegnehmen. Und Lebensmittel bedeuten in diesen Jahren Leben.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn40\" name=\"_ednref40\">[40]<\/a><\/p>\n<h2><a name=\"_Toc185131842\"><\/a><a name=\"_Toc183243686\"><\/a>2.4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fu\u00dfball als Propagandamittel<\/h2>\n<p>Das Ghetto Theresienstadt wird vom NS-System f\u00fcr Propagandazwecke genutzt. Der SS-Propagandafilm unter dem zynischen Titel &#8222;Theresienstadt \u2013 ein Dokumentarfilm aus dem J\u00fcdischen Siedlungsgebiet&#8220; (er wird unter dem falschen Titel &#8222;Der F\u00fchrer schenkt den Juden eine Stadt&#8220; bekannt) stellt den H\u00f6hepunkt der Propaganda des NS-Systems dar. Der zwischen 1944 und 1945 produzierte Film zeigt auch Szenen eines Fu\u00dfballspieles im Hof des Lagers. Der Film dient ausschlie\u00dflich zur Vorf\u00fchrung vor ausl\u00e4ndischen Beobachtern. Er wird beispielsweise 1946 Vertretern des Vatikans, des Internationalen Roten Kreuzes, der Schweiz oder Schwedens vorgef\u00fchrt. Damit soll die &#8222;Harmlosigkeit&#8220; der Lager vorget\u00e4uscht werden.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn41\" name=\"_ednref41\">[41]<\/a><\/p>\n<h2><a name=\"_Toc185131843\"><\/a><a name=\"_Toc183243687\"><\/a><a name=\"_Toc182541674\"><\/a><a name=\"_Toc182378970\"><\/a>2.5&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fu\u00dfball in Buchenwald<\/h2>\n<p>Auf dem Ettersberg bei Weimar in Deutschland wird 1937 das KZ Buchenwald errichtet. 1937 sind ca. 2500 H\u00e4ftlinge in Buchenwald inhaftiert, 1938 bereits rund 18.000. Sie werden zur Zwangsarbeit eingesetzt, haupts\u00e4chlich im nahe gelegenen Steinbruch. Nach Kriegsausbruch werden Fabriken f\u00fcr die deutsche R\u00fcstungsindustrie errichtet und die Inhaftierten m\u00fcssen daf\u00fcr arbeiten. In Buchenwald haben \u2013 im Gegensatz zu den meisten anderen Konzentrationslagern \u2013 die politischen H\u00e4ftlinge, v. a. Kommunisten alle Funktionsh\u00e4ftlingsstellen unter Kontrolle. Im Jahr 1944 sind mehr als 80.000 Personen in Buchenwald und seinen 129 Au\u00dfenlagern inhaftiert. (Insgesamt 250.000 H\u00e4ftlinge, davon sind ca. 50.000 umgekommen.)<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn42\" name=\"_ednref42\">[42]<\/a><\/p>\n<p>Im Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstandes finden sich Unterlagen \u00fcber die Freizeitgestaltung in Buchenwald. Auszug aus der Zeugenaussage eines \u00fcberlebenden H\u00e4ftlings im Konzentrationslager Buchenwald. Der Bericht st\u00fctzt sich auf das Jahr 1939:<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn43\" name=\"_ednref43\">[43]<\/a><\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Sinn des Sportes ist es, den K\u00f6rper zu st\u00e4hlen. Trotzdem in Bu. [Buchenwald Anm. RL] die Bedingungen, Sport zu treiben, nicht rosig waren (wir erinnern an die langen Arbeitszeiten, die schwere Arbeit, die \u00fcberaus harte Lagerdisziplin), regte sich bei einigen Leuten, vor allem den j\u00fcngeren, der Drang, Sport zu betreiben. An Sportanlagen, Ger\u00e4t usw. war nichts vorhanden. Trotzdem gab es in kurzer Zeit einen Ball, aber auch einen Platz, wenn man so sagen kann. [\u2026]<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn44\" name=\"_ednref44\"><em>[44]<\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Der Platz wird schlie\u00dflich zu klein und die H\u00e4ftlinge benutzen den Appellplatz, der allerdings als Sportplatz ungeeignet ist. Bei jedem Sturz gibt es auf dem harten Boden schwere Verletzungen. Ein eigener Sportplatz wird kurzzeitig auf dem Areal des &#8222;Kleinen Lagers&#8220; errichtet. Der Zeitzeuge erinnert sich:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;\u2026Von da an nahm der Sport in Bu. immer gr\u00f6\u00dferen Umfang an. Alle Sportarten waren jetzt vertreten, vor allen Dingen Fu\u00dfball, Handball, Faustball, Schlagball. Im Sommer wurden auch Sportfeste abgehalten, bei denen alle Sportarten zu ihrem Recht kamen. So zog in Bu. der Sport immer weitere Kreise in seinen Bann. Wenn am Anfang viele in Bu. dagegen waren, dass Sport betrieben wurde, so konnte man jetzt sehen, dass er vielen eine Abwechslung brachte, bei der sie f\u00fcr einige Stunden den Stacheldraht verga\u00dfen. [\u2026]<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn45\" name=\"_ednref45\"><em>[45]<\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Im KZ-Buchenwald verteidigen mehrere Mannschaften ihren Titel. Die spielst\u00e4rkste Mannschaft wird von den &#8222;Politischen&#8220; gestellt. Als das Lager schlie\u00dflich \u00fcberf\u00fcllt ist, muss der Sportplatz dem Bau weiterer Baracken weichen. Nach der Schlie\u00dfung des Sportplatzes werden vor allem Boxk\u00e4mpfe im Lager ausgetragen. Zusammenfassung des Zeitzeugen:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;\u2026Zum Schlu\u00df sei gesagt, da\u00df unter den gegebenen Verh\u00e4ltnissen die Sportleistungen gut waren, die Kameradschaft gepflegt wurde und die Veranstaltungen vielen von uns Stunden der Erholung und Entspannung gaben.&#8220;<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn46\" name=\"_ednref46\"><em>[46]<\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Auch Willi Seifert, Plauen i. V., Zeitzeuge, Inhaftierter im Konzentrationslager Buchenwald, erinnert sich:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Trotzdem in Buchenwald die Bedingungen, Sport zu treiben, nicht rosig waren (lange und schwere Arbeitszeit), regte sich bei einigen Leuten, vor allem den J\u00fcngeren, der Drang, sich sportlich zu bet\u00e4tigen. An Sportanlagen, Ger\u00e4ten usw. war nichts vorhanden. Trotzdem gab es in kurzer Zeit einen Ball, aber auch einen Platz, wenn man so sagen kann. Der Fu\u00dfball beherrschte das Feld.[\u2026]&#8220;<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn47\" name=\"_ednref47\"><em><strong><em>[47]<\/em><\/strong><\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<h2><a name=\"_Toc185131844\"><\/a><a name=\"_Toc183243688\"><\/a><a name=\"_Toc182541675\"><\/a><a name=\"_Toc182378971\"><\/a>2.6&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fu\u00dfball in Mauthausen<\/h2>\n<p>Mauthausen, 1938 er\u00f6ffnet, ist eines der Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Durch gezielten, schweren Arbeitseinsatz und in weiterer Folge durch Vergasung werden die H\u00e4ftlinge ermordet. Weiters fungierte die Mordanstalt Schloss Hartheim offiziell als Au\u00dfenkommando des Konzentrationslagers Mauthausen.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn48\" name=\"_ednref48\">[48]<\/a><\/p>\n<p>Fu\u00dfball wird auch im KZ Mauthausen gespielt. Ab dem Sommer 1943 laufen sonntags verschiedene Mannschaften auf den Platz. Hans Marsalek, ehemaliger Lagerschreiber im Konzentrationslager Mauthausen und Obmann der \u00f6sterreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen, beschreibt den Alltag im Lager Mauthausen:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;\u2026Der Sonntagnachmittag diente dazu, die eigene Garderobe herzurichten, Flickarbeiten durchzuf\u00fchren, Socken zu stopfen, soweit man solche besa\u00df, denn die Mehrzahl der H\u00e4ftlinge hatte Fu\u00dflappen. Weiters wurden Haare geschnitten, man rasierte sich und, wenn man dazu Zeit hatte, suchte man Freunde in anderen Baracken auf. Hie und da gab es ab Sommer 1943 Sonntag nachmittags auch Konzerte, der H\u00e4ftlingskapellen, manches Mal Boxveranstaltungen und auch Fu\u00dfballspiele. Nur jene wenigen H\u00e4ftlinge, die in bevorzugten Arbeitskommandos untergebracht waren und sich relativ gut ern\u00e4hren konnten, nahmen an diesen Veranstaltungen teil.&nbsp;In Mauthausen gab es ab 1943 Fu\u00dfballmannschaften der Deutschen, Spanier, Wiener, Jugoslawen und Polen; in Gusen stellten Deutsche, Polen und Spanier Fu\u00dfballriegen auf. [\u2026]&#8220;<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn49\" name=\"_ednref49\"><em>[49]<\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Der Wiener Historiker Bertrand Perz verf\u00fcgt \u00fcber detaillierte Spielberichte, die zeigen, dass im KZ Mauhausen regelm\u00e4\u00dfig Fu\u00dfballspiele stattfinden. So wird beispielsweise am 20. M\u00e4rz 1945 ein dreiseitiger Spielbericht &#8222;An den Leiter der Fu\u00dfballspiele Kamerad Unnek Block 7&#8220; \u00fcbermittelt. Auszug:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Das letzte Spiel zwischen &#8218;Vienna&#8216; und der spanischen Meisterelf wurde wieder zu einem gro\u00dfen sportlichen Ereignis. Diesmal siegte die &#8218;Vienna&#8216; mit 5:2 Toren und man muss schon sagen, dass dieser Erfolg, wenn auch nicht gerade in dieser H\u00f6he, verdient gewesen ist. Die &#8218;Vienna&#8216; hatte keinen schwachen Moment, sondern die St\u00fcrmerreihe lie\u00df sich nicht in ihrem Angriffswillen ersch\u00fcttern, die L\u00e4ufer arbeiteten aufopfernd und in der Verteidigung gab es am Sonntag keinen Fehler. Beide gegnerischen Torerfolge waren unabwendbar. Der Vienna-Tormann hat schwierige Sachen gehalten und Josef und der Nebenmann hielten den Torraum so sauber, wie das bei einem so gef\u00e4hrlichen Angriff wie dem der Spanier nur eben m\u00f6glich ist. [\u2026]&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn50\" name=\"_ednref50\">[50]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Am 25. M\u00e4rz 1945 finden wieder zwei Spiele statt. Auszug aus dem umfangreichen Bericht \u00fcber diesen Spielsonntag:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Zwei Spiele waren an diesem Sonntag f\u00e4llig: Die traditionelle Begegnung zwischen den Spaniern und den Unnekleuten [&#8218;Vienna&#8216;, Anm R.L.] und das erste Spiel diesen Jahres zwischen der zweiten spanischen Garnitur und einer Kombination Deutscher, Tschechen und Jugoslawen. [\u2026]&#8220;<\/em><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn51\" name=\"_ednref51\"><em>[51]<\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Obwohl die &#8222;Vienna&#8220; mit 1:0 in F\u00fchrung geht, endet das Match schlie\u00dflich 1:1. Das Spiel der 2. Garnitur muss abgebrochen werden. Ein Luftangriff zwingt den Schiedsrichter 15 Minuten vor Ende der regul\u00e4ren Spielzeit das Spiel abzubrechen.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn52\" name=\"_ednref52\">[52]<\/a><\/p>\n<p>Auch am Ostersonntag 1945 treffen die beiden Mannschaften im Lager Mauthausen aufeinander. Diesmal bezwingt Spanien die &#8222;Vienna&#8220; mit 5:4.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn53\" name=\"_ednref53\">[53]<\/a><\/p>\n<h2><a name=\"_Toc185131845\"><\/a><a name=\"_Toc183243689\"><\/a><a name=\"_Toc182541676\"><\/a><a name=\"_Toc182378972\"><\/a>2.7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fu\u00dfball in Ebensee<\/h2>\n<p>Das Arbeitslager Ebensee ist ein Au\u00dfenlager des Konzentrationslagers Mauthausen. Privilegierte H\u00e4ftlinge des Konzentrationslagers Ebensee im ober\u00f6sterreichischen Salzkammergut k\u00f6nnen sich ab 1944 manche Feiertage mit Ballspielen vertreiben. Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass es der k\u00f6rperliche Zustand zul\u00e4sst. Die Arbeitsbedingungen im Lager sind sehr hart:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Bis zum Sommer 1944 wurde an Sonn- und Feiertagen gr\u00f6\u00dftenteils gearbeitet. Im Sommer waren dann ab und zu die Sonntage frei, und einige Male wurde am Appellplatz Fu\u00dfball oder Volleyball gespielt. Solche Vergn\u00fcgungen konnten sich nur die kr\u00e4ftigen und privilegierten H\u00e4ftlinge erlauben; der Gro\u00dfteil war dazu zu schwach. [\u2026]&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn54\" name=\"_ednref54\">[54]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<h2><a name=\"_Toc185131846\"><\/a><a name=\"_Toc183243690\"><\/a><a name=\"_Toc182541677\"><\/a><a name=\"_Toc182378973\"><\/a>2.8&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fu\u00dfball in Sachsenhausen<\/h2>\n<p>Bereits 1936 wird in der N\u00e4he von Berlin am Stadtrand von Oranienburg das Konzentrationslager Sachsenhausen errichtet, zeitgleich mit der in Berlin stattfindenden Olympiade. Die H\u00e4ftlinge, haupts\u00e4chlich &#8222;Asoziale&#8220;, so die NS-Diktion, und viele sowjetische Soldaten, werden zur Arbeit im nahe gelegenen Klinkerwerk, sp\u00e4ter ausschlie\u00dflich f\u00fcr die deutsche R\u00fcstungsindustrie, gezwungen. Tausende werden in Sachsenhausen ermordet \u2013 die SS hat einen Erschie\u00dfungsgraben, eine Genickschussanlage und ein Krematorium daf\u00fcr als Mordanstalt mit dem zynischen Namen &#8222;Station Z&#8220; (nach dem letzten Buchstaben im Alphabet) eingerichtet.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn55\" name=\"_ednref55\">[55]<\/a><\/p>\n<p>In Sachsenhausen werden regelrechte &#8222;L\u00e4nderspiele&#8220; veranstaltet. Auf dem Rasen werden politische Konflikte mit dem Ball ausgetragen. Die &#8222;Untermenschen&#8220; aus Polen d\u00fcrfen gegen die deutsche Auswahl keine Chancen haben. Odd Nansen, norwegischer Architekt, Sohn des Polarforschers Fridtjof Nansen, ist ab Oktober 1943 H\u00e4ftling im Konzentrationslager Sachsenhausen. Am 17. April 1944 findet sich folgender Eintrag in seinem Tagebuch, das teilweise in deutscher Sprache vorliegt:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Gestern war &#8218;L\u00e4nderkampf&#8216;, die Stimmung war gro\u00dfartig. Norwegen-Deutschland. Norwegen f\u00fchrte lange mit 3:1, und die Stimmung erreicht gefahrdrohende H\u00f6hen. [\u2026] Das Ergebnis war 5:3. Das war wohl gut so, sonst h\u00e4tten wir es doch auf irgendeine Weise zu sp\u00fcren bekommen. [\u2026] F\u00fcr viele bedeutet es eine Rettung, dass sie Fu\u00dfballspieler sind. Sie werden mit Seidenhandschuhen angefasst, bekommen sch\u00f6ne Arbeitsstellen und viel Essen, w\u00e4hren andere zu Muselm\u00e4nnern werden und untergehen.\u201c<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn56\" name=\"_ednref56\">[56]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Auszug aus seinem Tagebuch vom 2. Mai 1944:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Jeden Sonntag sind Fu\u00dfballk\u00e4mpfe. Sonntag zwischen Norwegen \u2013 Tschechoslowakei und Deutschland \u2013 Polen. Norwegen gewann, Polen verlor. Diese K\u00e4mpfe werden manchmal leidenschaftlich gef\u00fchrt. Das Blut ger\u00e4t in Wallung, und es kommt vor, dass die Spieler mit den F\u00e4usten aufeinander losgehen. Im Kampf zwischen Polen und Deutschland mussten zwei Spieler das Feld verlassen, weil sie die F\u00e4uste gebraucht hatten, nachdem bereits zwei andere weggetragen worden waren \u2013 kampfunf\u00e4hig.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn57\" name=\"_ednref57\">[57]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Odd Nansen schildert in seinen Tagebuchaufzeichnungen, wie absurd der Alltag rund um das Ballspiel verl\u00e4uft. Wie nahe Tod und Sport im Konzentrationslager beisammen sind:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;W\u00e4hrend der Fu\u00dfballkampf am schlimmsten tobte, kamen zwei Gefangene, die eine Leiche auf der Bahre trugen. Den ganzen Platz entlang, an den br\u00fcllenden Zuschauern vorbei. Pl\u00f6tzlich wurden auch die Tr\u00e4ger sehr interessiert an dem Kampf. Sie setzten die Leiche hin, z\u00fcndeten ihre Stummel an und begannen, dem Kampf zu folgen. Als der spannende Augenblick vorbei war, gingen sie zur Leiche zur\u00fcck und setzten den Transport zum Leichenhaus fort, w\u00e4hrend von s\u00e4mtlichen Lautsprechern lustige Operettenmusik ert\u00f6nte.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn58\" name=\"_ednref58\">[58]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<h2><a name=\"_Toc185131847\"><\/a><a name=\"_Toc183243691\"><\/a><a name=\"_Toc182541678\"><\/a><a name=\"_Toc182378974\"><\/a><a name=\"_Toc183358672\"><\/a>2.9&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Fu\u00dfball in Auschwitz<\/h2>\n<p>Das Konzentrationslager Auschwitz in der N\u00e4he Krakaus in Polen wird im Mai 1940 errichtet. Im Oktober 1941 wird in 3 Kilometer Entfernung dieses Lagers Auschwitz-Birkenau errichtet. (Benannt nach einem kleinen, in der Zwischenzeit ger\u00e4umten Dorf Brzezinka \u2013 deutsch: Birkenau bzw. auch Auschwitz II genannt.) Die ersten H\u00e4ftlinge, die in Auschwitz eintreffen, stammen haupts\u00e4chlich aus dem polnischen Widerstand und werden zur Zwangsarbeit eingesetzt. Ab September 1941 werden in Auschwitz I und ab M\u00e4rz 1942 auch in Auschwitz II systematisch Menschen vergast. Insgesamt werden 40 Au\u00dfenlager errichtet, das gr\u00f6\u00dfte und bekannteste davon ist Auschwitz I. G. Farben (auch Auschwitz Monowitz bzw. Auschwitz III). In Auschwitz und seinen Au\u00dfenlagern werden \u00fcber 1 Million Menschen ermordet, v. a. Juden, Sinti und Roma sowie Polen.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn59\" name=\"_ednref59\">[59]<\/a><\/p>\n<p>In Auschwitz Birkenau liegt der Fu\u00dfballplatz direkt neben dem Krematorium. Die SS spielt gegen H\u00e4ftlinge des Sonderkommandos, die f\u00fcr den Transport der Leichen zust\u00e4ndig sind.<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Die Zuschauer erregten sich, lachten und schrieen wie auf jedem anderen Sportplatz der Welt [\u2026], w\u00e4hrend in unmittelbarer N\u00e4he der entsetzliche Alltag des Konzentrationslagers weiterging.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn60\" name=\"_ednref60\">[60]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Daneben wird im &#8222;Zigeunerlager&#8220; in Auschwitz Ball gespielt. Kurt Hartmann, SS Rapportf\u00fchrer, sucht Fu\u00dfballspieler. Der ehemalige Profispieler Walter Stanoski Winter und einige Vereinsspieler melden sich zum Spiel. Trainiert werden Hartmanns Spieler von Winter. Winter:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Einmal waren wir am Spielen, ein paar Juden guckten zu. Es gab n\u00e4mlich einige j\u00fcdische Handwerker bei uns im Lager, in einem gesonderten Block. Da sagt einer von ihnen: &#8218;Ich kann auch Fu\u00dfball spielen.&#8216; So ein kleiner Mensch, vielleicht 1,65, 1,68 Meter gro\u00df, er hatte ein bisschen O-Beine. Na, wir haben trainiert und der Mann war super.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn61\" name=\"_ednref61\">[61]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Der Journalist Roger Repplinger schildert das erste Spiel dieser Mannschaft im Lager Auschwitz:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Beim ersten Spiel also trifft das &#8218;Auschwitz-Stammlager&#8216; auf die mit einem j\u00fcdischen Rechtsau\u00dfen verst\u00e4rkte Elf der Sinti. An diesem Tag schieben nur wenige SS-M\u00e4nner in den Lagern des KZ Auschwitz Dienst, alle anderen schauen beim Spiel zu. Der Zaun steht ausnahmsweise nicht unter Strom. So lehnen die Lagerinsassen daran und stehen auf den D\u00e4chern der Blocks und beobachten das Spielgeschehen. Die Sintis schie\u00dfen das erste Tor. Winter hat Angst: &#8218;Jetzt bricht die H\u00f6lle los!&#8216;<\/em><br \/>\n<em>Die SS M\u00e4nner des Stammlagers Auschwitz und die des Lagers Birkenau sind verfeindet. Nach dem Tor schie\u00dft die Birkenauer SS. Mal nicht auf Sinti, sondern vor Freude in die Luft. In der zweiten Halbzeit machen die Sinti das 2:0. Winter denkt: &#8218;Junge, Junge, wenn du nur hier wieder heil herauskommst!&#8220; Nach dem Spiel geraten sich die SS-Leute in die Haare. Beschimpfen und sto\u00dfen sich. Am Ende gewinnen die Sinti mit 2:1. [\u2026]&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn62\" name=\"_ednref62\">[62]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Auch Igor Fischer, \u00f6sterreichischer Fu\u00dfballprofi, ist in Auschwitz inhaftiert und stellt einige Fu\u00dfballmannschaften zusammen, die er als Spielertrainer auch trainiert. Nach seinen Angaben wird dies von der SS angeordnet. Er berichtet von der Gefahr, die Spiele mit Wachmannschaften oder gegen SS-Angeh\u00f6rige in sich bergen:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;\u2026denn der Gegner da auf dem Fu\u00dfballfeld war ein ganz spezieller: er konnte dich auch umbringen. Nicht gleich am Fu\u00dfballplatz, aber sp\u00e4ter!&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn63\" name=\"_ednref63\">[63]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Fu\u00dfballausr\u00fcstung in Auschwitz wird im Lager organisiert. Zimmerer bauen die Tore. Die Trikots werden aus den Kleidern von ermordeten Juden in der Schneiderei gen\u00e4ht. Sattler sind f\u00fcr die B\u00e4lle zust\u00e4ndig, die aus Lederabf\u00e4llen gefertigt werden. Die Duldung des Fu\u00dfballspiels im Lager hat f\u00fcr das NS-Regime durchaus auch propagandistische Gr\u00fcnde. Repplinger:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Sonntags, wenn die Bewohner der ringsum liegenden D\u00f6rfer am KZ Neuengamme vorbeispazieren, sehen sie die H\u00e4ftlinge beim Fu\u00dfball. &#8218;Kann so schlimm nicht sein im KZ&#8216;, denken sie und vergessen die stinkenden, dicken Rauchwolken, die in der Woche aus dem Kamin des Krematoriums kommen.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn64\" name=\"_ednref64\">[64]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<h2><a name=\"_Toc183243692\"><\/a><a name=\"_Toc182541679\"><\/a><a name=\"_Toc182378975\"><\/a><a name=\"_Toc182299392\"><\/a><a name=\"_Toc185131848\"><\/a>2.10&nbsp; Fu\u00dfball im Ghetto Theresienstadt<\/h2>\n<p>In der kleinen Festung von Theresienstadt, nordwestlich von Prag, im heutigen Tschechien gelegen, wird 1940 von der Gestapo ein Gef\u00e4ngnis eingerichtet. Die Festung dient w\u00e4hrend der NS-Zeit als Ghetto f\u00fcr 140.000 J\u00fcdinnen und Juden. Theresienstadt dient als Durchzugsstation in eines der Vernichtungslager Treblinka, Auschwitz und Maly Trostinec. Die Bedingungen im Lager sind denkbar schlecht.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn65\" name=\"_ednref65\">[65]<\/a> Fast 90.000 Menschen werden von Theresienstadt in die Vernichtungslager deportiert. In Theresienstadt werden zahlreiche K\u00fcnstler, Schriftsteller und Wissenschafter inhaftiert. Musik-, Theater- und Sportveranstaltungen finden darum regelm\u00e4\u00dfig statt. Das wird von den Nationalsozialisten zu Propagandazwecken genutzt.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn66\" name=\"_ednref66\">[66]<\/a><\/p>\n<p>Auch in Theresienstadt wird ab 1942 Fu\u00dfball gespielt, wobei dies verglichen mit den weiteren Konzentrationslagern etwas Einmaliges ist. Das Lager wird f\u00fcr Propagandazwecke als Musterghetto inszeniert. 1943 wird die &#8222;Fachgruppe Fu\u00dfball&#8220; eingerichtet, deren Organisation auf jener von &#8222;\u00fcblichen Sportorganisationen \u00e4hnliche(r) Basis&#8220; beruht, mit Statuten ausgestattet und &#8222;sp\u00e4ter als Muster zur Organisation s\u00e4mtlicher Sportzweige in Theresienstadt angewandt&#8220; wird.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn67\" name=\"_ednref67\">[67]<\/a> Fu\u00dfball wird in drei Ligen samt Pokalwettbewerb gespielt. Der Historiker Hans G\u00fcnter Adler liefert erste Hinweise, dass es organisierten Fu\u00dfball im Lager gibt. Adler, selbst in Theresienstadt und Buchenwald interniert, ver\u00f6ffentlicht 1958 in seinem Buch &#8222;Die verheimlichte Wahrheit, Theresienst\u00e4dter Dokumente&#8220; Resultate dieser Liga: &#8222;Kleiderkammer \u2013 Elektriker 5:1, G\u00e4rtner \u2013 K\u00f6che 2:0, Jugendf\u00fcrsorge \u2013 Ghettowache 2:3&#8220;.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn68\" name=\"_ednref68\">[68]<\/a> Auch in Adlers zweitem Werk, &#8222;Theresienstadt 1941-1945: Das Antlitz einer Zwangsgemeinschaft&#8220;, finden sich Hinweise auf regelm\u00e4\u00dfige Spiele im Lager. Adler:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Nach M\u00f6glichkeit wurde Sport getrieben, die Jugend voran. Fu\u00dfball war am meisten beliebt und wurde zun\u00e4chst im Hofe von H V gespielt. Dieser Platz, wie auch sp\u00e4ter einer auf dem &#8218;S\u00fcdberg&#8216;, erm\u00f6glichte nur Spiele mit Mannschaften von sieben Spielern. Man veranstaltete sogar eine &#8218;Theresienst\u00e4dter Fu\u00dfball-Liga&#8216; mit Preisen. Die Ergebnisse wurden durch Anschlag mit Tabellen mitgeteilt. Neben Mannschaften nach alter Klubzugeh\u00f6rigkeit und nach Herkunftsl\u00e4ndern traten Berufsgruppen auf, z.B. GW, Elektriker, G\u00e4rtner, Jugendf\u00fcrsorge, Kleiderkammer, K\u00f6che, Fleischer&#8220; [\u2026]<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn69\" name=\"_ednref69\">[69]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Erstmals ausf\u00fchrlich erforscht wird das Thema Fu\u00dfball in Theresienstadt von Nicola Schlichting. Die Historikerin aus Hannover recherchiert f\u00fcr das Jahrbuch des N\u00fcrnberger Institutes f\u00fcr NS-Forschung und j\u00fcdische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 2006 erscheint ihr Beitrag &#8222;Kleiderkammer schl\u00e4gt G\u00e4rtner 9:3&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn70\" name=\"_ednref70\">[70]<\/a><\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;\u2026Fu\u00dfball in Theresienstadt war, so Schlichting, ein Sonderfall. Nur hier gab es einen regelm\u00e4\u00dfigen Ligabetrieb. Ab Sommer 1943 organisierte eine aus H\u00e4ftlingen formierte &#8218;Fachgruppe Fu\u00dfball&#8216; Begegnungen in drei Spielklassen: Liga, Division A, Division B. Es gab eine Auf- und Abstiegsregelung. Pokalwettbewerbe mit Setzlisten sowie eine Schiedsrichterkommission. Einige Mannschaften lie\u00dfen sich vom Fu\u00dfball drau\u00dfen inspirieren, eine hie\u00df &#8218;Fortuna K\u00f6ln&#8216;. Die Zahl der Kicker \u2013 sieben gegen sieben, wegen der geringen Gr\u00f6\u00dfe der Spielfelder \u2013 und die Spieldauer \u2013 zweimal 35 Minuten \u2013 wichen vom gew\u00f6hnlichen Fu\u00dfball ab\u2026&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn71\" name=\"_ednref71\">[71]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<h2><a name=\"_Toc182541680\"><\/a><a name=\"_Toc182378976\"><\/a><a name=\"_Toc182299393\"><\/a><a name=\"_Toc185131849\"><\/a><a name=\"_Toc183243693\"><\/a>2.11&nbsp; Fu\u00dfball in Dachau<\/h2>\n<p>Das Konzentrationslager Dachau, N\u00e4he M\u00fcnchen, wird bereits 1933 errichtet und ist eines der ersten Konzentrationslager der SS.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn72\" name=\"_ednref72\">[72]<\/a> Kommandant Theodor Eicke, der sp\u00e4ter als &#8222;Inspekteur&#8220; alle KZs befehligte, wird als Kommandant eingesetzt und gibt eine Lagerordnung vor, die in der Folge von den weiteren Konzentrationslagern \u00fcbernommen wird. In Dachau und seinen rund 200 Au\u00dfenlagern werden insgesamt ca. 200.000 Menschen inhaftiert. Zu Beginn sind es meist politische H\u00e4ftlinge und &#8222;Asoziale&#8220;, darunter Roma und Sinti, die aus rassischen Gr\u00fcnden als &#8222;asozial&#8220; gelten. Am Ende des Krieges fungiert Dachau auch als &#8222;Auffanglager&#8220;, da viele politisch Verfolgte aus dem Osten auf den Todesm\u00e4rschen nach Westen hier untergebracht werden. Am 29. April 1945 wird das Konzentrationslager Dachau von amerikanischen Truppen befreit.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn73\" name=\"_ednref73\">[73]<\/a><\/p>\n<p>Im KZ Dachau wird erst ab der zweiten Jahresh\u00e4lfte 1943 Fu\u00dfball gespielt. Zeitzeuge Franz Br\u00fcckl (als damaliger Rot-Kreuz-Helfer von 1940 bis 1945 in Dachau inhaftiert) erinnert sich, dass an Sonn- und Feiertagen auf dem Appellplatz gespielt wird. Zu Beginn stehen Block gegen Blockmannschaften einander gegen\u00fcber, sp\u00e4ter werden die Spiele zwischen Nationen ausgetragen.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn74\" name=\"_ednref74\">[74]<\/a><\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Juden waren von Beginn an ausgeschlossen. Denen wurde nichts erlaubt, was Spa\u00df machen k\u00f6nnte.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn75\" name=\"_ednref75\">[75]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Br\u00fcckl berichtet auch von einem Spiel zwischen den Inhaftierten und dem Wachpersonal \u2013 wahrscheinlich im Fr\u00fchjahr 1944 -, das bei den H\u00e4ftlingen zuerst gro\u00dfe Zur\u00fcckhaltung ausl\u00f6st: sie wissen nicht, wie die SS z. B. auf Fouls reagieren wird.<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Doch das Spiel war ganz normal und fair. [\u2026] Am Ende hatten sie (Anm.: die H\u00e4ftlinge) 21:0 gegen das Wachpersonal gewonnen. Ein Spiel dieser Art wurde nicht wiederholt.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn76\" name=\"_ednref76\">[76]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Auch der Tscheche Stanilav Zamecnik, er ist zwischen 1941 und 1945 in Dachau interniert, beschreibt in seinem Buch &#8222;Das war Dachau&#8220; den grundlegenden Wandel im Lager ab Fr\u00fchjahr 1943. Das Leben f\u00fcr arbeitsf\u00e4hige H\u00e4ftlinge \u00e4ndert sich dadurch stark. Der neue Schutzhaftlagerf\u00fchrer gestattet ab April 1943 auch das Fu\u00dfballspielen auf dem Appellplatz.. Zamecnik:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;&#8230;Es entstanden Mannschaften, die sich zumeist nach Nationalit\u00e4ten zusammensetzten, in einigen F\u00e4llen unter der Schirmherrschaft einflussreicher Kommandos. Die Mannschaft &#8218;Die K\u00fcche&#8216; war eine internationale Elf, die sich aus einem Tschechen, einem Russen, drei Polen und f\u00fcnf Luxemburgern zusammensetzte. Dies waren hervorragende Fu\u00dfballspieler. Ihnen war es zu verdanken, dass &#8218;Die K\u00fcche&#8216; die beste Mannschaft war&#8230;&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn77\" name=\"_ednref77\">[77]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Daneben spielten jeden Sonntag Mannschaften aus Tschechien, Polen, Jugoslawien und Italien &#8222;internationale&#8220; Wettk\u00e4mpfe.<\/p>\n<h1><a name=\"_Toc185131850\"><\/a><a name=\"_Toc183243694\"><\/a>3&nbsp; Boxk\u00e4mpfe und andere Sportarten<\/h1>\n<p>Boxen ist im KZ Auschwitz die zweitbeliebteste Sportart. Viele Boxk\u00e4mpfe finden statt. Renommierte Sportler werden daf\u00fcr eingesetzt. Gewichtsklassen, wie man sie aus den traditionellen Boxk\u00e4mpfen kennt, gibt es nicht. Der Pole Kolczynski (genannt Kolka) \u2013 vor dem Krieg ist er Mitglied der polnischen Nationalstaffel &#8211; tritt gegen einen gewichtsm\u00e4\u00dfig und konditionell st\u00e4rkeren Deutschen an, den er trotzdem schl\u00e4gt, da er diesem boxtechnisch \u00fcberlegen ist.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn78\" name=\"_ednref78\">[78]<\/a> \u00c4hnlich ergeht es dem Polen Tadeusz Pietrzykowski, der den Kapo Walter in einem Boxkampf am 28. M\u00e4rz 1941 in der zweiten Runde so hart trifft, dass dieser freiwillig aufgibt. Er gewinnt weitere Boxk\u00e4mpfe gegen die Deutschen Meyer und Stein, der als Ex-Europameister und Deutscher Meister dem Polen trotz seiner Erfolge unterliegt.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn79\" name=\"_ednref79\">[79]<\/a><\/p>\n<p>Auch als Foltermethode bzw. Misshandlung von H\u00e4ftlingen wird Boxen verwendet. Die SS \u00fcbt Boxschl\u00e4ge an wehrlosen, gefesselten Gefangenen.<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn80\" name=\"_ednref80\">[80]<\/a><\/p>\n<p>Hans Marsalek, \u00fcber die Rolle des Boxkampfes im Lager Mauthausen:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;\u2026Als Boxer stellten sich wie in Mauthausen so in Gusen vor allem deutsche Kriminelle, einzelne Spanier und auch Polen in den Ring. Ein Faustkampf eines Spaniers oder eines Polen gegen einen Deutschen symbolisierte f\u00fcr viele den Kampf der unterdr\u00fcckten V\u00f6lker gegen die deutschen Faschisten, weil es in Mauthausen einem Ausl\u00e4nder nur im Boxring m\u00f6glich war, einen Deutschen niederzuschlagen, zu besiegen.&#8220;<a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn81\" name=\"_ednref81\">[81]<\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong>Willi Seifert, Plauen i. V., Inhaftierter im Konzentrationslager Buchenwald, erinnert sich:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;\u2026 Alle Sportarten waren jetzt vertreten, Fu\u00dfball, Handball, Faustball, Schlagball. So zog der Sport immer weitere Kreise in seinen Bann. Wenn im Anfang viele dagegen waren, dass Sport betrieben wurde, so konnte man jetzt sehen, dass er vielen eine Abwechslung brachte.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie in der Freiheit wurden auch in Buchenwald Serienspiele ausgetragen; es bildeten sich mehrere Mannschaften, die daran teilnahmen. Zeitweise spielten 12 Mannschaften, im Anfang auch eine Judenmannschaft, die aber sp\u00e4ter verboten wurde. Die meisten Mannschaften traten in tadelloser Kluft an, auch die Fu\u00dfballschuhe waren in Ordnung \u2013 man musste sich einfach wundern \u2013 wo kam dieses alles her.<\/em><\/p>\n<p><em>Als das Lager \u00fcbergef\u00fcllt wurde, musste der Sportplatz dem Bau neuer Baracken weichen. Trotzdem wurde nochmals ein Vorsto\u00df f\u00fcr einen neuen Sportplatz gemacht, der denn auch im Walde an der G\u00e4rtnerei entstand. Noch kurze Zeit wurde hier Sport getrieben, dann bezog die G\u00e4rtnerei den Platz, bes\u00e4te ihn, erntete nicht viel \u2013 doch den Sportplatz hatte man uns genommen.<\/em><\/p>\n<p><em>Schon in der Zeit des &#8222;organisierten&#8220; Sportes wurde auch noch nebenbei Sport getrieben, vor allem Ringtennis. Hier beteiligten sich Alt und Jung. Au\u00dferdem bestand eine Gruppe von Sportlern, die das Reck- und Barrenturnen pflegten (Raum Kinohalle). 1943 kam der Boxsport auf, und man muss sagen, dass er auf hoher Stufe stand. Die Boxk\u00e4mpfe wurden im Walde oder in der Kinohalle abgehalten, bis auch sie verboten wurden. Au\u00dferdem wurde der von den Tschechen schon fr\u00fcher ge\u00fcbte Volley-Ball bevorzugt und begeisterte die Massen. Zuletzt tauchte ein Spiel auf, das meistens von Ausl\u00e4ndern gespielt wurde, Korbball.&#8220; <a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_edn82\" name=\"_ednref82\"><strong>[82]<\/strong><\/a><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Abschlie\u00dfen sei festgestellt: Welche Form des Sports auch immer im Konzentrationslager ausge\u00fcbt wurde, ob als Belohnung, als Bestrafung, ob Ablenkung oder Bedrohung, klar ist, dass Sport von den H\u00e4ftlingen nie wirklich freiwillig betrieben wurde. Die Insassen in den Lagern konnten es sich nicht aussuchen. Sie wurden unter Zwang und f\u00fcr uns unvorstellbaren Bedingungen festgehalten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/padlet.com\/4p8926rwjd\/sport-in-konzentrationslagern-8yuwobui15gtyd3w\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier gehts zur wissenschaftlichen Arbeit von Carina Bauer &#8211; Q 11 vom Gymnasium Schrobenhausen (Deutschland)<\/a><\/p>\n<h1><a name=\"_Toc185131851\"><\/a><a name=\"_Toc183243707\"><\/a>4&nbsp; Quellen- und Literaturverzeichnis<\/h1>\n<p>Adler, Hans G\u00fcnter: &#8222;Die verheimlichte Wahrheit : Theresienst\u00e4dter Dokumente&#8220;, Verlag Mohr (Siebeck), T\u00fcbingen 1958<\/p>\n<p>Adler, Hans G\u00fcnter: &#8222;Theresienstadt 1941-1945 \u2013 Das Antlitz einer Zwangsgemeinschaft&#8220;, Verlag Wallstein, 2. Auflage 1960<\/p>\n<p>Bunzl, John (Hrsg.): Hoppauf Hakoah. J\u00fcdischer Sport in \u00d6sterreich. Von den Anf\u00e4ngen bis in die Gegenwart. Junius Verlag, Wien 1987<\/p>\n<p>Czech, Danuta: Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945, Rowohlt Verlag, Hamburg 1989<\/p>\n<p>Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstandes (D\u00d6W): Zeugenaussagen aus dem KZ-Buchenwald \u2013 &#8222;Freizeitgestaltung im KZ-Buchenwald&#8220;, Registernummer 1239 und 977<\/p>\n<p>Drexels, Joseph: &#8222;R\u00fcckkehr unerw\u00fcnscht, Reise nach Mauthausen&#8220;; Hg: Wilhelm Raimund Beyer, Deutscher Taschenbuchverlag, M\u00fcnchen 1980<\/p>\n<p>Drobisch, K.\/Wieland G.: System der NS-Konzentrationslager 1933 \u2013 1939, Akademie Verlag, Berlin 1993<\/p>\n<p>Fischer, Gerhard\/Lindner Ulrich: &#8222;St\u00fcrmer f\u00fcr Hitler. Vom Zusammenspiel zwischen Fu\u00dfball und Nationalsozialismus&#8220;, Verlag Die Werkstatt, G\u00f6ttingen 2002<\/p>\n<p>Freund, Forian: &#8222;Arbeitslager Zement \u2013 Das Konzentrationslager Ebensee und die Raketenr\u00fcstung&#8220;; Hg: Verein Kritische Sozialwissenschaft, Verlag f\u00fcr Gesellschaftskritik, Wien 1989<\/p>\n<p>Hackett D. (Hrsg.): Der Buchenwald-Report, Bericht \u00fcber das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar, C. H. Beck&#8217;sche Verlagsbuchhandlung, M\u00fcnchen 1996<\/p>\n<p>Marsalek, Hans: &#8222;Die Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen&#8220;, Dokumentation, 3. Auflage; Hg: \u00d6sterreichische Lagergemeinschaft Mauthausen, Wien-Linz 1995<\/p>\n<p>Oschlies, Wolf: &#8222;Sport in Auschwitz&#8220;, <a href=\"http:\/\/www.shoa.de\/content\/view\/236\/46\/\">http:\/\/www.shoa.de\/content\/view\/236\/46\/<\/a> (heruntergeladen, 17.10.2007)<\/p>\n<p>Perz, Bertrand: Institut f\u00fcr Zeitgeschichte Wien. Spielbericht aus dem KZ-Mauthausen, Kopie vom 23.10.2007<\/p>\n<p>Pieper Werner (Hrsg.): Der Ball geh\u00f6rt uns allen, Der Gr\u00fcne Zweig 153, L\u00f6hrbach 1992<\/p>\n<p>Repplinger, Roger: &#8222;Das Tor zum Tod&#8220;, Bericht aus dem Fu\u00dfballmagazin &#8222;Rund&#8220;, Olympia Verlag, Hamburg, Ausgabe vom 15. Oktober 2006<\/p>\n<p>Schlichting, Nicola: &#8222;Kleiderkammer schl\u00e4gt G\u00e4rtner 9:3&#8220;, Fu\u00dfball in Theresienstadt, Beitrag in nurinst 2006, Beitr\u00e4ge zur deutschen und j\u00fcdischen Geschichte, Schwerpunktthema: Fu\u00dfball; Jahrbuch des N\u00fcrnberger Institutes f\u00fcr NS-Forschung und j\u00fcdische Geschichte des 20. Jahrhunderts, Hg: Jim G.Tobias\/Peter Zinke, ANTOGO Verlag, N\u00fcrnberg, 2006<\/p>\n<p>Schulze-Marmeling, Dietrich (Hrsg.): Davidstern und Lederball, Die Geschichte der Juden im deutschen und internationalen Fu\u00dfball, Verlag Die Werkstatt, G\u00f6ttingen 2003<\/p>\n<p>Springmann, Veronika: Aufsatz Sport als Praxis der Gewalt in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Eine Begriffsbestimmung, in: Wojtek Lenarzyrk, Andreas Mix, Johannes Schwartz und Veronika Springmann, KZ Verbrechen. Neue Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Konzentrationslager und ihrer Erinnerung, Berlin 2007<\/p>\n<p>Tobias, Jim G\/Zinke Peter (Hrsg.): nurinst 2006. Beitr\u00e4ge zur deutschen und j\u00fcdischen Geschichte, Schwerpunktthema: Fu\u00dfball; Jahrbuch des N\u00fcrnberger Institutes f\u00fcr NS-Forschung und j\u00fcdische Geschichte des 20. Jahrhunderts, ANTOGO Verlag, N\u00fcrnberg 2006<\/p>\n<p>Wippermann, Wolfgang: &#8222;Konzentrationslager. Geschichte, Nachgeschichte, Gedenken&#8220;, Elefanten Press, Berlin 1999<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zamecnik, Stanislav: \u201eDas war Dachau\u201c, Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2007<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref1\" name=\"_edn1\">[1]<\/a> Springmann, Veronika: Aufsatz Sport als Praxis der Gewalt in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Eine Begriffsbestimmung, in: Wojtek Lenarzyrk, Andreas Mix, Johannes Schwartz und Veronika Springmann, KZ Verbrechen. Neue Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Konzentrationslager und ihrer Erinnerung, Berlin 2007, S. 99<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref2\" name=\"_edn2\">[2]<\/a> Czech, Danuta: Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945, Rowohlt Verlag, Hamburg 1989, S. 366<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref3\" name=\"_edn3\">[3]<\/a> Fischer, Gerhard\/Lindner Ulrich: &#8222;St\u00fcrmer f\u00fcr Hitler. Vom Zusammenspiel zwischen Fu\u00dfball und Nationalsozialismus&#8220;, Verlag Die Werkstatt, G\u00f6ttingen 2002, S. 218.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref4\" name=\"_edn4\">[4]<\/a> Vgl. ebd S. 218.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref5\" name=\"_edn5\">[5]<\/a> Springmann, Veronika: Aufsatz Sport als Praxis der Gewalt in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Eine Begriffsbestimmung, in: Wojtek Lenarzyrk, Andreas Mix, Johannes Schwartz und Veronika Springmann, KZ Verbrechen. Neue Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Konzentrationslager und ihrer Erinnerung, Berlin 2007<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref6\" name=\"_edn6\">[6]<\/a> Oschlies, Wolf: &#8222;Sport in Auschwitz&#8220;, <a href=\"http:\/\/www.shoa.de\/content\/view\/236\/46\/\">http:\/\/www.shoa.de\/content\/view\/236\/46\/<\/a> (download: 17.10.2007)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref7\" name=\"_edn7\">[7]<\/a> ebd<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref8\" name=\"_edn8\">[8]<\/a> Repplinger, Roger: &#8222;Das Tor zum Tod&#8220;, Bericht aus dem Fu\u00dfballmagazin &#8222;Rund&#8220;, Hamburg, 15. Oktober 2006<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref9\" name=\"_edn9\">[9]<\/a> Wieslaw Kielar, Anus Mundi. F\u00fcnf Jahre Auschwitz, Frankfurt a.M. 1979, S. 21, in: Springmann, Veronika: Aufsatz Sport als Praxis der Gewalt in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Eine Begriffsbestimmung, in: Wojtek Lenarzyrk, Andreas Mix, Johannes Schwartz und Veronika Springmann, KZ Verbrechen. Neue Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Konzentrationslager und ihrer Erinnerung, Berlin 2007, S. 90<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref10\" name=\"_edn10\">[10]<\/a> Springmann, Veronika: Aufsatz Sport als Praxis der Gewalt in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Eine Begriffsbestimmung, in: Wojtek Lenarzyrk, Andreas Mix, Johannes Schwartz und Veronika Springmann, KZ Verbrechen. Neue Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Konzentrationslager und ihrer Erinnerung, Berlin 2007, S. 90<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref11\" name=\"_edn11\">[11]<\/a> ebd S. 91<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref12\" name=\"_edn12\">[12]<\/a> Friedrich Maase, in: Springmann, Veronika: Aufsatz Sport als Praxis der Gewalt in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Eine Begriffsbestimmung, in: Wojtek Lenarzyrk, Andreas Mix, Johannes Schwartz und Veronika Springmann, KZ Verbrechen. Neue Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Konzentrationslager und ihrer Erinnerung, Berlin 2007, S. 92 ff<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref13\" name=\"_edn13\">[13]<\/a> Drexels, Joseph: &#8222;R\u00fcckkehr unerw\u00fcnscht, Reise nach Mauthausen&#8220;; Hg: Wilhelm Raimund Beyer, Deutscher Taschenbuchverlag, M\u00fcnchen 1980<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref14\" name=\"_edn14\">[14]<\/a> Springmann, Veronika: Aufsatz Sport als Praxis der Gewalt in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Eine Begriffsbestimmung, in: Wojtek Lenarzyrk, Andreas Mix, Johannes Schwartz und Veronika Springmann, KZ Verbrechen. Neue Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Konzentrationslager und ihrer Erinnerung, Berlin 2007, S. 100<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref15\" name=\"_edn15\">[15]<\/a> Marsalek, Hans: &#8222;Die Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen&#8220;, Dokumentation, 3. Auflage, Hg: \u00d6sterreichische Lagergemeinschaft Mauthausen, Wien-Linz, 1995, S. 45<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref16\" name=\"_edn16\">[16]<\/a> Springmann, Veronika: Aufsatz Sport als Praxis der Gewalt in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Eine Begriffsbestimmung, in: Wojtek Lenarzyrk, Andreas Mix, Johannes Schwartz und Veronika Springmann, KZ Verbrechen. Neue Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Konzentrationslager und ihrer Erinnerung, Berlin 2007, S. 96<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref17\" name=\"_edn17\">[17]<\/a> Drobisch, K.\/Wieland G.: System der NS-Konzentrationslager 1933 \u2013 1939, Akademie Verlag, Berlin 1993; S. 106.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref18\" name=\"_edn18\">[18]<\/a> Vgl. ebd S. 106.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref19\" name=\"_edn19\">[19]<\/a> ebd S. 106.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref20\" name=\"_edn20\">[20]<\/a> Vgl. ebd S. 106.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref21\" name=\"_edn21\">[21]<\/a> ebd S. 205.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref22\" name=\"_edn22\">[22]<\/a> Vgl. Drobisch, K.\/Wieland G.: System der NS-Konzentrationslager 1933 \u2013 1939, Akademie Verlag, Berlin 1993; S. 205.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref23\" name=\"_edn23\">[23]<\/a> ebd S. 122.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref24\" name=\"_edn24\">[24]<\/a> ebd S. 210.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref25\" name=\"_edn25\">[25]<\/a> Vgl. ebd S. 210<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref26\" name=\"_edn26\">[26]<\/a> Konzentrationslager Oranienburg. Augenzeugenberichte aus dem Jahre 1933. Gerhart Seger, Reichstagsabgeordneter der SPD; Max Abraham, Prediger aus Ratenow, hrsg. Von Irene A. Diekmann\/Klaus H. Wettig, Berlin 2003, S. 74. zit. Nach: Schlichting, Nicola: &#8222;Kleiderkammer schl\u00e4gt G\u00e4rtner 9:3&#8220;, Fu\u00dfball in Theresienstadt, Beitrag in nurinst 2006, Beitr\u00e4ge zur deutschen und j\u00fcdischen Geschichte, Schwerpunktthema: Fu\u00dfball; Jahrbuch des N\u00fcrnberger Institutes f\u00fcr NS-Forschung und j\u00fcdische Geschichte des 20. Jahrhunderts, Hg: Jim G.Tobias\/Peter Zinke, ANTOGO Verlag, N\u00fcrnberg, 2006, S. 75.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref27\" name=\"_edn27\">[27]<\/a> Schulze-Marmeling, Dietrich (Hrsg.): Davidstern und Lederball, Die Geschichte der Juden im deutschen und internationalen Fu\u00dfball, Verlag Die Werkstatt, G\u00f6ttingen 2003. S. 249.<br \/>\nVgl. auch: Fischer, Gerhard\/Lindner Ulrich: &#8222;St\u00fcrmer f\u00fcr Hitler. Vom Zusammenspiel zwischen Fu\u00dfball und Nationalsozialismus&#8220;, Verlag Die Werkstatt, G\u00f6ttingen 2002, S. 141.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref28\" name=\"_edn28\">[28]<\/a> ebd.S. 249.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref29\" name=\"_edn29\">[29]<\/a> Vgl. Bunzl, John (Hrsg.): Hoppauf Hakoah. J\u00fcdischer Sport in \u00d6sterreich. Von den Anf\u00e4ngen bis in die Gegenwart. Junius Verlag, Wien 1987. Die Liste der ermordeten Hakoah-SportlerInnen umfasst 37 Namen und ist wahrscheinlich unvollst\u00e4ndig.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref30\" name=\"_edn30\">[30]<\/a> Vgl. Schlichting, Nicola: &#8222;Kleiderkammer schl\u00e4gt G\u00e4rtner 9:3&#8220;, Fu\u00dfball in Theresienstadt, Beitrag in nurinst 2006, Beitr\u00e4ge zur deutschen und j\u00fcdischen Geschichte, Schwerpunktthema: Fu\u00dfball; Jahrbuch des N\u00fcrnberger Institutes f\u00fcr NS-Forschung und j\u00fcdische Geschichte des 20. Jahrhunderts, Hg: Jim G.Tobias\/Peter Zinke, ANTOGO Verlag, N\u00fcrnberg, 2006, S 84<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref31\" name=\"_edn31\">[31]<\/a> ebd S 87<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref32\" name=\"_edn32\">[32]<\/a> Fred West: Z\u00fcge auf falschem Gleis, Wien 1996, S. 243. zit. nach Schulze-Marmeling, Dietrich (Hrsg.): Davidstern und Lederball, Die Geschichte der Juden im deutschen und internationalen Fu\u00dfball, Verlag Die Werkstatt, G\u00f6ttingen 2003. S. 250.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref33\" name=\"_edn33\">[33]<\/a> Fischer, Gerhard\/Lindner Ulrich: &#8222;St\u00fcrmer f\u00fcr Hitler. Vom Zusammenspiel zwischen Fu\u00dfball und Nationalsozialismus&#8220;, Verlag Die Werkstatt, G\u00f6ttingen 2002, S. 236.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref34\" name=\"_edn34\">[34]<\/a> Fischer, Gerhard\/Lindner Ulrich: &#8222;St\u00fcrmer f\u00fcr Hitler. Vom Zusammenspiel zwischen Fu\u00dfball und Nationalsozialismus&#8220;, Verlag Die Werkstatt, G\u00f6ttingen 2002, S. 237.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref35\" name=\"_edn35\">[35]<\/a> ebd S. 237.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref36\" name=\"_edn36\">[36]<\/a> ebd S. 238.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref37\" name=\"_edn37\">[37]<\/a> Vgl. Pieper Werner (Hrsg.): Der Ball geh\u00f6rt uns allen, Der Gr\u00fcne Zweig 153, L\u00f6hrbach 1992. S. 175.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref38\" name=\"_edn38\">[38]<\/a> Martens, Rene: Bericht aus dem Fu\u00dfballmagazin &#8222;Rund&#8220;, Olympia Verlag, Hamburg, 15. Oktober 2006, S 103<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref39\" name=\"_edn39\">[39]<\/a> Repplinger, Roger: &#8222;Das Tor zum Tod&#8220;, Bericht aus dem Fu\u00dfballmagazin &#8222;Rund&#8220;, Olympia Verlag, Hamburg, 15. Oktober 2006, S 100 ff<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref40\" name=\"_edn40\">[40]<\/a> Vgl. Repplinger, Roger: &#8222;Das Tor zum Tod&#8220;, Bericht aus dem Fu\u00dfballmagazin &#8222;Rund&#8220;, Olympia Verlag, Hamburg, 15. Oktober 2006, S 100 ff<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref41\" name=\"_edn41\">[41]<\/a> Vgl. <a href=\"http:\/\/www.ghetto-theresienstadt.info\/pages\/d\/dokumentarfilm.htm\">http:\/\/www.ghetto-theresienstadt.info\/pages\/d\/dokumentarfilm.htm<\/a> (download: 8.11.2007)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref42\" name=\"_edn42\">[42]<\/a> Vgl. Wippermann, Wolfgang: &#8222;Konzentrationslager. Geschichte, Nachgeschichte, Gedenken&#8220;, Elefanten Press, Berlin 1999<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref43\" name=\"_edn43\">[43]<\/a> Zeugenaussagen aus dem KZ-Buchenwald: &#8222;Freizeitgestaltung im KZ-Buchenwald&#8220;, Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstandes, Registernummer 1239 und 977<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref44\" name=\"_edn44\">[44]<\/a> ebd<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref45\" name=\"_edn45\">[45]<\/a> ebd<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref46\" name=\"_edn46\">[46]<\/a> Zeugenaussagen aus dem KZ-Buchenwald: &#8222;Freizeitgestaltung im KZ-Buchenwald&#8220;, Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstandes, Registernummer 1239 und 977<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref47\" name=\"_edn47\">[47]<\/a> Hackett D. (Hrsg.): Der Buchenwald-Report, Bericht \u00fcber das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar, C. H. Beck&#8217;sche Verlagsbuchhandlung, M\u00fcnchen 1996<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref48\" name=\"_edn48\">[48]<\/a> Vgl. Wippermann, Wolfgang: &#8222;Konzentrationslager. Geschichte, Nachgeschichte, Gedenken&#8220;, Elefanten Press, Berlin 1999. S. 152.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref49\" name=\"_edn49\">[49]<\/a> Marsalek, Hans: &#8222;Die Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen&#8220;, Dokumentation, 3. Auflage, Hg: \u00d6sterreichische Lagergemeinschaft Mauthausen, Wien-Linz, 1995, S. 47<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref50\" name=\"_edn50\">[50]<\/a> Perz, Bertrand: Institut f\u00fcr Zeitgeschichte Wien. Spielbericht aus dem KZ-Mauthausen, Kopie vom 23.10.2007, S. 1<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref51\" name=\"_edn51\">[51]<\/a> Perz, Bertrand: Institut f\u00fcr Zeitgeschichte Wien. Spielbericht aus dem KZ-Mauthausen, Kopie vom 23.10.2007, S. 4<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref52\" name=\"_edn52\">[52]<\/a> ebd S. 6<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref53\" name=\"_edn53\">[53]<\/a> ebd S. 7 ff<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref54\" name=\"_edn54\">[54]<\/a> Freund, Florian: &#8222;Arbeitslager Zement \u2013 Das Konzentrationslager Ebensee und die Raketenr\u00fcstung&#8220;; Hg: Verein Kritische Sozialwissenschaft, Verlag f\u00fcr Gesellschaftskritik, Wien 1989, S. 234<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref55\" name=\"_edn55\">[55]<\/a> Vgl. Wippermann, Wolfgang: &#8222;Konzentrationslager. Geschichte, Nachgeschichte, Gedenken&#8220;, Elefanten Press, Berlin 1999. S.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref56\" name=\"_edn56\">[56]<\/a> Odd Nansen, Von Tag zu Tag. Ein Tagebuch, Hamburg 1949, zit. nach: Pieper Werner (Hrsg.): Der Ball geh\u00f6rt uns allen, Der Gr\u00fcne Zweig 153, L\u00f6hrbach 1992. S. 175.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref57\" name=\"_edn57\">[57]<\/a> Repplinger, Roger: &#8222;Das Tor zum Tod&#8220;, Bericht aus dem Fu\u00dfballmagazin &#8222;Rund&#8220;, Olympia Verlag, Hamburg, 15. Oktober 2006, S 100 ff<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref58\" name=\"_edn58\">[58]<\/a> Repplinger, Roger: &#8222;Das Tor zum Tod&#8220;, Bericht aus dem Fu\u00dfballmagazin &#8222;Rund&#8220;, Olympia Verlag, Hamburg, 15. Oktober 2006, S 100 ff.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref59\" name=\"_edn59\">[59]<\/a> Vgl. Wippermann, Wolfgang: &#8222;Konzentrationslager. Geschichte, Nachgeschichte, Gedenken&#8220;, Elefanten Press, Berlin 1999<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref60\" name=\"_edn60\">[60]<\/a> Schlichting, Nicola: &#8222;Kleiderkammer schl\u00e4gt G\u00e4rtner 9:3&#8220;, Fu\u00dfball in Theresienstadt, Beitrag in nurinst 2006, Beitr\u00e4ge zur deutschen und j\u00fcdischen Geschichte, Schwerpunktthema: Fu\u00dfball; Jahrbuch des N\u00fcrnberger Institutes f\u00fcr NS-Forschung und j\u00fcdische Geschichte des 20. Jahrhunderts, Hg: Jim G.Tobias\/Peter Zinke, ANTOGO Verlag, N\u00fcrnberg, 2006, S 75.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref61\" name=\"_edn61\">[61]<\/a> Repplinger, Roger: &#8222;Das Tor zum Tod&#8220;, Bericht aus dem Fu\u00dfballmagazin &#8222;Rund&#8220;, Olympia Verlag, Hamburg, 15. Oktober 2006, S 100 ff.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref62\" name=\"_edn62\">[62]<\/a> ebd S 100 ff.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref63\" name=\"_edn63\">[63]<\/a> Fischer, Gerhard\/Lindner Ulrich: &#8222;St\u00fcrmer f\u00fcr Hitler. Vom Zusammenspiel zwischen Fu\u00dfball und Nationalsozialismus&#8220;, Verlag Die Werkstatt, G\u00f6ttingen 2002, S. 218.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref64\" name=\"_edn64\">[64]<\/a> Repplinger, Roger: &#8222;Das Tor zum Tod&#8220;, Bericht aus dem Fu\u00dfballmagazin &#8222;Rund&#8220;, Olympia Verlag, Hamburg, 15. Oktober 2006, S 100 ff<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref65\" name=\"_edn65\">[65]<\/a> Vgl Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstandes, &#8222;Deportationen nach Theresienstadt&#8220;, <a href=\"http:\/\/de.doew.braintrust.at\/m17sm148.html\">http:\/\/de.doew.braintrust.at\/m17sm148.html<\/a> (download: 8.11.2007)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref66\" name=\"_edn66\">[66]<\/a> Vgl. Schlichting, Nicola: &#8222;Kleiderkammer schl\u00e4gt G\u00e4rtner 9:3&#8220;, Fu\u00dfball in Theresienstadt, Beitrag in nurinst 2006, Beitr\u00e4ge zur deutschen und j\u00fcdischen Geschichte, Schwerpunktthema: Fu\u00dfball; Jahrbuch des N\u00fcrnberger Institutes f\u00fcr NS-Forschung und j\u00fcdische Geschichte des 20. Jahrhunderts, Hg: Jim G.Tobias\/Peter Zinke, ANTOGO Verlag, N\u00fcrnberg, 2006, S. 79.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref67\" name=\"_edn67\">[67]<\/a> ebd S. 81.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref68\" name=\"_edn68\">[68]<\/a> Martens, Rene: Bericht aus dem Fu\u00dfballmagazin &#8222;Rund&#8220;, Olympia Verlag, Hamburg, 15. Oktober 2006, S 103<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref69\" name=\"_edn69\">[69]<\/a> Adler, H.G.: &#8222;Theresienstadt 1941-1945 \u2013 Das Antlitz einer Zwangsgemeinschaft&#8220;, Verlag Wallstein, 2. Auflage 1960, S. 604<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref70\" name=\"_edn70\">[70]<\/a> Schlichting, Nicola: &#8222;Kleiderkammer schl\u00e4gt G\u00e4rtner 9:3&#8220;, Fu\u00dfball in Theresienstadt, Beitrag in nurinst 2006, Beitr\u00e4ge zur deutschen und j\u00fcdischen Geschichte, Schwerpunktthema: Fu\u00dfball; Jahrbuch des N\u00fcrnberger Institutes f\u00fcr NS-Forschung und j\u00fcdische Geschichte des 20. Jahrhunderts, Hg: Jim G.Tobias\/Peter Zinke, ANTOGO Verlag, N\u00fcrnberg, 2006, S 73 ff<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref71\" name=\"_edn71\">[71]<\/a> Martens, Rene: Bericht aus dem Fu\u00dfballmagazin &#8222;Rund&#8220;, Olympia Verlag, Hamburg, 15. Oktober 2006, S 103<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref72\" name=\"_edn72\">[72]<\/a> Die KZs der SA wurden im Zuge des angeblichen R\u00f6hm-Putsches 1934 der SS unterstellt. Die Verb\u00e4nde der SS, die KZs bewachten, wurden aus der Allgemeinen SS ausgegliedert und seit 1936 als &#8222;SS Totenkopfverb\u00e4nde&#8220; bezeichnet. Vgl. Wippermann, Wolfgang: &#8222;Konzentrationslager. Geschichte, Nachgeschichte, Gedenken&#8220;, Elefanten Press, Berlin 1999<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref73\" name=\"_edn73\">[73]<\/a> Vgl. Wippermann, Wolfgang: &#8222;Konzentrationslager. Geschichte, Nachgeschichte, Gedenken&#8220;, Elefanten Press, Berlin 1999. S.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref74\" name=\"_edn74\">[74]<\/a> Vgl. Fischer, Gerhard\/Lindner Ulrich: &#8222;St\u00fcrmer f\u00fcr Hitler. Vom Zusammenspiel zwischen Fu\u00dfball und Nationalsozialismus&#8220;, Verlag Die Werkstatt, G\u00f6ttingen 2002, S. 219<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref75\" name=\"_edn75\">[75]<\/a> ebd 219<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref76\" name=\"_edn76\">[76]<\/a> ebd 218<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref77\" name=\"_edn77\">[77]<\/a> Zamecnik, Stanislav: \u201eDas war Dachau\u201c, Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2007, S. 260<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref78\" name=\"_edn78\">[78]<\/a> Oschlies, Wolf: &#8222;Sport in Auschwitz&#8220;, <a href=\"http:\/\/www.shoa.de\/content\/view\/236\/46\/\">http:\/\/www.shoa.de\/content\/view\/236\/46\/<\/a> (download: 17.10.2007)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref79\" name=\"_edn79\">[79]<\/a> ebd<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref80\" name=\"_edn80\">[80]<\/a> ebd<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref81\" name=\"_edn81\">[81]<\/a> Marsalek, Hans: &#8222;Die Geschichte des Konzentrationslagers Mauthausen&#8220;, Dokumentation, 3. Auflage, Hg: \u00d6sterreichische Lagergemeinschaft Mauthausen, Wien-Linz, 1995, S. 47<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/zeit-geschichte.com\/index.php\/easyblog#_ednref82\" name=\"_edn82\">[82]<\/a> Hackett D. (Hrsg.): Der Buchenwald-Report, Bericht \u00fcber das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar, C. H. Beck&#8217;sche Verlagsbuchhandlung, M\u00fcnchen 1996<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/padlet.com\/4p8926rwjd\/sport-in-konzentrationslagern-8yuwobui15gtyd3w\">Hier gehts zur wissenschaftlichen Arbeit von Carina Bauer &#8211; Q11 vom Gymnasium Schrobenhausen (Deutschland)<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Sport&#8220; im Zusammenhang mit Konzentrationslagern klingt zynisch und verwirrend. &#8222;Sport&#8220; dient auch als sarkastische Umschreibung der SS-Mannschaft f\u00fcr die regelm\u00e4\u00dfige&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":968,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[24,4],"tags":[],"class_list":["post-22","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-weltkrieg2","category-zeit-geschichte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1426,"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22\/revisions\/1426"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/media\/968"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}