{"id":19,"date":"2016-03-07T15:47:23","date_gmt":"2016-03-07T14:47:23","guid":{"rendered":"https:\/\/agt.624.mytemp.website\/rlwp\/?p=19"},"modified":"2025-02-28T11:42:55","modified_gmt":"2025-02-28T10:42:55","slug":"der-waehringer-juedische-friedhof-in-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/2016\/03\/07\/der-waehringer-juedische-friedhof-in-wien\/","title":{"rendered":"Der W\u00e4hringer J\u00fcdische Friedhof in Wien"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>(c) Rudolf Leo: Auf dem gesamten Areal des W\u00e4hringer Parks in Wien befindet sich urspr\u00fcnglich der Ortsfriedhof von W\u00e4hring. Der Bereich f\u00fcr den j\u00fcdischen Friedhof in W\u00e4hring wird 1784 von der j\u00fcdischen Gemeinde in Wien angekauft und beinhaltet auch das Gebiet, wo heute der &#8222;Schnitzlerhof&#8220; steht.<\/strong><\/em> <!--more--><\/p>\n<h3>Geschichte<\/h3>\n<p>Nach Schlie\u00dfung aller innerhalb der Linien gelegenen Friedh\u00f6fe unter Josef II. m\u00fcssen auch die Juden einen Friedhof au\u00dferhalb der Linien errichten. Zu diesem Zwecke kauft die j\u00fcdische Kultusgemeinde 1784 ein Grundst\u00fcck neben dem katholischen W\u00e4hringer Friedhof. Der am Beginn der heutigen D\u00f6blinger Hauptstra\u00dfe gelegene Friedhof wird noch im selben Jahr er\u00f6ffnet und 1835 bzw. 1857 erweitert. Obwohl am 4.3.1879 die Sperre beschlossen wird (ab 5.3.1879 erfolgen die Bestattungen auf der am 19.10.1877 \u00fcbergebenen Abteilung auf dem Zentralfriedhof), durften Gr\u00fcfte noch bis 1884 belegt werden. Rund 30.000 j\u00fcdische Menschen, so Tina Walzer, sind auf dem W\u00e4hringer Friedhof bestattet. Der christliche Teil des Friedhofes wird auf den Wiener Zentralfriedhof verlegt und in einen Park umgewandelt. Der j\u00fcdische Friedhof kann allerdings nicht verlegt werden. Martha Keil, stellvertretende Direktorin des Institutes f\u00fcr Geschichte der Juden in \u00d6sterreich: &#8222;Nach j\u00fcdischem Religionsgesetz kann jedoch eine Umwidmung nicht so einfach erfolgen: Der Grabstein ist ewiges Eigentum des Toten, seine Entfernung verletzt den Totenfrieden und j\u00fcdisches Recht.&#8220; Auf dem Friedhof der j\u00fcdischen Gemeinde liegen alle soziale Gruppen nebeneinander begraben: Gr\u00fcnder der Wiener Kultusgemeinde, Industrielle, Intellektuelle, K\u00fcnstler wie Handwerker und einfache Arbeiter. Am 26. November 1891 beschlie\u00dft der der Wiener Gemeinderat die Auflassung des Friedhofs, kann sich aber mit der IKG nicht einigen. Der Stadtrat entscheidet deshalb am 30. Mai 1893, von weiteren Schritten Abstand zu nehmen. Auch die Israelitische Kultusgemeinde (IGK) \u00fcberlegt 1903 eine Umgestaltung in einen \u00f6ffentlichen Park. Wege werden angelegt, B\u00e4ume gepflanzt. Eine Umbettung der Toten oder die Verlegung von Grabsteinen erfolgt allerdings nicht. Der Friedhof bleibt in seiner Form bis in die 40er Jahre unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>1923 leben 201.513 Juden und J\u00fcdinnen in Wien. Damit ist Wien die drittgr\u00f6\u00dfte j\u00fcdische Gemeinde in Europa.<\/p>\n<p><strong>Der Friedhof in den 1930er Jahren<\/strong><\/p>\n<p>Eine Reportage der Wiener &#8222;Reichspost&#8220; vom 2. J\u00e4nner 1931 dokumentiert den Zustand des W\u00e4hringer Friedhofes in den fr\u00fchern 1930er Jahre. Unter dem Titel: &#8222;Der W\u00e4hringer israelitische Friedhof&#8220; erscheint der unter &#8222;M.A.&#8220; gezeichnete Artikel. Ausz\u00fcge:<\/p>\n<p>&#8222;Durch eine recht geheimnisvoll anmutende, inzwischen aber rasch aufgekl\u00e4rte Angelegenheit, den Fund von abgetrennten menschlichen Zehen im W\u00e4hringer israelitischen Friedhof, ist die allgemeine Aufmerksamkeit auf diese heute schon fast unbekannte, aber doch h\u00f6chst merkw\u00fcrdige Begr\u00e4bnisst\u00e4tte gelenkt worden, deren Entstehung in das 18. Jahrhundert zur\u00fcckreicht.<\/p>\n<p>[\u2026]<\/p>\n<p>Ein Besuch dieser alten Begr\u00e4bnisst\u00e4tte lohnt sich. Tiefe Stille umf\u00e4ngt den Eintretenden, nicht einmal der Stra\u00dfenl\u00e4rm scheint die hohen Mauern zu \u00fcberklettern. Allerlei gefiedertes Volk flattert erschreckt und f\u00f6rmlich ungehalten, in seiner Idylle gest\u00f6rt zu werden, auf. Alte m\u00e4chtige B\u00e4ume, echte Friedhofgew\u00e4chse wie Trauerweiden, Zypressen, Zedern, Buchs, aber auch Kastanien und sogar Nussb\u00e4ume beh\u00fcten den Gartenfrieden. Es ist schier unheimlich, als einziger Lebender unter so vielen Toten zu weilen.<\/p>\n<p>Der Friedhof ist in sch\u00f6nster Ordnung gehalten. Manch ein Grab ist noch wohl gepflegt und mit Blumen bepflanzt. Die meisten Gr\u00e4ber allerdings \u2013 mehr als ein halbes Jahrhundert ist seit der Auflassung des Friedhofes verflossen \u2013 sind schon vergessen. Viele Inschriften der Grabsteine, teils deutsch, teils hebr\u00e4isch, zum Teil auch in beiden Lettern gehalten, sind bereits verwittert und unleserlich. Die Grabsteine selbst sind zumeist denen der katholischen Friedh\u00f6fe \u00e4hnlich; abgebrochene S\u00e4ulen sind als Symbole geknickter Lebenshoffnung besonders zahlreich.<br \/>\n[\u2026]&#8220;<\/p>\n<p>Sieben Jahre sp\u00e4ter, nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in \u00d6sterreich, 1938, endet die Beschaulichkeit und Idylle auf dem W\u00e4hringer j\u00fcdischen Friedhof.<\/p>\n<p>1936 leben 176.034 Juden und J\u00fcdinnen in Wien.<\/p>\n<p><strong>J\u00fcdische Friedh\u00f6fe im NS-Staat<\/strong><\/p>\n<p>Das NS-Regime regelt und reglementiert das Leben der j\u00fcdischen BewohnerInnen in allen Lebenslagen. Diskriminierung, Entrechtung, Verfolgung und Vernichtung wird zentral aus Berlin gesteuert. Die Ruhest\u00e4tten der Juden und J\u00fcdinnen werden hingegen bis zum Ende des Krieges den Kommunen und Gemeinden \u00fcberlassen. Der deutsche Historiker Andreas Wirsching: &#8222;Offenkundig aber besa\u00df die Frage der j\u00fcdischen Friedh\u00f6fe f\u00fcr die Reichsregierung und die Parteif\u00fchrung keine obere Priorit\u00e4t.&#8220; Diesem Umstand ist zu verdanken, dass nicht alle j\u00fcdischen Friedh\u00f6fe w\u00e4hrend der NS-\u00c4ra endg\u00fcltig vernichtet werden. Zahlreiche Gemeinden und St\u00e4dte haben ein vitales Interesse an den Friedh\u00f6fen, liegen sie meist in wertvollem Bebauungsgebiet und w\u00e4ren ideal f\u00fcr die Bebauung. In Deutschland kann erst ab 1938 die Enteignung und Umwidmung j\u00fcdischen Eigentums in Angriff genommen werden. Mit der &#8222;Verordnung \u00fcber den Einsatz des j\u00fcdischen Verm\u00f6gens&#8220; vom 3. Dezember 1938 wird der Zwangsverkauf j\u00fcdischen Verm\u00f6gens erm\u00f6glicht. Im Paragraph 6 der Verordnung hei\u00dft es unmissverst\u00e4ndlich:<\/p>\n<p>&#8222;Einem Juden [\u2026] kann aufgegeben werden, [\u2026] sein sonstiges Grundeigentum oder andere Verm\u00f6gensteile ganz oder teilweise binnen einer Frist zu ver\u00e4u\u00dfern\u2026&#8220;<\/p>\n<p>Ab 1942 wird diese Verordnung systematisch f\u00fcr die &#8222;Arisierung&#8220; der j\u00fcdischen Friedh\u00f6fe im Deutschen Reich angewendet. Die Gemeinden erhalten damit eine Handhabe in den Besitz der j\u00fcdischen Ruhest\u00e4tten zu gelangen.<\/p>\n<p><strong>Der W\u00e4hringer Friedhof im NS-Staat<\/strong><\/p>\n<p>Ab 1938 wird der j\u00fcdische Friedhof in W\u00e4hring von den Nationalsozialisten als &#8222;Baustofflager&#8220; missbraucht. Grabsteine werden als Baumaterial verwendet. Auf dem Friedhof wird ein Materiallager errichtet. Im November 1938 kommt es im Zuge der Novemberpogrome auch zu Verw\u00fcstungen und Vandalenakte auf dem W\u00e4hringer Friedhof. Der Schaden wird 1953 von der Israelitischen Kultusgemeinde Wien mit 35.000 Schilling beziffert. Mitte August 1941, Monate vor dem Abschluss des Kaufvertrags im Februar 1942, beginnen Baggerarbeiten f\u00fcr die Errichtung eines Luftschutzraumes. Die deutsche Heeresverwaltung plant die Errichtung einer Bunkeranlage. Dieser Plan kann offenbar im Zuge des Krieges nicht mehr umgesetzt werden. Im J\u00e4nner 1942 berichtet Stadtk\u00e4mmerer Dr. Walter Hanke den Wiener Ratsherren, dass auf dem Areal des W\u00e4hringer Friedhofes &#8222;bereits mit der Erbauung eines Luftschutzbunkers begonnen wurde, der nach dem Kriege als Garage verwendet werden kann.&#8220; Schlie\u00dflich wird Wasser in das vorhandene Loch gef\u00fcllt und der L\u00f6schteich angelegt. Der Plan auf j\u00fcdischen Friedh\u00f6fen Luftschutzbunker zu errichten ist kein Einzelfall: Auch in Hamburg\/Altona wird zur selben Zeit in den Jahren 1941\/42 auf dem ehemaligen j\u00fcdischen Friedhof Ottensen ein Hochbunker der Nationalsozialisten errichtet.<\/p>\n<p>Am 31. Juli 1941 leben 43.811 Juden und J\u00fcdinnen in Wien.<\/p>\n<p><strong>Zerst\u00f6rung f\u00fcr Luftschutzbunker bzw. L\u00f6schteich<\/strong><\/p>\n<p>Rund 2000 Gr\u00e4ber des W\u00e4hringer Friedhofes fallen zwischen 14. Juli und 19. August 1941 den Bauarbeiten f\u00fcr den Luftschutzbunker bzw. L\u00f6schteich zum Opfer. Eine Fl\u00e4che von 2.500 m2 mit drei Metern Tiefe wird mit Baggern ausgehoben. Das Erdreich wird, so Tina Walzer, als Stra\u00dfenbaumaterial oder zur Bef\u00fcllung von Bombentrichtern unter anderem auch auf dem Areal des jetzigen Westbahnhofes verwendet. Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde unter Dr. Ernst Feldsberg bitten die Gestapo um Erlaubnis, die Knochen bei den Bauarbeiten einzusammeln und wiederbestatten zu d\u00fcrfen. Zeitzeuge Ernst Feldsberg (damals Pr\u00e4sident der Israelitischen Kultusgemeinde) erinnert sich:<\/p>\n<p>&#8222;Es war f\u00fcr mich, der ich damals Leiter der Friedh\u00f6fe war, eine selbstverst\u00e4ndliche j\u00fcdische Pflicht, ohne R\u00fccksicht auf meine pers\u00f6nliche Sicherheit mich zur Gestapo auf den Morzinplatz zu begeben, mit der Bitte, zuzustimmen, dass die gleichzeitig mit dem Erdreich ausgehobenen Gebeine unter den Fangarmen eingesammelt werden. Vier Personen [\u2026] haben durch zwei Wochen t\u00e4glich unter Lebensgefahr unter den Baggern die Knochen gesammelt und in bereitgestellte gro\u00dfe Kisten gelegt. Die sterblichen \u00dcberreste dieser 2.000 Toten wurden in einem Sammelgrab auf dem Zentralfriedhof, IV. Tor, Gruppe 22, bestattet\u2026&#8220;<\/p>\n<p>Dadurch gelingt es der Kultusgemeinde, einige bedeutende Pers\u00f6nlichkeiten vom W\u00e4hringer Friedhof auf den Zentralfriedhof umzubetten.<\/p>\n<p><strong>Enteignung durch die Stadt Wien<\/strong><\/p>\n<p>Am 8. J\u00e4nner 1942 beschlie\u00dfen die Ratsherren der Stadt Wien die Aufl\u00f6sung aller j\u00fcdischen Friedh\u00f6fe. Den Vorsitz dabei f\u00fchrt Philipp Wilhelm Jung. Der W\u00e4hringer Friedhof wird, so Martha Keil, durch Intervention des Beamten Robert Kraus vom Wiener Kulturamt in eine Gr\u00fcnanlage und ein angebliches Vogelschutzgebiet umgewidmet. Das stenographische Protokoll der Ratsherren vom 8. J\u00e4nner 1942 gibt Einblick, wie die Stadt Wien mit vorhanden j\u00fcdischen Friedh\u00f6fen umgeht. Berichterstatter Stadtk\u00e4mmerer Dr. Franz Hanke, er ist SA-Brigadef\u00fchrer:<\/p>\n<p>&#8222;Zur Regelung der Frage der j\u00fcdischen Friedh\u00f6fe in Wien ist mit der Israelitischen Kultusgemeinde mit Zustimmung der Aufsichtsbeh\u00f6rde f\u00fcr das Verm\u00f6gen der Kultusgemeinde die folgende Vereinbarung getroffen worden:<\/p>\n<p>Da die Angelegenheit auch einen politischen Einschlag hat, wurde Sie dem Stellvertretenden Gauleiter vorgelegt, dessen Ab\u00e4nderungsvorschlag in der Vereinbarung ber\u00fccksichtigt worden ist.<br \/>\n1.) Der alte W\u00e4hringer israelitische Friedhof zwischen der D\u00f6blinger Hauptstra\u00dfe und dem W\u00e4hringer Park liegt mitten im verbauten Gebiet, sein weiterer Bestand kann nicht l\u00e4nger geduldet werden. Der Kreis IX der NSDAP hat die Beseitigung dieses j\u00fcdischen Friedhofes verlangt.<\/p>\n<p>Die Israelitische Kultusgemeinde verlangte f\u00fcr diese Grundst\u00fccke einen Kaufpreis von 334.000 RM, w\u00e4hrend das st\u00e4dtische Sch\u00e4tzamt den Grund als im Parkschutzgebiet liegend mit 4 RM pro qm2, somit mit 96.220 RM bewertet.<\/p>\n<p>Nach mehrfachen Verhandlungen stimmte die Kultusgemeinde diesem Sch\u00e4tzpreis zu.<\/p>\n<p>Auf diesem Friedhof befinden sich ungef\u00e4hr 8000 Grabsteine. Die Kultusgemeinde sch\u00e4tzte den Wert der Grabsteine auf 450.000 RM \u2026[\u2026 Kopie unleserlich]<\/p>\n<p>Da nach Ansicht der Gemeindeverwaltung die Grabsteine aber nicht Eigentum der Kultusgemeinde sondern der Grabstellenbesitzer sind, wurde schlie\u00dflich vereinbart, da\u00df im Wege einer Kundmachung den Angeh\u00f6rigen der auf dem Friedhof Bestatteten die M\u00f6glichkeit geboten wird, innerhalb einer Frist von 3 Monaten auf ihre Kosten die Exhumierung der Leichen und die Abtragung und Wegschaffung der Grabsteine durchzuf\u00fchren, wobei die innerhalb dieser Frist nicht weggeschafften Grabsteine der Stadt Wien verbleiben. Da dieser Friedhof seit ungef\u00e4hr 60 Jahren nicht mehr belegt wurde, ist anzunehmen, da\u00df von der angegebenen M\u00f6glichkeit nur sehr wenig Gebrauch gemacht und die gr\u00f6\u00dfere Zahl der Steine der Stadt Wien verblieben wird. Die Kultusgemeinde verlangte eine Frist von mindestens einem halben Jahr, es konnte jedoch nur die dreimonatige Frist zugestanden werden.<\/p>\n<p>Diese Grundfl\u00e4che liegt im Parkschutzgebiet und soll zu einer Gr\u00fcnanlage ausgestattet werden. Bemerkt wird, da\u00df auf diesem Grund bereits mit der Erbauung eines Luftschutzbunkers begonnen wurde, der nach dem Kriege als Garage verwendet werden kann.&#8220;<\/p>\n<p>Die dreimonatige Frist ist eine zynische Forderung der NS-Funktion\u00e4re. Sie wissen genau, dass innerhalb dieser Frist die Abtragung der Grabsteine unm\u00f6glich ist. Zu dieser Zeit sind bereits alle Juden und J\u00fcdinnen vertrieben oder in Konzentrationslagern interniert.<\/p>\n<p>Nach der gro\u00dfen Deportationswelle nach Theresienstadt zwischen Juni und Oktober 1942 leben nur mehr rund 8.600 Juden und J\u00fcdinnen in Wien.<\/p>\n<p>Auch die j\u00fcdischen Friedh\u00f6fe in M\u00f6dling, Klosterneuburg, Floridsdorf, Gro\u00dfenzersdorf und Schwechat (Zentralfriedhof 4. Tor) werden von der Stadt Wien zu ihren Bedingungen &#8222;gekauft&#8220;. Der Vertrag aus dem Jahre 1891 zwischen der Stadt Wien und der israelitischen Kultusabteilung beim Ersten Tor des Zentralfriedhofes wird aufgel\u00f6st. Dieser Friedhof soll, so die Ratsherren, noch bis Ende 1942 f\u00fcr &#8222;Beilegungen in bereits bestehende Gr\u00e4ber&#8220; belassen werden. Am 25. Februar 1942 wird der W\u00e4hringer Friedhof offiziell &#8222;arisiert&#8220;. Helga Embacher:<\/p>\n<p>&#8222;Mit dem der IKG aufgezwungenen Kaufvertrag vom 25.2.1942 erwarb die Stadt Wien um 319.544 RM den j\u00fcdischen Friedhof mit den Friedhofsgr\u00fcnden (&#8218;Liebfrauengr\u00fcnde&#8216;) in Kaiser Ebersdorf (Zentralfriedhof 4. Tor) sowie die Friedh\u00f6fe in W\u00e4hring, Alt-Leopoldau (Floridsdorfer Friedhof [\u2026])und Gro\u00df-Enzersdorf\u2026&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr den W\u00e4hringer Friedhof werden 96.220 RM verrechnet. Der Kaufvertrag wird zwischen der Stadt Wien (K\u00e4ufer) und der IKW [Israelitischer Kultusgemeinde Wien, Anm. RL] &#8222;Zentralstelle f\u00fcr j\u00fcdische Auswanderer&#8220; (Verk\u00e4ufer) abgeschlossen. Die &#8222;Zentralstelle f\u00fcr j\u00fcdische Auswanderer&#8220; fungiert als Aufsichtsbeh\u00f6rde f\u00fcr das Verm\u00f6gen der Israelitischen Kultusgemeinde. SS-Obersturmf\u00fchrer Adolf Eichmann ist mit der Aufsicht der IKW beauftragt. Er ist seit Dezember 1939 &#8222;Sonderbevollm\u00e4chtigter f\u00fcr das Verm\u00f6gen der Israelitischen Kultusgemeinde Ostmark&#8220;. Am 31. Oktober, nach Beendigung der Deportationen, wird der IKW die staatliche Anerkennung entzogen. Vom Verm\u00f6gen (rund 7 Millionen RM) verbleiben nur mehr rund 300.000 RM. &#8222;Der Rest&#8220;, so Helga Embacher, &#8222;floss in den so genannten &#8218;Auswandererfonds f\u00fcr B\u00f6hmen und M\u00e4hren&#8216; um das KZ Theresienstadt zu erhalten&#8220;.<\/p>\n<p>Im Dezember 1944 leben 5.799 Juden und J\u00fcdinnen in Wien.<\/p>\n<p><strong>Sch\u00e4ndung des Friedhofes f\u00fcr &#8222;NS-Rassenkunde&#8220;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. Viktor Christian, Universit\u00e4t Wien<\/strong><\/p>\n<p>Bereits im Fr\u00fchjahr 1939 gibt es in Wien nationalsozialistische Exhumierungspl\u00e4ne zum &#8222;Zweck antrophologischer Forschungen.&#8220; Unter der Leitung von Dr. Viktor Christian, Dekan der Philosophischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Wien und Leiter der &#8222;Lehr und Forschungsst\u00e4tte f\u00fcr den Vorderen Orient&#8220;, eine Institution von Heinrich Himmlers &#8222;Ahnenerbe&#8220;, werden Bestattete aus dem Friedhof ausgegraben. Dr. Viktor Christian ist nach Ansicht Tina Walzers, jener, der &#8222;die Weichen f\u00fcr die Exhumierungsaktionen des Naturhistorischen Museums auf dem j\u00fcdischen Friedhof in W\u00e4hring stellte.&#8220; Die &#8222;Studiengesellschaft f\u00fcr Geistesurgeschichte &#8218;Deutsche Ahnenerbe'&#8220; wird 1935 von Reichsf\u00fchrer SS, Heinrich Himmler, gegr\u00fcndet und widmet sich vor allem der Rassenideologie. Der Verein besch\u00e4ftigt sich unter anderem mit medizinischen Forschungen, wobei auch grausame, meist t\u00f6dlich verlaufende Experimente an KZ-H\u00e4ftlingen durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Am 31. Mai 1942 muss die Israelitische Kultusgemeinde eine Kartei aller 8.694 bestatteten Personen anlegen. Um die geplante Totensch\u00e4ndung durch die Nationalsozialisten zu verhindern, werden bereits im Sommer 1941 einzelne Gr\u00e4ber von der Israelitischen Kultusgemeinde in den Zentralfriedhof verlegt. Martha Keil:<\/p>\n<p>&#8222;\u2026Jedenfalls exhumierte ab Juni 1941 eine Gruppe von IKG-Angestellten [IKG = Israelitische Kultusgemeinde, Anm. R.L.] unter dem Leiter des Friedhofamtes Dr. Ernst Feldsberg, in mehreren Etappen die Angeh\u00f6rigen von dreizehn prominenten Familien, darunter Nathan Arnstein, Michael Lazar Biedermann, Isak L\u00f6w Hofmann von Hofmannsthal und andere. Die Gebeine wurden in Einzelgr\u00e4ber am neueren j\u00fcdischen Teil des Wiener Zentralfriedhofs, Viertes Tor, umgebettet. [\u2026]<\/p>\n<p>Diese ersten Exhumierungen zum Schutz vor Sch\u00e4ndung verdienter IKG-Mitglieder endeten mit J\u00e4nner 1942, vermutlich weil die Gemeinde Wien den Friedhof am 25. Februar 1942 offiziell &#8218;arisierte&#8216; und damit weitere Bergungen nicht mehr durchf\u00fchrbar waren.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Dr. Josef Wastl, Naturhistorisches Museum Wien<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Josef Wastl ist seit 1935 wissenschaftlich Mitarbeiter der Anthropologischen und der Pr\u00e4historischen Abteilung des Naturhistorischen Museums in Wien. 1938 wird Wastl dessen Leiter, von 1941 bis 1945 ist er Direktor der Abteilung. Wastl ist seit 1932 Mitglied der NSDAP. Bereits 1934 gr\u00fcndet er eine illegale &#8222;Betriebszelle&#8220; der NSDAP im Naturhistorischen Museum. Wastl spielt eine zentrale Rolle in der NS-&#8222;Rassenforschung&#8220; in Wien. Er bestellt bereits 1939 als Leiter der Abteilung eine &#8222;anthropologische Kommission&#8220;, die &#8222;Rassenkundliche&#8220; Untersuchungen durchf\u00fchrt. Maria Teschler-Nicola und Margit Berner:<\/p>\n<p>&#8222;Zwischen 1939 und 1943 wurden von der Anthropologischen Abteilung des Naturhistorischen Museums anthropologische Untersuchungen in Internierungslagern und in mehreren Gemeinden in Nieder\u00f6sterreich, Ober\u00f6sterreich und im &#8218;Protektorat&#8216; durchgef\u00fchrt. Begonnen wurde mit den Vermessungen an Wiener Juden, die im September 1939 im Wiener Stadion interniert waren. Darauf folgten rassekundliche Untersuchungen in mehreren Kampagnen 1940 und 1943 im Kriegsgefangenenlager Kaisersteinbruch (Stalag XVII A) und 1941 und 1942 in Wolfsberg (Stalag XVIII A) sowie im Oktober 1942 in Spittal a\/d Drau, (Stalag XVIII, Zweiglager). Im Sommer 1940 wurde in G\u00f6tzendorf und in der Wachau die Bev\u00f6lkerung vermessen. [\u2026] Insgesamt wurden an die 7.000 Personen anthropologisch erfasst.&#8220;<\/p>\n<p>Lange bevor der L\u00f6schteich auf dem Areal des Friedhofes von den Nationalsozialisten errichtet wird, gibt es die Idee, auch die sterblichen \u00dcberreste des W\u00e4hringer Friedhofes [pseudo]&#8220;wissenschaftlich&#8220; zu untersuchen. Die Wissenschaftler des Naturhistorischen Museums, allen voran Dr. Josef Wastl, wollen damit ihre &#8222;Rassentheorie&#8220; belegen. Zeitzeuge Dr. Ernst Feldsberg, damals Pr\u00e4sident der Israelitischen Kultusgemeinde:<\/p>\n<p>&#8222;Schon vor Errichtung des L\u00f6schwasserteiches waren Wissenschaftler des Naturhistorischen Museums in Wien (selbstverst\u00e4ndlich geeichte Mitglieder der NSDAP) auf die grandiose Idee gekommen, unter Beweis zu stellen, dass die Degeneration der Juden im Laufe der Zeit nicht nur eine moralische und geistige war, sondern dass Juden auch k\u00f6rperlich immer mehr degenerierten. Die Beweise sollten auf der Weise erbracht werden, dass die Skelette von Verstorbenen familienm\u00e4\u00dfig darauf untersucht werden, wie die Knochenger\u00fcste von Generation zu Generation schw\u00e4cher werden. Da auf diesem W\u00e4hringer Friedhof sich zum \u00fcberwiegenden Teil Gr\u00e4ber befanden, in denen nur Einzelpersonen bestattet sind, wurden auf diesem Friedhof die Exhumierungen ganzer Familien vorgenommen. Die exhumierten Leichenreste wurden in gro\u00dfen Kartons gelegt, die Kartons mit den Namen der Verstorbenen, ihren Geburts- und Todesdaten beschrieben und dann in das Naturhistorische Museum gebracht.&#8220;<\/p>\n<p>\u00dcber die exakte Anzahl der exhumierten Gr\u00e4ber auf dem W\u00e4hringer Friedhof gibt es unterschiedliche Angaben. Die Zahlen schwanken. Im Friedhofsf\u00fchrer &#8222;Mahnmal&#8220; wird von 220 bis 500 Personen berichtet. Demnach werden zwischen 220 und 500 begrabene Personen zu &#8222;wissenschaftlichen Zwecken&#8220; in das Wiener Naturwissenschaftliche Museum gebracht. Das Naturhistorische Museum berichtet von 252 Gr\u00e4ber in der ersten Phase und weiteren 182 Gr\u00e4ber in einer weiteren Phase. Die zweifellos seri\u00f6seste Zahl liefert Tina Walzer: &#8222;Aufgrund der erhaltenen Exhumierungsprotokolle k\u00f6nnen insgesamt 215 Enterdigungen festgestellt werden.&#8220;<\/p>\n<p>Die Gebeine von den 215 Personen werden in den Kriegsjahren in das Naturhistorische Museum gebracht. Tina Walzer:<\/p>\n<p>&#8222;W\u00e4hrend der NS-Zeit wurden rund 1.500 Gr\u00e4ber bei Aushubarbeiten f\u00fcr einen L\u00f6schteich zerst\u00f6rt. Im Namen einer nationalsozialistischen &#8218;Rassekunde&#8216; wurden \u00fcberdies die Gebeine ganzer Familien exhumiert \u2013 insgesamt \u00fcber 200 Personen, und ins Naturhistorische Museum gebracht, wo sie dann zum Teil jahrzehntelang, bis zu ihrer Wiederbeerdigung in Massengr\u00e4bern verblieben. Der Friedhof als Eigentum der Wiener j\u00fcdischen Gemeinde wurde durch den NS-Staat enteignet und ging 1942 in den Besitz der Stadt Wien \u00fcber\u2026&#8220;<\/p>\n<p>Maria Teschler-Nicola und Margit Berner in ihrem Bericht f\u00fcr das Naturhistorische Museum:<\/p>\n<p>&#8222;Mit einem Schreiben Dr. Benjamin I. Murmelstein [..] [datiert vom 18.8.1942, Anm. R.L.] wird dem Dekan der philosophischen Fakult\u00e4t, Dr. Viktor Christian, ein Verzeichnis der Gr\u00e4ber und die Kostensch\u00e4tzung f\u00fcr eine Enterdigungsaktion auf dem D\u00f6blinger Friedhof \u00fcbermittelt. Es wurden die Grabbauten und technischen Zugangsm\u00f6glichkeiten gepr\u00fcft und 252 Gr\u00e4ber f\u00fcr eine sofortige \u00d6ffnung und Enterdigung f\u00fcr geeignet angesehen (Leichen von Kindern unter 12 Jahren sollten nicht geborgen werden). Eine zweite Abteilung der Enterdigungen auf dem alten Friedhof sollte 182 weitere Gr\u00e4ber umfassen. \u00dcber den Fortgang dieser Aktivit\u00e4ten ist bislang wenig bekannt, in einem Bericht an den Direktor des Hauses, der die wesentlichen f\u00fcr 1943 geplanten Aktivit\u00e4ten zusammenfasst, ist der Beginn der Untersuchungen als wichtigste und &#8218;unaufschiebbare Arbeit&#8216; angek\u00fcndigt. [\u2026] Die Skelette wurden als eine &#8218;wertvolle Bereicherung der Museumsbest\u00e4nde&#8216; angesehen und sollten eine &#8218;wertvolle Grundlage f\u00fcr die neuzeitliche rassenbiologische Richtung&#8216; darstellen.&#8220;<\/p>\n<p>Am 14. Dezember 1947 wird das Museum vom Unterrichtsministerium aufgefordert, &#8222;s\u00e4mtliche Objekte, die seit 1939 in den Besitz oder die Verwahrung der Museen und Anstalten gekommen sind&#8220; , zu erstellen. Das Museum f\u00fchrt unter der Inventarnummer 20596-20955 &#8222;Bruchst\u00fccke von Skeletten aus aufgelassenen Wiener Friedh\u00f6fen\/Ausgrabungen&#8220; an. Dabei handelt es sich um jene Ausgrabungen, die zwischen Sommer 1943 und Fr\u00fchjahr 1943 im W\u00e4hringer j\u00fcdischen Friedhof durchgef\u00fchrt worden sind. Das Inventarbuch vermerkt: &#8222;Skelette vom Judenfriedhof Wien XIX, Heiligenstadt&#8220;. Das Friedhofreferat der Israelitischen Kultusgemeinde best\u00e4tigt die \u00dcbernahme der Skelette vom 24.4.1947.<\/p>\n<p>Dr. Josef Wastl wird 1949 pensioniert. Bereit ein Jahr sp\u00e4ter, 1949, wird er zum st\u00e4ndigen gerichtlichen Sachverst\u00e4ndigen &#8222;f\u00fcr menschliche Erbbiologie&#8220; bestellt. Bis zu seinem Tod 1968 erstellt Wastl Vaterschaftsgutachten.<\/p>\n<p>Nach einem Beitrag \u00fcber Skelettresten von Juden im Naturhistorischen Museum in der franz\u00f6sischen Zeitschrift &#8222;Liberation&#8220; Anfang der 90er Jahre, werden die Best\u00e4nde im Naturhistorischen Museum neuerlich gepr\u00fcft. Maria Teschler-Nicola und Margit Berner: &#8222;Es wurden, was auch die Recherchen \u00fcber den Israelitischen Friedhof W\u00e4hring ergaben, 28 Sch\u00e4del und Totenmasken j\u00fcdischen KZ-Opfer im Sammelbestand der Abteilung aufgefunden, der IKG [Israelitischen Kultusgemeinde Anm. R.L.] \u00fcbergeben und 1991 bestattet.&#8220;<\/p>\n<p><strong>&#8222;NS-Metallsammlungsaktion&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Im November 1942 erhalten alle j\u00fcdischen Gemeinden vom &#8222;Reichskommissar f\u00fcr Altmaterialverwaltung&#8220; in Berlin die Anordnung zur &#8222;NS-Metallsammlungsaktionen&#8220; auf j\u00fcdischen Friedh\u00f6fen. Die &#8222;Erfassung von Schrott und Metallen auf j\u00fcdischen Friedh\u00f6fen&#8220; wird befohlen. Tina Walzer:<\/p>\n<p>&#8222;\u2026Die gesammelten Metallteile mussten nach Gewicht und Art aufgelistet werden. Die Vorgangsweise \u00fcber die Ablieferung der gesammelten Metallteile musste bis sp\u00e4testens 5. Dezember des gleichen Jahres, also innerhalb von knapp zwei Wochen, mit den &#8218;Altsoffreferenten&#8216; der \u00f6rtlichen Landwirtschafts\u00e4mtern abgestimmt werden\u2026&#8220;<\/p>\n<p>Nach etlichen b\u00fcrokratischen H\u00fcrden wird schlie\u00dflich im Fr\u00fchjahr 1943, am 4. Februar 1943, mit der Pl\u00fcnderung des W\u00e4hringer Friedhofes begonnen. Metalle, Grabst\u00e4tten, Z\u00e4une, Tore werden entfernt. Der systematische Raub hinterl\u00e4sst zus\u00e4tzlich Spuren auf dem ohnedies mangelhaft gepflegten W\u00e4hringer Friedhof. Ein Rundgang auf dem Friedhof zeigt, dass Beschl\u00e4ge, Ziergegenst\u00e4nde und Metallteile auf den Gr\u00e4bern den Raubz\u00fcgen der Nationalsozialisten zum Opfer gefallen sind.<\/p>\n<p><strong>Schlussbemerkung<\/strong><\/p>\n<p>Das Institut f\u00fcr Geschichte der Juden in \u00d6sterreich f\u00fchrt unter der Leitung von Tina Walzer in den Jahren 1997 bis 2001 ein umfangreiches Forschungsprojekt durch. Dabei wird eine erstmals eine detaillierte Datenbank erstellt. Die Datenbank enth\u00e4lt rund 8.600 Eintr\u00e4ge mit Namen, Herkunftsort, Adresse, Beruf, Lebensdaten, Todesursache und Grabnummer von denjenigen J\u00fcdinnen und Juden, die am W\u00e4hringer J\u00fcdischen Friedhof beerdigt sind.<\/p>\n<p>Ein aktueller Forschungsbericht der Historikerin Tina Walzer liegt vor. Darin ist die Zerst\u00f6rung des Friedhofes durch die Nationalsozialisten penibel dokumentiert. Nun sind Stadt Wien und die Bundesregierung am Zug. Das &#8222;Museum unter freiem Himmel&#8220; (Tina Walzer) muss finanziell und personell unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p><em>Foto: W\u00e4hringer Friedhof 1928 (c) J\u00fcdisches Museum der Stadt Wien<\/em><\/p>\n<p><strong>Quellen- und Literaturverzeichnis<\/strong><\/p>\n<p>Bauer, T. Werner: &#8222;Wiener Friedhofsf\u00fchrer&#8220;, 5. Neuauflage, Falter Verlag, Wien, 2004<\/p>\n<p>Czeike, Felix: Historisches Lexikon Wien, Kremayer &amp; Scheriau Verlag, Wien 1993, Bd. 2<\/p>\n<p>Enzyklop\u00e4die des Holocaust, Die Verfolgung und Ermordung der europ\u00e4ischen Juden, Band III, Hg.: Eberhard J\u00e4ckel, Peter Longerich, Julius H. Schoeps, Argon Verlag, Berlin 1993<\/p>\n<p>Embacher, Helga: &#8222;Die Restitutionsverhandlungen mit \u00d6sterreich aus der Sicht j\u00fcdischer Organisationen und der Israelitischen Kultusgemeinde&#8220;; Ver\u00f6ffentlichung der \u00d6sterreichischen Historikerkommission, Band 2, Oldenburg Verlag, Wien, M\u00fcnchen 2003<\/p>\n<p>Feldsberg, Ernst: J\u00fcdische Feste und Gebr\u00e4uche, insbesondere j\u00fcdischer Totenkult. Maschinenschriftliches Manuskript f\u00fcr einen Vortrag im Volksbildungshaus Margareten am 9.10.1965; Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde Wien<\/p>\n<p>Handbuch des Reichsgaues Wien, 1941, 63.\/64. Jahrgang, Verlag Jugend und Volk<\/p>\n<p>Keil, Martha (Hg.): &#8222;Von Baronen und Branntweinern \u2013 Ein j\u00fcdischer Friedhof erz\u00e4hlt&#8220;, Mandelbaum Verlag 2007<\/p>\n<p>Keil, Martha: &#8222;\u2026enterdigt aus dem W\u00e4hringer Friedhof&#8220; In: Studien zur Wiener Geschichte; Jahrbuch des Vereins f\u00fcr Geschichte der Stadt Wien. Hg. Karl Fischer, Wien 2005<\/p>\n<p>Mahnmale, J\u00fcdische Friedh\u00f6fe in Wien, Nieder\u00f6sterreich und Burgenland. Hg. Club Nieder\u00f6sterreich, Wien, 1992<\/p>\n<p>&#8222;Reichspost&#8220;: &#8222;Der W\u00e4hringer israelitische Friedhof&#8220;; Wien, Freitag, 2. J\u00e4nner 1931<\/p>\n<p>Reichsgesetzblatt 1709, vom 3. Dezember 1938 In: &#8222;Alex&#8220;, digitaler Lesesaal der \u00d6sterreichischen Nationalbibliothek<\/p>\n<p>Stenographisches Protokoll der Ratsherren der Stadt Wien, 8. J\u00e4nner 1942<\/p>\n<p>Teschler-Nicola, Maria; Berner, Margit: Die Anthropologische Abteilung des Naturhistorischen Museums in der NS-Zeit; Berichte und Dokumentation von Forschungs- und Sammlungsaktivit\u00e4ten 1938-1945. Abteilung f\u00fcr Arch\u00e4ologische Biologie und Anthropologie, Naturhistorisches Museum, Wien undatiert<\/p>\n<p>Walzer, Tina: Brosch\u00fcre &#8222;Der W\u00e4hringer J\u00fcdische Friedhof&#8220;, Rundgang durch ein verfallenes Kulturdenkmal, Hg.: Gr\u00fcner Klub im Rathaus, Wien 2008<\/p>\n<p>Walzer, Tina: &#8222;Der W\u00e4hringer j\u00fcdische Friedhof&#8220;, Historische Entwicklung, Zerst\u00f6rungen der NS-Zeit, Status quo. Forschungsprojekt des Zukunftsfonds der Republik \u00d6sterreich in Kooperation mit der IKG Wien, August 2006 \u2013 September 2007, 2. M\u00e4rz 2008 (noch unver\u00f6ffentlicht)<\/p>\n<p>Walzer, Tina: Rundgang durch den W\u00e4hringer J\u00fcdischen Friedhof, 4. Mai 2008<\/p>\n<p>Wirsching, Andreas: &#8222;J\u00fcdische Friedh\u00f6fe in Deutschland 1933-1957&#8220;, Beitrag in Vierteljahreshefte f\u00fcr Zeitgeschichte, 50. Jahrgang 2002, 1. Heft, Januar, Hg.: Karl Dietrich Bracher, Hans-Peter Schwarz, Horst M\u00f6ller, Institut f\u00fcr Zeitgeschichte M\u00fcnchen, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2002<\/p>\n<p><strong>Anmerkung RL: Verwendung von Bildern oder Texten nur mit ausdr\u00fccklicher Genehmigung des Autors.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(c) Rudolf Leo: Auf dem gesamten Areal des W\u00e4hringer Parks in Wien befindet sich urspr\u00fcnglich der Ortsfriedhof von W\u00e4hring. 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