{"id":1158,"date":"2025-02-16T20:49:42","date_gmt":"2025-02-16T19:49:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/?p=1158"},"modified":"2025-02-28T10:58:21","modified_gmt":"2025-02-28T09:58:21","slug":"ns-opfer-im-pinzgau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/2025\/02\/16\/ns-opfer-im-pinzgau\/","title":{"rendered":"NS-Opfer im Pinzgau"},"content":{"rendered":"<p><a name=\"_Toc218762246\"><\/a><em><strong>Opfer im Nationalsozialismus im Salzburger Pinzgau. Quelle: Rudolf Leo: Pinzgau unterm Hakenkreuz, Otto M\u00fcller Verlag, Salzburg 2. Auflage 2013<\/strong><\/em><\/p>\n<h2><a name=\"_Toc347411591\"><\/a>Opferregister \u201ePinzgau unterm Hakenkreuz\u201c<\/h2>\n<p>Foto: Pinzgauer Bezirksarchiv<\/p>\n<h4>Anmerkung RL: Verwendung von Bildern und Texten nur mit ausdr\u00fccklicher Genehmigung des Autors.<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>&#8222;\u2026tot ist nur, wer vergessen wird&#8220; [Immanuel Kant]<\/em><\/strong><\/p>\n<table width=\"935\">\n<thead>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Nachname<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\"><strong>Vorname<\/strong><\/td>\n<td width=\"84\"><strong>Status<\/strong><\/td>\n<td width=\"60\"><strong>Ort<\/strong><\/td>\n<td width=\"623\"><strong>Information<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Agdern<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Severin und Sebastian<\/td>\n<td width=\"84\">Jude<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Die Firma Severin Agdern &#8211; Besitzer sind die polnischen Staatsb\u00fcrger Severin und Sebastian Agdern &#8211; verf\u00fcgt \u00fcber ein gro\u00dfes Holzlager in Saalfelden. Die Firma wird 1938 unter kommissarische Verwaltung gestellt. Severin Agdern kann fliehen, Sebastian Agdern kommt 1943 im KZ ums Leben. Der kommissarische Verwalter, Franz Friza, verkauft die Liegenschaft im Sommer 1938 um rund 40.000 Reichsmark. Im Herbst 1938 wird die Firma liquidiert. Nach jahrelangem R\u00fcckstellungsverfahren wird die R\u00fcckstellung am 15. Mai 1955 von der Obersten R\u00fcckstellungskommission endg\u00fcltig abgelehnt. Severin Agdern bleibt auf den Anwaltskosten von mehr als 100.000 Schilling sitzen. [Lichtblau 167 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Anfang<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Lofer<\/td>\n<td width=\"623\">Franz Anfang erscheint am 2. August 1939 kurz nach 22 Uhr im Gasthof Plankenwirt. Dort unterh\u00e4lt er sich mit einem Gast. Anfang erz\u00e4hlt offen, was er \u00fcber den Nationalsozialismus und dessen F\u00fchrung h\u00e4lt. Anton Schlechter (24), Ortsgruppenf\u00fchrer der NSDAP Lofer meldet das Gespr\u00e4ch umgehend an die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde. Der Wirtshausbesuch bringt Franz Anfang ein Verfahren nach dem \u201eHeimt\u00fcckegesetz\u201c. Die laut Anzeige &#8222;geh\u00e4ssige, hetzerische und von niedriger Gesinnung zeugende \u00c4u\u00dferung&#8220; bringt Franz Anfang ins Zuchthaus. Er wird zu 12 Monaten Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W 16.012 und Widerstand u. V Bd 1 S 430\/619]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Angermann<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Eduard<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Hinterthal<\/td>\n<td width=\"623\">Am 13. Juni 1940 werden Pfarrer Eduard Angermann aus Hinterthal, Pfarrer Franz Auer aus Unken, Pfarrer Moritz Gr\u00fcbl aus Saalfelden, Dechand Franz Kocher aus Saalfelden, Pfarrer Balthasar Linsinger aus Wei\u00dfbach und Dechand Peter Mair aus St. Johann i.P. festgenommen. Vorwurf: &#8222;Vergehen gegen die Feiertagsordnung&#8220;. Die Priester haben am 29. Juni das katholische Hochfest &#8222;Peter und Paul&#8220; gefeiert. Der Feiertag ist laut NS-System verboten. Die Priester erhalten 1 Monat Arrest. [D\u00d6W E 19.888\/b und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 285 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Arditti Dr.<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Isaak<\/td>\n<td width=\"84\">Jude<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Dr. Isaak Arditti, Besitzer des Hotel Post, Bad Fuschl; Perlebengut, Bad Fuschl; Parkhotel in Zell am See. Alle seine Besitzt\u00fcmer wurden lt. Lichtblau von der Gestapo beschlagnahmt. [Lichtblau Seite 218]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Arnitz<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Alois<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Der Unternehmer Alois Arnitz, geb. 1872, aus Saalfelden wird wegen Vergehens nach dem \u201eHeimt\u00fcckegesetz\u201c zu 5 Monaten Gef\u00e4ngnis verurteilt. Er ist vom 29. Juni bis 29. November 1942 inhaftiert. [Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 99 und D\u00d6W 17.876]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Auer<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Unken<\/td>\n<td width=\"623\">Am 13. Juni 1940 werden Pfarrer Eduard Angermann aus Hinterthal, Pfarrer Franz Auer aus Unken, Pfarrer Moritz Gr\u00fcbl aus Saalfelden, Dechand Franz Kocher aus Saalfelden, Pfarrer Balthasar Linsinger aus Wei\u00dfbach und Dechand Peter Mair aus St. Johann i.P. festgenommen. Vorwurf: &#8222;Vergehen gegen die Feiertagsordnung&#8220;. Die Priester haben am 29. Juni das katholische Hochfest &#8222;Peter und Paul&#8220; gefeiert. Ein Feieirtag der laut NS-System verboten ist. Die Priester erhalten 1 Monat Arrest. [D\u00d6W E 19.888\/b und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 285 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Bachmaier<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Gabriel<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Neukirchen<\/td>\n<td width=\"623\">Ein Gespr\u00e4ch mit 6 Arbeitskollegen am 7. September 1939 im Zuge der Renovierung des Ronachweges (Gemeinde Wald i.Pzg) bringt Gabriel Bachmaier (im Akt Bachmeier) eine Anzeige ein. Bachmaier &#8211; so der Vorwurf &#8211; sagt: &#8222;Den Paul (ein bekannter Arbeiter) hat die Geheime schon weg, sie haben schon mehr verhaftet..&#8220; Der Ortsgruppenleiter Alois \u00d6ttl und der SA-Truppenf\u00fchrer Josef Zwicknagel geben an, dass Bachmaier &#8222;von jeher ein Kommunist ist&#8220;. \u00dcber den Ausgang des Verfahrens ist nichts bekannt. [D\u00d6W 16.001 und Widerstand u V Bd. 1 S 431]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Baumgartner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Franz Baumgartner werden im Dezember 1938 die Vertr\u00e4ge f\u00fcr beide Tabakgesch\u00e4fte in Zell am See gek\u00fcndigt. Hintergrund: Baumgartner \u00e4u\u00dfert sich gegen\u00fcber einer Parteig\u00e4ngerin, die sich beschwert, dass im Gesch\u00e4ft noch Ansichtskarten von Zell am See verkauft werden, die den &#8222;Dr. Dollfu\u00dfplatz&#8220; zeigen, obwohl dieser Platz inzwischen &#8222;Adolf Hitlerplatz&#8220; hei\u00dft, mit den Worten: &#8222;Der Platz hat den Namen schon \u00f6fters gewechselt und wird ihn auch in Zukunft noch \u00f6fters wechseln&#8220;. Vor dem Gesch\u00e4ft Baumgartners wird eine gro\u00dfe Tafel aufgestellt. Aufschrift: &#8222;Dieser Laden geh\u00f6rt einem Feind der Partei&#8220;. Baumgartner wird am 5. Mai 1940 die Konzession f\u00fcr den Buch-, Kunst- und Musikalienhandel entzogen. Erst nach dem Krieg, am 8. September 1945, erh\u00e4lt Baumgartner diese zur\u00fcck. [Schreiben Oberfinanzpr\u00e4sident Innsbruck, Zweigstelle Salzburg, Zl. 1989 &#8211; I- 1938, Pinzgauer Bezirksarchiv]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Beinhauer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Wilhelm<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Rauris<\/td>\n<td width=\"623\">Am 28.6.1940 wird Wilhelm Beinhauer von der Gendarmerie in Rauris verhaftet. Beinhauer hat sich kritisch gegen den Krieg ausgesprochen. [D\u00d6W 16000]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Berger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Susanne<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Kaprun<\/td>\n<td width=\"623\">Susanne Berger, geb. 1902, aus Kaprun, wird am 21. Mai 1941 im letzten von vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo sie &#8211; wie alle anderen 262 Opfer &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 582]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Bernstein<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Joh.<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Piesendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Joh. Bernstein, geb. 1905, aus Piesendorf, wird am 21. Mai 1941 im letzten von vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo Joh. &#8211; wie alle anderen 262 Opfer &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 582]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Berschl<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Johann<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Kaprun<\/td>\n<td width=\"623\">Pfarrer Johann Berschl aus Kaprun wird im Februar 1940 wegen einer Predigt am Rosenkranzfest angezeigt. Im Mai 1940 erh\u00e4lt er daf\u00fcr Schul- und Predigtverbot. [D\u00d6W E 20.422 und Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 297]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Bierer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Paul und Hermine<\/td>\n<td width=\"84\">Juden<\/td>\n<td width=\"60\">Mittersill<\/td>\n<td width=\"623\">Das Zahntechniker-Ehepaar Paul und Hermine Bierer aus Wien \u00fcbersiedeln 1937 nach Mittersill. Paul Bierer er\u00f6ffnete eine Dentistenpraxis in Mittersill 95. Nach dem Einmarsch Hitlers wird das Ehepaar massiv bedroht und eingesch\u00fcchtert. 1939 fl\u00fcchtet das Ehepaar nach Frankreich. Im September 1947 kehrt das Ehepaar mit ihrer Tochter nach Mittersill zur\u00fcck, wo Bierer die verschuldete Praxis \u00fcbernimmt. Paul Bierer stirbt 1951 an einem Herzschlag. [D\u00d6W 17918] Die Salzburger Landesregierung lehnte der Witwe Bierer am 20.10.1953 eine Hinterbliebenrente nach dem Opferf\u00fcrsorgegesetz ab. Erst im Februar 1962 wurde der inzwischen 60j\u00e4hrigen Frau ein Opferausweis ausgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Blersch<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Alois<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Taxenbach<\/td>\n<td width=\"623\">Der Fleischhauereigehilfe Alois Blersch, geb. 1907, aus Taxenbach wird wegen Kritik an der NS F\u00fchrung bei der Gendarmerie angezeigt. Gegen\u00fcber dem NS Blockleiter Johann Th\u00f6ny und anderen Anwesenden erkl\u00e4rt Blersch im Gasthaus seines Bruders: &#8222;Sie sollen einmal aufh\u00f6ren mit dem Krieg. Die Regierenden solle man alle in ein Zimmer zusammensperren, und dort sollen sie sich gegenseitig die Sch\u00e4del einschlagen.&#8220; [D\u00d6W 15.999 und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 382]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Brandst\u00e4tter<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Vitus<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Piesendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Pfarrer Vitus Brandst\u00e4tter aus Piesendorf wird 1941 inhaftiert. [Widerstand u Verfolgung Bd 2, S 608]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Breitfuss<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Josef Breitfuss wird am 16.10.1940 gemeinsam mit dem Ehepaar Obenauer von der Gestapo verhaftet. Breitfuss wird wegen &#8222;Rundfunkvergehen&#8220; und &#8222;Heimt\u00fccke&#8220; zu 5 Jahre Zuchthaus verurteilt. Im Mai 1944 wird er in eine Strafeinheit \u00fcberstellt. Er \u00fcberlebt, schwer verwundet, den Krieg. Breitfuss gibt an, dass Herr Obenauer, der mit ihm verhaftet wird, vom Gestapokommandanten H. Schneidinger durch Folterungen &#8222;in den Tod getrieben wurde&#8220;. [D\u00d6W 17936]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Brugger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Alois<\/td>\n<td width=\"84\">Deserteur<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">In Bramberg halten sich in den Kriegsjahren 1944\/45 rund 7 Bramberger als Deserteure auf. Sie verstecken sich bei Verwandten, in H\u00f6hlen und auf Almh\u00fctten. Am 11. Oktober 1944 wird die zweite Gro\u00dfrazzia im Gebiet um Bramberg durchgef\u00fchrt. Im Zuge dieser Aktion wird Alois Brugger vom Gestapobeamten Erdmann erschossen. [D\u00d6W E 21089 und Widerstand und V. Bd 2, S 550 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Brunner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Simon<\/td>\n<td width=\"84\">SP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Piesendorf&nbsp;<\/p>\n<p>Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Die Solidarit\u00e4t mit Kriegsgefangenen in Piesendorf bringt dem Arbeiter Simon Brunner aus Zell am See 14 Tage Arrest ein. Brunner beschwert sich beim Lagerarbeiter Ulrich Epp \u00fcber die Verpflegung im Lager. Wenige Tage vorher &#8211; am 3. Februar &#8211; m\u00fcssen 16 hungerstreikende polnische Kriegsgefangene zwangsern\u00e4hrt werden. Die Lage im Lager ist unertr\u00e4glich. Die Versorgung der Arbeiter mit Lebensmittel funktioniert nicht. Hunger bestimmt den Arbeitstag. Brunner, fr\u00fcher Mitglied der SP\u00d6, spricht die Situation an. Noch am selben Tag wird er von der Gendarmerie festgenommen. Da, so die Gendarmerie, &#8222;zu bef\u00fcrchten stand, da\u00df Brunner die Polen gegen die Bewachungsmannschaft u. Lagerf\u00fchrung weiterhin aufhetzen will, um die Arbeit zu verweigern&#8220;. [D\u00d6W 15.998 und Widerstand und Verfolgung, Bd. 1 S 310 ff, 611]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Buchner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Peter<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Kaprun<\/td>\n<td width=\"623\">Peter Buchner, geb. 1915, aus Kaprun, wird am 17. April 1941 im zweiten von vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo er &#8211; wie alle anderen 262 Opfer &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 579]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Buszta<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Stanislaw<\/td>\n<td width=\"84\">Zwangsarbeit<\/td>\n<td width=\"60\">Kaprun<\/td>\n<td width=\"623\">Der Pole Stanislaw Buszta ist als Zwangsarbeiter in Kaprun eingesetzt. Wegen Diebstahls von Brot wird er zu sechs Wochen Strafhaft verurteilt. Am 23. Oktober 1942 steht der polnische Zwangsarbeiter neuerlich vor dem Sondergericht in Salzburg: wegen Diebstahl eines Dachsbartes wird er zu zwei Jahren versch\u00e4rftem Straflager verurteilt. [Zwangsarbeit im Pinzgau, Hg: Historikerkommission S 344]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Cil<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Johann<\/td>\n<td width=\"84\">Arbeits-verweigerung<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Am 7. November 1939 wird in Lend der Fabriksarbeiter Johann Cil, geb. 1912, und der Hilfsarbeiter Andreas Oberascher, geb. 1915, von der Gestapo in ihrer Baracke festgenommen. Beiden wird Arbeitsverweigerung vorgeworfen, da sie sich seit Wochen krank gemeldet haben. [D\u00d6W E 21.100 und Widerstand und Verfolgung Bd 2 S 420]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Colognia<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Die Angeklagten Karl Schlick, Friedrich Wilhelmst\u00e4tter und Josef Colognia werden wegen Vorbereitung zum Hochverrat veruteilt. Josef Colognia wird zu neun Monaten Zuchthaus verurteilt. Colognia kauft &#8211; so der Vorwurf &#8211; 1937 ein Rundfunkger\u00e4t mit dem er oft den &#8222;Moskauer Sender&#8220; h\u00f6rt. Im September 1938 kam Schlick und Wilhelmst\u00e4tter mehrmals in die Wohnung Colognias, um, wie es die Nationalsozialisten formulierten, &#8222;Feindsender&#8220; zu h\u00f6ren. [D\u00d6W 6943 und Widerstand u V Bd 1 S 424 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Dankl<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Ernst<\/td>\n<td width=\"84\">Desertion<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Aus dem Bericht der Gendarmerie Bramberg: &#8222;Mit dem Berichte vorgelegt, da\u00df die befragte Zeugin Kath. Bacher, geb. 15.4.1879, wh. in M\u00fchlbach im Pinzgau, Dorf Pa\u00dfthurn Nr. 9, best\u00e4tigte, da\u00df ihr Neffe Friedrich Leo als Fahnenfl\u00fcchtiger von Ernst Dankl Unterschlupf gew\u00e4hrt bekommen habe.&#8220; Ernst Dankl aus Jochberg (Gemeinde Hollersbach) wird laut Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge am 1. November 1944 vom Landesgericht Salzburg zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Er ist vom 11. Oktober 1944 bis 22. Mai 1945 inhaftiert. [D\u00d6W 17.960 und Widerstand und Verfolgung Bd 2 S 418\/617]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Dax<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Maria<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche\/<\/p>\n<p>katholische Laie<\/td>\n<td width=\"60\">Maria Alm<\/td>\n<td width=\"623\">Die 61j\u00e4hrige Maria Dax, geb. 1879, aus Maria Alm wird am 15. Juli 1940 infolge Beschimpfung von NS-Funktion\u00e4ren wegen &#8222;Vergehens nach dem Heimt\u00fcckegesetz angeklagt&#8220;. Am 17. Juli wird Dax von der Gestapo in das st\u00e4dtische Altersheim in Salzburg eingeliefert. \u00dcber das weitere Schicksal Daxs ist nichts bekannt. [Bericht des Gendarmeriepostens Alm; In: Widerstand und Verfolgung, Bd. 2, S 126 ff und D\u00d6W 15.988]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Dillinger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Am 27. Februar 1942 werden mehrere Saalfeldner gemeinsam mit Franz Dillinger von der Gestapo festgenommen. Die meisten von ihnen sind Eisenbahner. Vorwurf: Mitglied einer illegalen KP-Organisation. Auszug aus dem Bericht der Gestapo an die Kreisleitung der NSDAP: &#8222;S\u00e4mtliche Festgenommene sind gest\u00e4ndig, sie wurden in die Haftanstalt des Landesgerichtes Salzburg eingeliefert. Nach Abschluss der Erhebungen wird Anzeige wegen Vorbereitung zum Hochverrat beim Sondergericht erstattet.&#8220; [SLA, HB Akte, Karton 103; HB 450-452, 1942] Franz Dillinger wird am 9. Dezember 1942 vom Oberlandesgericht Wien wegen Hochverrats zu 9 Jahren Zuchthaus verurteilt. Dillingers Vergehen: die Anwerbung zweier Mitglieder (Kr\u00f6ll und Mitteregger) und die Einhebung der Beitr\u00e4ge, die er gleich an Ludwig Thurner ablieferte. Franz Dillinger verstarb laut Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge am 3. Februar 1945 im Gef\u00e4ngnis Kaisheim. [D\u00d6W 8563 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 403 ff\/618]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Drazdik<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Rudolf<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Wegen &#8222;staatsfeindlicher \u00c4u\u00dferungen&#8220; wird Rudolf Drazdik am 28.1.1940 in Zell am See zu 7 Tagen Arrest verurteilt. Drazik hat sich abf\u00e4llig \u00fcber den F\u00fchrer ge\u00e4u\u00dfert. [D\u00d6W 16007]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>D\u00fcnser<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Hermann<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/p>\n<p>Zell See<\/td>\n<td width=\"623\">Aus dem Schreiben der Geheimen Staatspolizei an den Landrat Zell am See vom 7. April 1942: &#8222;Betreff: D\u00fcnser Hermann, Zugf\u00fchrer d. Pinzg. Lokalbahn, geb.1.3.1903 [..] Fritzenwanker Franz, Betriebsrat d. Reichsbahn, geb. 6.11.1897 in Saalfeden [..] Seiwald Johann, Oberbauarbeiter d. Reichsbahn, geb.7.10.1908. Die Obengenannten wurden wegen illegaler Bet\u00e4tigung f\u00fcr die KP., bezw. f\u00fcr die RS im dortigen Landkreis festgenommen. Gegen Seiwald konnte der Verdacht einer illegalen Bet\u00e4tigung nicht aufrecht erhalten werden, weshalb er am 1.4.1942 wieder entlassen wurde. Ich bitte um Kenntnisnahme.&#8220; [Quelle: SLA, HB Akte, Karton 103; HB 450-452, 1942] Hermann D\u00fcnser wird am 14. Oktober 1942 vom OLG gemeinsam mit 5 anderen Pinzgauern zu 7 Jahren Zuchthaus verurteilt. D\u00fcnser wird im Juli 1943 der Strafeinheit 999 \u00fcberstellt und Anfang Dezember 1943 in Frankreich zur Zwangsarbeit eingesetzt. [D\u00d6W 8634 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 399\/617] D\u00fcnser \u00fcberlebt als einer der wenigen und schildert 1969 als Zeitzeuge seine Verfolgung im NS-Staat. [D\u00d6W 675 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 399 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Dworzak Dr<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Rudolf<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Der Bezirkshauptmann in Zell am See, Dr. Rudolf Dworzak, wird am 11. M\u00e4rz 1938 verhaftet. Er wird in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert und bleibt dort bis zum Juni 1940 inhaftiert. [Widerstand und Verfolgung, Bd. 2, S 11]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Eder<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Maria<\/td>\n<td width=\"84\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"60\">Bruck<\/td>\n<td width=\"623\">Die Bergb\u00e4uerin Maria Eder, geb. 1883, aus Bruck an der Glstr. ist Mitglied des Deutschen Frauenwerkes und Tr\u00e4gerin des goldenen Ehrenkreuzes der deutschen M\u00fctter. Sie wird am 17. J\u00e4nner 1940 von der Gestapo verhaftet und in das Amtsgericht Zell am See \u00fcberstellt. Der Grund: Frau Eder hat in einer Postkarte an die &#8222;Salzburger Landeszeitung&#8220; die unertr\u00e4glichen Zust\u00e4nde der Kriegsgefangenen in Kaprun angeprangert. [D\u00d6W 16.008 und Widerstand und Verfolgung Bd 2 S 384]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Eder<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Margarethe<\/td>\n<td width=\"84\">J\u00fcdin\/ &#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Die Brambergerin Margarethe Eder, geb 1890, wird am 16. April 1941 im ersten von insgesamt vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo sie &#8211; mit allen anderen 262 Opfern &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 578] Frau Eder, Tochter wohlhabender Wiener Juden, wird am 15. November 1938 mit der Diagnose &#8222;Schizophrenie&#8220; in die Nervenheilanstalt Salzburg eingeliefert. [Privatarchiv Eder]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Egarter<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Jakob<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Kaprun<\/td>\n<td width=\"623\">Ein abendlicher Wirtshausbesuch der vier Kapruner im M\u00fchlwirtshaus von Jakob Nindl zu B\u00fcrg (Gemeinde Kaprun) wird den Kaprunern zum Verh\u00e4ngnis. Der Besuch wird ihnen als &#8222;kommunistische Demonstration&#8220; ausgelegt. Gegen 20:00 Uhr sprang Jakob Egartner auf, erhob den rechten Arm und rief: &#8222;Der war ich, der bin ich, und der werde ich bis in mein Grab auch bleiben, Heil Rot Front!&#8220; Die drei Begleiter stimmten Egartner offensichtlich zu, weshalb auch sie ein Verfahren wegen Hochverrats erhalten. [D\u00d6W 15.307 und Widerstand und V. Bd.1 S 421]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Egger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Simon<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Aus der Anklageschrift des Generalstaatsanwaltschaft Wien: &#8222;Am 15.10.1938 kaufte sich der Landwirt Simon Egger, aus Sch\u00fcttdorf in Zell am See einen Radioapparat. Auf dem Weg zum Radioh\u00e4ndler traf er den Angeschuldigten [..] Nach Kaufabschluss begaben sich die beiden mit dem Radioapparat in die Wohnung des Egger.. &#8220; Dort wurde, so die Anklage, der &#8222;Deutsche Freiheitssender&#8220; geh\u00f6rt. Die Ermittler wissen auch hier, wer noch in der Wohnung anwesend war: die Gattin von Simon Egger, Anna Egger, sowie der Hilfsarbeiter Rupert Kraitl. [D\u00d6W 6889 und Widerstand und V. Bd 1 S 427 ff] Der Fleischhauer Simon Egger wird vom Oktober 1938 bis April 1939 und vom September 1941 bis September 1942 wegen &#8222;Rundfunkvergehen und Heimt\u00fccke&#8220; inhaftiert. [D\u00d6W 17995]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Egger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">August<\/td>\n<td width=\"84\">Deserteur<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">August Egger aus Lend wird in das KZ-Mauthausen deportiert und dort ermordet. Am 15.11.1944 meldet die Gestapo Salzburg, dass die Deserteure K. Dupitsch und A. Egger am 28.10.1944 im KZ-Mauthausen gestorben sind. Auch die Frau von Augsut Egger, Therese Egger, ist im Konzentrationslager interniert. [Horst Scholz, Dokumentation: &#8222;Nationalsozialismus &#8211; Aufstieg und Untergang&#8220;, Pinzgauer Bezirksarchiv und D\u00d6W 17993]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Ein\u00f6der<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Ernst<\/td>\n<td width=\"84\">Milit\u00e4rischer Widerstand<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Am 1. April 1945 fassen Ernst Ein\u00f6der, Anton Bichler und August Fischerauer den Entschluss, sich von der Truppe zu entfernen. Die drei marschieren von Lienz \u00fcber das M\u00f6lltal bis Heiligenblut und \u00fcber die Tauern in das Rauriser-Tal. Dort werden sie am 5. April 1945 von der Gendarmerie festgenommen. Ernst Ein\u00f6der gibt an, er wollte nur seine Eltern besuchen und dann wieder zur Truppe zur\u00fcckzukehren. Das Verfahren gegen die drei wird Wochen vor Kriegsende ausgesetzt. Sie werden sofort an die Front zur &#8222;Frontbew\u00e4hrung&#8220; versetzt. [D\u00d6W E 21.202 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 567 ff, 626]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Eisenberger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Anne<\/td>\n<td width=\"84\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Laut Gendarmeriebericht Lend vom 31.8.1939 macht Anne Eisenberg &#8222;staatsfeindliche \u00c4u\u00dferungen&#8220;. Eisenberg wird am 12.9.1939 deshalb zu einer Geldstrafe von 20 Reichsmark verurteilt. [D\u00d6W 16005]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Enzinger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Krimml<\/td>\n<td width=\"623\">Strafanzeige der Gendarmerie Krimml vom 16.10.1939 gegen Josef Enzinger und 2 anderen Pinzgauern wegen staatsfeindlicher \u00c4u\u00dferungen. Enzinger ist Kassier der KP\u00d6. [Widerstand u. V. Bd 1 S 119, 123, 151 ff; D\u00d6W 16006]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Enzinger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Neukirchen<\/td>\n<td width=\"623\">Die Landarbeiter Josef Enzinger, geb. 1903, Neukirchen, Franz Wallner, geb.1906, Wald i Pzg. und Hermann Gensbichler, geb 1919, Wald i Pzg. werden beschuldigt ein Vergehen nach dem \u201eHeimt\u00fcckegesetz\u201c begangen zu haben. Beim Mittagessen erkl\u00e4rt Enzinger u.a.: &#8222;Es ist der gleiche Schwindel wie fr\u00fcher&#8220; (gemeint ist die Staatsf\u00fchrung). Hermann Gensbichler \u00e4u\u00dfert sich ebenfalls kritisch gegen das NS-System: &#8222;Es ist eine gro\u00dfe Schweinerei, wir k\u00f6nnen arbeiten und sparen f\u00fcr die Herren. Die Herren sollen den Krieg selber f\u00fchren. Diese sitzen beim Tisch, lassen sich&#8217;s gut gehen, haben eine Unterhaltung dabei, und wir k\u00f6nnen den Sch\u00e4dl herhalten.&#8220; [D\u00d6W 16.606 und Widerstand und Verfolgung Bd 2 S 378]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Ettel<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Karl<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Am 27. Februar 1942 werden die Saalfeldner Johann Kr\u00f6ll, Karl Ettel, Paul L\u00fcrzer, Ludwig Thurner, Franz Dillinger, Anton Wimmer, Karl Reinthaler, Georg W\u00f6rg\u00f6tter, Lothar Pointner und Peter Mitteregger aus Kaprun von der Gestapo festgenommen. Die meisten von ihnen sind Eisenbahner. Vorwurf: Mitglied einer illegalen KP-Organisation. Auszug aus dem Bericht der Gestapo an die Kreisleitung der NSDAP: &#8222;S\u00e4mtliche Festgenommene sind gest\u00e4ndig, sie wurden in die Haftanstalt des Landesgerichtes Salzburg eingeliefert. Nach Abschluss der Erhebungen wird Anzeige wegen Vorbereitung zum Hochverrat beim Sondergericht erstattet.&#8220; [SLA, HB Akte, Karton 103; HB 450-452, 1942] Karl Ettel wird am 9. Dezember 1942 vom Oberlandesgericht Wien wegen Hochverrats zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W 8563 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 403]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Exenberger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Karoline<\/td>\n<td width=\"84\">Desertion<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">In Bramberg halten sich in den Kriegsjahren 1944\/55 rund 7 Bramberger als Deserteure auf. Sie verstecken sich bei Verwandten, in H\u00f6hlen und auf Almh\u00fctten. Am 29. und 30. Juli 1944 kommt es zur ersten Gro\u00dfrazzia in Bramberg. Rund 40 Angeh\u00f6rige der Gestapo, SS und Gendarmerie nehmen daran teil. Im Zuge dieser Aktion wird Johann Schneider festgenommen. Schneider wird zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt und gilt seither als vermisst. Am 11. Oktober 1944 kommt es zu einer weiteren Razzia im Gebiet um Bramberg. Im Zuge dieser Aktion wurde Alois Brugger vom Gestapobeamten Erdmann erschossen. Wegen &#8222;Deserteurbeg\u00fcnstigung&#8220; werden zahlreiche Angeh\u00f6rigen der Deserteuere festgenommen und vor das Sondergericht gestellt: Karoline Exenberger [geb. 1914], Habach 4 &#8211; Urteil: 2 Jahre und 6 Monate Zuchthaus, Strafanstalt Jauer. [D\u00d6W E 21089 und Widerstand und V. S 550 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Fritzenwanker<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">SP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Drei Mitarbeiter der \u00d6BB &#8211; Franz Fritzenwanker, geb.1897, Reichsbahnbetriebwart aus Saalfelden; Karl Rauter, geb.1901, Lokomotivheizer aus Schwarzach; Josef Voithofer, geb.1895, aus St. Veit-Klamm werden wegen &#8222;Vorbereitung zum Hochverrat&#8220; zu je 4 Jahren Zuchthaus verurteilt. Die drei, so der Vorwurf der obersten Richter, haben sich in Embach getroffen, um dort organisatorische Fragen der &#8222;Revolution\u00e4ren Sozialisten&#8220; zu besprechen. Fritzenwanker, Rauter und Voithofer bleiben &#8211; so die Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge &#8211; bis Kriegsende im Mai 1945 inhaftiert. [D\u00d6W 18.056 und Widerstand und Verfolgung Bd 1, S 296\/610 und D\u00d6W 18.534, D\u00d6W 18.774]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Fritzenwanker<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/p>\n<p>Zell See<\/td>\n<td width=\"623\">Aus dem Schreiben der Geheimen Staatspolizei an den Landrat Zell am See vom 7. April 1942: &#8222;Betreff: D\u00fcnser Hermann, Zugf\u00fchrer d. Pinzg. Lokalbahn, geb.1.3.1903; Fritzenwanker Franz, Betriebsrat d. Reichsbahn, geb.6.11.1897 in Saalfeden; Seiwald Johann, Oberbauarbeiter d. Reichsbahn, geb.7.10.1908 Die Obengenannten wurden wegen illegaler Bet\u00e4tigung f\u00fcr die KP., bezw. f\u00fcr die RS im dortigen Landkreis festgenommen. Gegen Seiwald konnte der Verdacht einer illegalen Bet\u00e4tigung nicht aufrecht erhalten werden, weshalb er am 1.4.1942 wieder entlassen wurde. Ich bitte um Kenntnisnahme.&#8220; [SLA, HB Akte, Karton 103; HB 450-452, 1942]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>F\u00fcrschnaller<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Kath.<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Mittersill<\/td>\n<td width=\"623\">F\u00fcrschnaller Kath., geb. 1886, aus Mittersill, Neuh\u00e4usl, wird am 16. April 1941 im ersten von insgesamt vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo sie &#8211; mit allen anderen 262 Opfern &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 578]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Gassner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Emmerenz<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Neukirchen<\/td>\n<td width=\"623\">Politische Begutachtung der NSDAP-Ortsgruppe Neukirchen betreffend Monika Vorreiter: Gegen die B\u00e4uerin Emmerenz Gassner wird ein Strafverfahren eingeleitet [D\u00d6W 16.046]. Daneben l\u00e4uft ein Verfahren wegen Vergehens in politischer Hinsicht gegen die Magd Monika Vorreiter und den Knecht Adolf Knapp aus Bramberg. Der Ortsgruppenleiter kommt zum Schluss: &#8222;Es ist daher sehr erw\u00fcnscht, in dieses Nest energisch hineinzuleuchten, damit endlich einmal ein nicht verbesserlicher Brandherd zum Verl\u00f6schen gebracht werden kann.&#8220; [Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 62]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Gasteiger, Dr.<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Kaprun<\/p>\n<p>Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Regierungskommiss\u00e4r Dr. Franz Gasteiger aus Kaprun, geb 1905, wird am 13. M\u00e4rz 1938 festgenommen. Am 11. April 1938 wird Gasteiger in das KZ Dachau eingeliefert, wo er bis zum 13. M\u00e4rz 1939 interniert wird. [Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 11 und 19]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Gebetsroither<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Josef Gebetsroither ist w\u00e4hrend des Austrofaschismus Kommandant der Gendarmerie in Zell am See. Bereits am 12. M\u00e4rz 1938 wird er verhaftet und in das Polizeigefangenenhaus in Salzburg eingeliefert. Von dort wird er in das KZ Dachau gebracht. Gebetsroither wird schwer misshandelt und in &#8222;strengster Haft&#8220; in der Strafkompanie interniert. Am 13. M\u00e4rz 1939 wird er k\u00f6rperlich schwer angeschlagen entlassen. [Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 24ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Geisler<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Krimml<\/td>\n<td width=\"623\">Der katholisch-konservative Krimmler Bauer, Josef Geisler, geb. 1896, wird vom 19.12.1944 bis 27.4.1945 inhaftiert. Der Vorwurf: Vergehen nach dem \u201eHeimt\u00fcckegesetz\u201c und \u201eWehrkraftzersetzung\u201c. [D\u00d6W 18.071]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Gensbichler<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Hermann<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Neukirchen<\/td>\n<td width=\"623\">Die Landarbeiter Josef Enzinger, geb. 1903, Neukirchen, Franz Wallner, geb.1906, Wald i Pzg. und Hermann Gensbichler, geb. 1919, Wald i Pzg. werden beschuldigt ein Vergehen nach dem \u201eHeimt\u00fcckegesetz\u201c begangen zu haben. Beim Mittagessen erkl\u00e4rt Enzinger u.a.: &#8222;Es ist der gleiche Schwindel wie fr\u00fcher&#8220; [gemeint ist die Staatsf\u00fchrung]. Hermann Gensbichler \u00e4u\u00dfert sich ebenfalls kritisch gegen das NS-System: &#8222;Es ist eine gro\u00dfe Schweinerei, wir k\u00f6nnen arbeiten und sparen f\u00fcr die Herren. Die Herren sollen den Krieg selber f\u00fchren. Diese sitzen beim Tisch, lassen sich&#8217;s gut gehen, haben eine Unterhaltung dabei, und wir k\u00f6nnen den Sch\u00e4dl herhalten.&#8220; [D\u00d6W 16.606 und Widerstand und Verfolgung Bd 2 S 378] Hermann Gensbichler wird wegen Kritik am System zu 10 Tagen Arrest verurteilt. [Zeitzeuge Johann Leo]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Goldbach<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Gertraud<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche\/<\/p>\n<p>katholische Laie<\/td>\n<td width=\"60\">Uttendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Die Abhaltung der katholischen Primizfeier am 23. Juli 1939 in Uttendorf bringt den drei Uttendorferinnen Maria Scharler, geb 1922, Gertrud Goldbacher und Anna Lackner, geb. 1893, ein Strafverfahren ein. Die B\u00e4uerinnen Lackner und Goldbach werden beschuldigt, H\u00f6henfeuer in der Nacht vor dem Fest organisiert zu haben. Maria Scharler wird die Dekorierung des Festsaales vorgeworfen. \u00dcber das Urteil ist nichts bekannt. [Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 115 und D\u00d6W 16.052]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Gratz<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Albert<\/td>\n<td width=\"84\">Reform-<\/p>\n<p>bewegung<\/td>\n<td width=\"60\">Mittersill<\/td>\n<td width=\"623\">Der Lehrer Albert Gratz, geb. 1914, aus Mittersill ist Mitglied der Religionsgemeinschaft der &#8222;Siebenten-Tags-Adventisten&#8220;. Diese Reformbewegung heiligt den Samstag statt den Sonntag. W\u00e4hrend der Friedenszeiten und im Ostfeldzug nehmen die Vorgesetzten R\u00fccksicht auf Gratz. Am Samstag den 13. J\u00e4nner 1940 kommt es zu einem Zwischenfall: Gratz weigert sich Kisten zu verladen und wird vor das Feldkriegsgericht gestellt. Er wird wegen Ungehorsams zu 4 Wochen gesch\u00e4rftem Arrest verurteilt. [D\u00d6W E 21.202 und Widerstand und Verfolgung Bd. 2, S 351]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Griessl<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Der konservative Saalfeldner Hilfsarbeiter, Josef Griessl, geb. 1905, wird wegen Verdachts der staatsfeindlichen Bet\u00e4tigung von Juli bis August 1940 inhaftiert. Am 14. Juli 1942 wird Griessl neuerlich festgenommen und in das Arbeitslager Znaim \u00fcberstellt. Im September 1942 wird er entlassen. [Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 100 und D\u00d6W 18.107]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Griessl<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">katholischer Laie<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Josef Griessl wird verd\u00e4chtigt, Kurierdienste f\u00fcr katholische Organisationen durchgef\u00fchrt zu haben. Zwischen 1940 und 1942 wird Griessl mehrmals kurz inhaftiert. Am 18.7.1942 wird Griessl im Auftrag des Landrates von Zell am See in die &#8222;Arbeitsanstalt&#8220; nach Znaim verschickt. Er \u00fcberlebt das Lager. [D\u00d6W 18107]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Gruber<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Paul<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Rauris<\/td>\n<td width=\"623\">Der Bauer Paul Gruber, geb. 1874, aus Rauris wird laut Bericht der Staatsanwaltschaft Salzburg an den Volksgerichtshof vom 7. Oktober 1938 wegen Vorbereitung zum Hochverrat am 4. Oktober festgenommen. Dem 64j\u00e4hrigen Kleinbauer wird &#8222;kommunistische Mundpropaganda&#8220; vorgeworfen. [D\u00d6W 15.339 und Widerstand und V. Bd 1 S 456]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Gr\u00fcbl<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Moritz<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Am 13. Juni 1940 werden Pfarrer Eduard Angermann aus Hinterthal, Pfarrer Franz Auer aus Unken, Pfarrer Moritz Gr\u00fcbl aus Saalfelden, Dechand Franz Kocher aus Saalfelden, Pfarrer Balthasar Linsinger aus Wei\u00dfbach und Dechand Peter Mair aus St. Johann i.P. festgenommen. Vorwurf: &#8222;Vergehen gegen die Feiertagsordnung&#8220;. Die Priester haben am 29. Juni das katholische Hochfest &#8222;Peter und Paul&#8220; gefeiert. Der Feiertag ist laut NS-System verboten. Die Priester erhalten 1 Monat Arrest. [D\u00d6W E 19.888\/b und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 285 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Hagenauer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Anton<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Mittersill<\/td>\n<td width=\"623\">Kooperator Anton Hagenauer aus Mittersill wird im Juni\/Juli 1940 wegen staatsfeindlicher \u00c4u\u00dferungen inhaftiert. [D\u00d6W E 19.011 und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 322]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Haiderer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Norbert<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Taxenbach<\/td>\n<td width=\"623\">Am 1.12.1939 werden die Hilfsarbeiter Johann Riedelsperger und Norbert Haiderer wegen Beschimpfung des F\u00fchrers von der Gendarmerie Zell am See angezeigt. Riedelsperger und Haiderer werden umgehend verhaftet. Norbert Haiderer wird am 30.11.1939 in das Amtsgericht Taxenbach eingeliefert. [D\u00d6W 16013]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Haselsberger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Sebastian<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">St. Martin<\/p>\n<p>Lofer<\/td>\n<td width=\"623\">Kooperator Sebastian Haselsberger aus St. Martin bei Lofer wird am 2. August 1938 festgenommen und in das Konzentrationslager Mauthausen \u00fcberstellt. Am 4. April 1944 wird Haselberger im KZ Mauthausen, so die offizielle Angabe, &#8222;auf der Flucht erschossen&#8220;. [D\u00d6W 12.049 und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 322]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Hasenauer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Bartholom\u00e4us<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche\/ katholischer Laie<\/td>\n<td width=\"60\">Maishofen<\/td>\n<td width=\"623\">Bartholom\u00e4us Hasenauer gilt als R\u00e4delsf\u00fchrer der verbotenen Heiligenbluter Wallfahrt im Sommer 1940. Wegen &#8222;Sabotage kriegswirtschaftlicher Ma\u00dfnahmen&#8220; wird er 21 Tage in \u201eSchutzhaft\u201c genommen. Seine Schwester, Burgl H\u00f6ller, die sich f\u00fcr den Bruder schriftlich um Hilfe an den F\u00fchrer wendet, wird &#8222;strengstens verwarnt&#8220;. [Widerstand und Verfolgung, Bd. 2, S 116 ff und D\u00d6W 16.053]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Hatzmann<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Mittersill<\/td>\n<td width=\"623\">Im September 1941 wird der Bergmann Franz Hatzmann, geb. 1901, aus Mittersill festgenommen. Am 8. Dezember 1941 kommt es zu einer Anfrage vom Landrat Zell am See an die Gendarmerie Mittersill betreffend der angeblichen Inhaftierung von Franz Hatzmann wegen kommunistischer \u00c4u\u00dferungen. Am 11. Februar 1942 wird Hatzmann vom OLG Wien wegen &#8222;Vorbereitung zum Hochverrat&#8220; zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Franz Hatzmann, so der Vorwurf, &#8222;hat die Leistungen der Deutschen Wehrmacht herabgesetzt und seiner kommunistischen Gesinnung offen Ausdruck gegeben&#8220;. Die gravierendsten Vorw\u00fcrfe der obersten Richter: Am 22.6.1941, dem Tag des Kriegsausbruches mit der Sowjetunion l\u00e4dt er den Drittelf\u00fchrer W\u00f6lfer zu einer &#8222;Siegesfeier&#8220; in ein Gasthaus nach Hollersbach. Die Zeche f\u00fcr diese Feier wollte Hatzmann \u00fcbernehmen. Im Juli 1941 versuchte Hatzmann seinen Kollegen W\u00f6lfer zum Beitritt zur KP\u00d6 zu \u00fcberreden. [D\u00d6W 16039\/8241 u Widerstand u V Bd 1 S 436 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Hauthaler<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Der Bramberger Kooperator Josef Hauthaler wird im Februar 1942 mit einem Schulverbot bestraft. Nach Ansicht der Partei hat Hauthaler ein Mitglied der Deutschen Jugend &#8222;ungeb\u00fchrlich gema\u00dfregelt&#8220;. [H\u00f6nigschmid, Chronik Bramberg, S 110]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Herzog<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Bruck<\/td>\n<td width=\"623\">Der Arbeiter Josef Oberlader aus Rosenthal wird gemeinsam mit Johann Zaisberger, und Josef Herzog verhaftet. Ihnen wird Hochverrat vorgeworfen. Die Arbeiter der Firma Redlich und Berger in Bruck haben sich w\u00e4hrend der Pause abf\u00e4llig \u00fcber das NS Regime ge\u00e4u\u00dfert. Die &#8222;staatsfeindlichen Gespr\u00e4che&#8220; brachten den Arbeitern aus Bruck mehrj\u00e4hrige Haftstrafen ein. Josef Oberlader wurde zu 4 Jahren Zuchthaus, Johann Zaisberger zu 3 Jahren Zuchthaus, Johann Herzog zu 1 Jahr Zuchthaus verurteilt. Gemeinsam mit den drei Angeklagten wird Peter M\u00f6senlechner aus Bruck wegen &#8222;kommunistischer Mundpropaganda an der Arbeitsstelle&#8220; festgenommen. [D\u00d6W 8199 und Widerstand u V Bd1 S 434 ff\/619]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Hirner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Maria<\/td>\n<td width=\"84\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"60\">Neukirchen<\/td>\n<td width=\"623\">Meldung der Gendarmerie Neukirchen vom 6. September 1940 \u00fcber die staatsfeindlichen \u00c4u\u00dferungen von Maria Hirner, die laut Gutachten der NSDAP-Ortsgruppe Neukirchen als politisch unzuverl\u00e4ssig gilt. Hirner bezeichnet die Regierung \u00f6ffentlich u.a. als &#8222;Sauwirtschaft&#8220; und &#8222;Saustall&#8220; [D\u00d6W 16037 und Widerstand und Verfolgung Bd 2 S 388]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Hirschbichler<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">M.<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Hirschbichler M., geb. 1900, aus Saalfelden, wird am 21. Mai 1941 im letzten von vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo Hirschbichler. &#8211; wie alle anderen 262 Opfer &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 582]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Hofer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Neukirchen<\/td>\n<td width=\"623\">Auszug aus dem politischen Bericht des NSDAP-Ortsgruppenleiters Lois \u00d6ttl aus Neukirchen betreffend &#8222;staatsfeindlicher \u00c4u\u00dferungen&#8220; von Franz Hofer, geb.1896, aus Sulzau vom 16. Februar 1940: &#8222;Hofer ist ein Mensch, dem man im allgemeinen wenig ernst beimisst. Wenn er bei seiner Arbeit und auf dem Bauernhof ist, erscheint er vollkommen harmlos und politisch indifferent [..] Seine politische Weisheit l\u00e4sst er ebenfalls im besoffenen Zustand leuchten und gipfelt darin, dass er \u00fcber das jetzige Regime loszieht und es so herstellt, dass es nicht besser ist als fr\u00fcher und dass die pers\u00f6nliche Freiheit der Bauernschaft fr\u00fcher besser war als heute. [..] Strafbare Bemerkungen hat Hofer gemacht, als er auf Urlaub hier war, und lie\u00df man ihn damals vor dem Einr\u00fccken ungestraft laufen in der Meinung, dass er ja beim Milit\u00e4r wieder besser sein wird. Wie mir von seinigen Kameraden erz\u00e4hlt wurde, soll er auch beim Milit\u00e4r immer seine gegnerischen Bemerkungen machen.&#8220; Hintergrund des Berichtes: Der Tischlergehilfe Franz Senk, geb. 1904, gibt bei der Gendarmerie am 12.2.1940 &#8211; er ist als Zeuge geladen &#8211; an, Hofer w\u00fcrde sich in den Gasth\u00e4usern abf\u00e4llig \u00fcber das NS-Regime \u00e4u\u00dfern. [D\u00d6W 16.042 und Widerstand und Verfolgung Bd. 1, S 578 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Hofer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Neukirchen<\/td>\n<td width=\"623\">Meldung der Gendarmerie Neukirchen vom 12.2.1940 betreffend staatsfeindlicher \u00c4u\u00dferungen von Josef Hofer. [D\u00d6W 16042]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Hofmannsthal von<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Gertrude<\/td>\n<td width=\"84\">J\u00fcdin<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Das Jagdschloss Prielau in Zell am See befindet sich im alleinigen Besitz von Gertrude von Hofmannsthal, der Witwe des Dichters Hugo von Hofmannsthal. Da sie f\u00fcr die Nationalsozialisten als &#8222;Vollj\u00fcdin&#8220; gilt, versuchte sie das Schloss zu retten, indem sie es ihrer Tochter und deren &#8222;arischen&#8220; Ehemann, Dr. Heinrich Zimmer, schenkt. Da die Liegenschaft als landwirtschaftlicher Besitz eingestuft wird, ist das Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft zust\u00e4ndig. Dieses lehnt die Schenkung ab. Im November 1940 wird das Schloss von der Geheimen Staatspolizei beschlagnahmt. Gertrude von Hofmannsthal wird die deutsche Staatsb\u00fcrgerschaft entzogen. 1942 fiel das Schloss in das Eigentum des Deutschen Reichs. Am 13. April 1943 wird das Schloss um 60.000 Reichsmark an den NS-K\u00fcnstler Prof. Josef Thorak verkauft. Der Verm\u00f6gensentzug des Schlosses wird von Adolf Hitler pers\u00f6nlich entschieden, weshalb der notwendige Amtsweg ausgeschaltet ist. Erst am 28 Juli 1952 kommt es zu einem Vergleich zwischen Gertrude Hofmannsthal und der Witwe Erna Thorak vor dem Salzburger Landesgericht. Gertrude Hofmannsthal muss letztlich &#8211; neben ihren Verfahrenskosten &#8211; 40.000 Schilling bezahlen, um zu ihrem Besitz zu kommen. [Lichtblau S 194]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Hollaus<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Rupert<\/td>\n<td width=\"84\">Milit\u00e4rischer Widerstand<\/td>\n<td width=\"60\">Uttendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Am 8. September 1939 wird die Kompanie von Rupert Hollaus im polnischen Jaslo in erste schwere Kampfhandlungen verwickelt. Hollaus und ein weiterer Soldat &#8211; J\u00e4ger Mathis &#8211; bleiben 3 Tage in Jaslo und verstecken sich in einem polnischen Bauernhaus um sich auszuruhen. Sie wissen, zur Truppe k\u00f6nnen sie nicht mehr zur\u00fcck, da sie als Fahnenfl\u00fcchtige mit der Todesstrafe bedroht sind. Anfangs wollen sie nach Russland marschieren, sp\u00e4ter wieder zur\u00fcck nach \u00d6sterreich. Dabei werden sie festgenommen. Hollaus wird vom Kriegsgericht zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Diese Urteil wird vom Oberbefehlshaber der 12. Armee aufgehoben. Der Oberbefehlshaber pl\u00e4diert auf Todesstrafe. Am 14. M\u00e4rz 1940 wird Hollaus schlie\u00dflich vom Gericht der 2. Gebirgs-Division zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt. \u00dcber das weitere Schicksal von Rupert Hollaus ist nicht bekannt. [D\u00d6W 6314 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 568 ff, 626]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>H\u00f6ller<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Anton<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Die Gendarmerie wirft dem Fabriksarbeiter Anton H\u00f6ller, geb. 1904, den sie als &#8222;\u00fcblen Meckerer&#8220; bezeichnet, &#8222;\u00c4rgernis erregendes Verhalten&#8220; vor. H\u00f6ller, der in der S.A.I.A.G. in Lend arbeitet, hat am 18. Juli 1939 den Blockobmann Matthias Bubendorfer beleidigt. Er beschwerte sich \u00fcber die Arbeitsbedingungen im Aluminiumwerk und vergleicht das Werk mit &#8222;Dachau&#8220;. Mitarbeiter der NSDAP werden &#8211; so der Vorwurf &#8211; beleidigt und von H\u00f6ller beschimpft. Daneben hat H\u00f6ller mehrmals den Hitlergru\u00df verweigert und mit &#8222;Gr\u00fc\u00df Gott!&#8220; geantwortet. Schlie\u00dflich, so die Gendarmerie, hat H\u00f6ller beim Hendlwirt in Lend gesagt: &#8222;Und damit ihr&#8217;s wisst, ich bin ein Kommunist und bleib einer, da k\u00f6nnts machen, was ihr wollt.&#8220; H\u00f6ller wird &#8222;wegen Verbreitung beunruhigender Ger\u00fcchte&#8220; zu einer mehrw\u00f6chigen Haftstrafe verurteilt. Er wird vom 28.7. bis 25.8. 1939 inhaftiert. 1943 kommt es neuerlich zur Festnahme des Fabriksabeiters in Lend. H\u00f6ller wird am 6. Juli 1943 vom Oberlandesgericht Wien wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Vorwurf: &#8222;Der Angeklagte hat in der Zeit vom Ende M\u00e4rz bis Ende Mai 1941 in Lend an Albert Salzmann f\u00fcr die Rote Hilfe Beitr\u00e4ge in der H\u00f6he von 3 RM geleistet. Er hat hiedurch den kommunistischen Hochverrat vorbereitet und wird zu drei Jahren Zuchthaus [..] verurteilt.&#8220; F\u00fcnf Monate sp\u00e4ter, am 25. November 1943, stirbt H\u00f6ller im Gef\u00e4ngnis. [D\u00d6W 15.991, 18186 und 8633 und Widerstand und V. Bd 1 S 429\/405\/619\/618]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Holzner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Rosa<\/td>\n<td width=\"84\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"60\">Fusch<\/td>\n<td width=\"623\">Rosa Holzner, geb. 1898, verbreitet, so der Vorwurf der Gendarmerie in Fusch, beunruhigende Ger\u00fcchte. Die Hausbesorgerin wird laut Fr\u00fchmeldung der Gestapo am 4. Oktober 1939 wegen Vergehen nach dem \u201eHeimt\u00fcckegesetz\u201c festgenommen. Frau Holzner wird kommunistische Bet\u00e4tigung vorgeworfen. [D\u00d6W 16036 und E 21.000 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 456]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Huber<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Georg<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Mittersill<\/td>\n<td width=\"623\">Georg Huber, geb. 1885, aus Mittersill, wird am 21. Mai 1941 im letzten von vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo er wie alle anderen 262 Opfer in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 583]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Huemer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Alois<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Der Reichsbahnbeamte Franz Thurner, geb. 1897, und der Reichsbahnangestellte Alois Huemer, geb. 1905, beide aus Saalfelden, werden im Mai 1942 wegen &#8222;Rundfunkverbrechens&#8220; angeklagt. Der ehemalige Sozialdemokrat Thurner, so der Oberstaatsanwalt, hat &#8222;..in seiner Wohnung in Gegenwart des Alois Huber englische Nachrichten in deutscher Sprache vom englischen Rundfunk eingestellt und abgeh\u00f6rt, wobei er den Huemer mith\u00f6ren lie\u00df.&#8220; Dar\u00fcberhinaus soll Thurner mehrmals in seiner Dienststelle w\u00e4hrend seiner Nachtschicht ausl\u00e4ndische Sender geh\u00f6rt haben. Franz Thurner wird zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Laut Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge ist Thurner vom 27. M\u00e4rz 1942 bis 9. Mai 1945 inhaftiert. Huemer wird freigesprochen. Er befindet sich vom 30. M\u00e4rz 1942 bis 27. Mai 1942 in Untersuchungshaft. [D\u00d6W 6345b und Widerstand und Verfolgung Bd 2 S 406\/616]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Innerhofer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Emil<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Uttendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Dem Uttendorfer Hilfsarbeiter Emil Innerhofer, geb. 1894, wird Beleidigung des F\u00fchrers vorgeworfen. Innerhofer hat, so der Vorwurf, am 2. Oktober 1938 im Gasthaus Niederbichl mehrmals &#8222;Pfui Hitler&#8220; gesagt. Im Gendarmerieposten, so der Vorwurf, kommt es zu einer &#8222;\u00f6ffentlichen Gewaltt\u00e4tigkeit und Wachebeleidigung.&#8220; Innerhofer wird am 22.11.1938 vom LG Salzburg zu 9 Monaten schwerem Kerker verurteilt. Das Oberlandesgericht in Innsbruck erh\u00f6ht die Strafe auf 1 Jahr schweren Kerker. [D\u00d6W 16.035 und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 372\/615]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Joiser<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Anton<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Krimml<\/td>\n<td width=\"623\">Pfarrer Anton Joiser aus Krimml wird bei der Gendarmerie angezeigt. Bei der Predigt erkl\u00e4rt er, dass Engl\u00e4nder &#8222;bessere Christen und Menschen sind.&#8220; Josef Eder und Margarethe Kammerlander geben an, dass darum bei der nationalsozialistischen Bev\u00f6lkerung von Krimml Erregung herrscht. [D\u00d6W 16.032 und Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 267 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Jop<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Max<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Uttendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Max Jop, geb. 1893, aus Uttendorf, wird am 17. April 1941 im zweiten von vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo er &#8211; wie alle anderen 262 Opfer &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 580]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Kaltenhauser<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Vitus<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Hollersbach<\/td>\n<td width=\"623\">Auszug aus der &#8222;Salzburger Landeszeitung&#8220;, Amtliches Blatt der NSDAP vom 26.9.1938: &#8222;Ihm ist recht geschehen. Salzburg. Der Gastwirt Vitus Kaltenhauser in Hollersbach ist laut Gendarmeriebericht als verbohrter Anh\u00e4nger des Systems Schuschnigg bekannt, der mit Vorliebe ung\u00fcnstige Ger\u00fcchte zu verbreiten sucht. So erz\u00e4hlte er auch eines Tages in seinem Gasthaus dem Kreisbauernf\u00fchrer eine seiner L\u00fcgengeschichten. Der Kreisbauernf\u00fchrer erstattete die Anzeige. Kaltenhauser wurde daraufhin wegen Verbreitung unwahrer, beunruhigender Ger\u00fcchte vom Amtsgericht bedingt zu einem Monat strengem Arrest verurteilt. [..]&#8220; Der Berufungssenat wandelt die Strafe in eine unbedingte um. Kaltenhauser muss die Strafe absitzen. [Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 57]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Kant<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Arthur und Sara<\/td>\n<td width=\"84\">Juden<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Das Ehepaar Arthur und Sara Kant betreiben bis zum 6. Oktober 1938 ein kleines Modewaren-Detailgesch\u00e4ft in Saalfelden. Der Lodenfabrikant Georg H\u00f6ttl wird als kommissarischer Verwalter f\u00fcr die Nationalsozialisten bestellt. Der Wert des Lagers wird mit rund 12.000 Reichsmark beziffert, die Gesch\u00e4ftseinrichtung mit 1.500 Reichsmark. In der Kassa befinden sich 9.000 Reichsmark. Diese werden von H\u00f6ttl sofort beschlagnahmt. Den j\u00fcdischen Inhabern werden vorerst 300 Reichsmark pro Monat ausbezahlt. F\u00fcr die Ausreise bewilligte man bis zu 4.000 Reichsmark. Arthur Kant wird im Zuge des Novemberpogroms in das KZ-Dachau deportiert. Das Gesch\u00e4ft \u00fcbernimmt der Neffe des kommissarischen Leiters, Hans Aschb\u00f6ck. Die verwitwete Sara Kant gibt im September 1946 an, sie und ihr Mann h\u00e4tten vom kommissarischen Verwalter insgesamt 5.060 Reichsmark erhalten. In diesem Betrag waren die 4000 Reichsmark, den die Familie Ende Oktober f\u00fcr die Flucht erhalten hat, von Arthur Kant enthalten. [Lichtblau S 45 f und S 217]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Kendlbacher<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Johann<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Johann Kendlbacher, Elektromeister aus Lend wird gemeinsam mit anderen politischen Aktivisten festgenommen. Dazu z\u00e4hlten: Albert Salzmann, Fabriksarbeiter (Lend); Rupert Rindler, Maschinenschlosser (Taxenbach); Josef Riedelsperger (im Akt Riedelberger), Maschinenw\u00e4rter (Taxenbach); Leopold L\u00f6sch, Reichsbahnangestellter (Taxenbach) Hermann D\u00fcnser, Reichsbahnangestellter (Zell am See) &#8211; Alle werden wegen Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt. Salzmann erh\u00e4lt 9 Jahre Zuchthaus; Rindler 15 Jahre Zuchthaus; Kendlbacher, geb. 1899, 8 Jahre Zuchthaus; Riedelsperger 7 Jahre Zuchthaus; L\u00f6sch 8 Jahre Zuchthaus; D\u00fcnser 7 Jahre Zuchthaus. Allen wird vorgeworfen vom Lender Tischler Josef Scherleitner f\u00fcr die KP\u00d6 angeworben worden zu sein. Alle Angeklagten wurden gemeinsam mit Anton H\u00f6ller bei einer Razzia am 23. und 24. M\u00e4rz 1942 festgenommen. Salzmann ist bis zum Ende des Krieges im Jahr 1945, zuletzt im KZ Mauthausen, inhaftiert. Riedelsperger, Kendlbacher, L\u00f6sch und D\u00fcnser werden im Juli der Strafeinheit 999 \u00fcberstellt. [D\u00d6W 8632 und Widerstand u V Bd 1 S 399\/617]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Kirchner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Der Bramberger Gemeindesekret\u00e4r, Josef Kirchner, geb. 1903, wird im Oktober 1938 aus dem Gemeindedienst entfernt. 1943 wird Kirchner wegen \u201eRundfunkverbrechens\u201c zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilt. Er wird vom 10. November 1943 bis 10. J\u00e4nner 1944 und vom April 1944 bis M\u00e4rz 1945 inhaftiert. [Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 101 und D\u00d6W 18.271 und H\u00f6nigschmid, Chronik Bramberg S 110 ]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Knapp<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Walpurga<\/td>\n<td width=\"84\">Desertion<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Die Kellnerin Walpurga Knapp (geb. Kreidl, geb.1907) wird am 10.10.1944 mit anderen Zeugen nach einer Gro\u00dfrazzia verhaftet. Knapp wird sieben Wochen in der Polizeikaserne Salzburg festgehalten. Am 6. Dezember 1944 wird sie gemeinsam mit Anna Meilinger, Sophie Prossegger und C\u00e4cilia Meilinger (geb Bernhard) in das KZ Ravensbr\u00fcck eingeliefert. Walpurga Knapp gelingt die Flucht nach dem Abtransport in den Westen. Sie kehrt nach dem Krieg &#8211; schwer verst\u00f6rt &#8211; nach Bramberg zur\u00fcck. Vorwurf der Nationalsozialisten: Unterst\u00fctzung ihres Mannes bei der Desertion. Alois Knapp desertierte mit 9 weiteren Soldaten, worauf in Bramberg mehrere Razzien durchgef\u00fchrt werden. [D\u00d6W 18277]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Knapp<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Adolf<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Neukirchen<\/p>\n<p>Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Aus politische Begutachtung der NSDAP-Ortsgruppe Neukirchen betreffend Monika Vorreiter: Gegen die B\u00e4uerin Emmerenz Gassner wird ein Strafverfahren eingeleitet [D\u00d6W 16.046]. Daneben l\u00e4uft ein Verfahren wegen Vergehens in politischer Hinsicht gegen die Magd Monika Vorreiter und den Knecht Adolf Knapp aus Bramberg. Der Ortsgruppenleiter kommt zum Schluss: &#8222;Es ist daher sehr erw\u00fcnscht, in dieses Nest energisch hineinzuleuchten, damit endlich einmal ein nicht verbesserlicher Brandherd zum Verl\u00f6schen gebracht werden kann.&#8220; [Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 62]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Knapp<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Alois<\/td>\n<td width=\"84\">SP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Alois Knapp, geb. 1908, ist seit 1928 Mitglied der SP\u00d6. W\u00e4hrend des Verbotes der Partei von 1934 bis 1945 ist Knapp Mitglied der illegalen &#8222;Revolution\u00e4ren Sozialisten&#8220;. Knapp wird von den Nationalsozialisten 1938 zu Bauarbeiten beim Stubachwerk verpflichtet. 1942 wird er &#8222;aus politischer Unzuverl\u00e4sslichkeit&#8220; zur Wehrmacht eingezogen. 1943 desertieren er und 9 weitere Soldaten. Daf\u00fcr wird seine Frau Walpurga Knapp und weitere Familienmitglieder in das Konzentrationslager eingeliefert. [D\u00d6W 18.277]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Koch<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Ferdinand<\/td>\n<td width=\"84\">Milit\u00e4rischer Widerstand<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Auszug aus dem Schreiben an den Vater Rupert Koch vom 19. Mai 1944: &#8222;Sie haben dem Herrn Kommandanten des Wehrm. Gef. Wilna wegen Ihres Sohnes Ferdinand geschrieben. Ihr Brief wurde nach hier weitergeleitet, weil Ihr Sohn sich nunmehr in einem Straflager im Operationsgebiet befindet. Er wird hier erzogen und mu\u00df auch arbeiten. Strafe verb\u00fc\u00dft er nicht. Erst wenn er sich eine Zeitlang gut und straffrei f\u00fchrt, kann er in den Strafvollzug kommen. Augenblicklich ist er an der tiefsten Stelle des Soldatentums angekommen. Es liegt nun an ihm, ob er nochmals wieder ein anst\u00e4ndiger Soldat wird. Bisher hat er sich mit einer Vorstrafe von 8 Monaten wegen Wachverfehlung nicht begn\u00fcgt, er bekam jetzt 6 Jahre, weil er sich dem Kampfe entzogen und wochenlang hinter der Front herumtrieb und einen Kameraden noch ins Ungl\u00fcck st\u00fcrzte..&#8220; Ferdinand Koch wird laut Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge nach einem Jahr Straflager einer Strafeinheit \u00fcberstellt. Ferdinand Koch stirbt wenige Tage vor Kriegsende am 15. M\u00e4rz 1945. [D\u00d6W 18.283 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 564, 626]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Kocher<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Am 13. Juni 1940 werden Pfarrer Eduard Angermann aus Hinterthal, Pfarrer Franz Auer aus Unken, Pfarrer Moritz Gr\u00fcbl aus Saalfelden, Dechand Franz Kocher aus Saalfelden, Pfarrer Balthasar Linsinger aus Wei\u00dfbach und Dechand Peter Mair aus St. Johann i.P. festgenommen. Vorwurf: &#8222;Vergehen gegen die Feiertagsordnung&#8220;. Die Priester haben am 29. Juni das katholische Hochfest &#8222;Peter und Paul&#8220; gefeiert. Ein Feiertag der laut NS-System verboten ist. Die Priester erhalten 1 Monat Arrest. [D\u00d6W E 19.888\/b und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 285 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Koller<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Gustav<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Leogang<\/td>\n<td width=\"623\">Anzeige der Gendarmerie Leogang vom 10. Mai 1938: &#8222;Gustav Koller machte sich dadurch einer \u00dcbertretung nach dem Ordnungsschutzgesetze schuldig, weil er am 8. Mai 1938 nachmittag in seinem leicht berauschten Zustande im Gastzimmer des Rudolf Oberschneider in Leogang Nr.9 \u00f6ffentlich \u00fcber den F\u00fchrer und Reichskanzler nachstehende Worte \u00e4u\u00dferte bzw. sagte: &#8218;Alle (damit vermutlich gemeint die NSDAP) sind Gauner, und der Hitler ist selber der gr\u00f6\u00dfte Gauner.&#8216; Weiters machte sich Koller [..] schuldig, nachdem er im Gastzimmer des Rudolf Oberschneider \u00f6ffentlich 3- oder 4mal &#8218;Heil Moskau&#8216; schrie und sich \u00e4u\u00dferte, da\u00df er nur f\u00fcr Moskau sei.&#8220; Aus dem Schreiben der Gestapo Salzburg an das Bezirksgericht Saalfelden vom 18.Mai 1938: &#8222;Nach einem Bericht des Gendarmeriepostenkommandos Leogang befindet sich Koller im Bezirksgericht Saalfelden wegen Hochverrats in Untersuchungshaft. Da ich beabsichtige, Koller f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit in ein Konzentrationslager einzuweisen, ersuche ich, mir umgehend den Ausgang des dort anh\u00e4ngigen Strafverfahrens mitzuteilen und Koller ohne meine Genehmigung nicht aus der Haft zu entlassen.&#8220; [D\u00d6W 18.291 und Widerstand u. Verfolgung Bd.2, 419]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>K\u00f6nig<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Anton<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Krimml<\/td>\n<td width=\"623\">Antrag des GP Krimml an BH Zell am See auf Abschaffung von Anton K\u00f6nig aus dem Land Salzburg: &#8222;Anton K\u00f6nig wurde am 5. April 1938 vom hiesigen Posten wegen Beleidigung und Herabw\u00fcrdigung des F\u00fchrers und Reichskanzlers Adolf Hitler, Verdachts der kommunistischen Bet\u00e4tigung und Verbreitung falscher, beunruhigender Ger\u00fcchte verhaftet und am gleichen Tage [&#8230;] dem Bezirksgerichte in Mittersill eingeliefert, von wo er am 2.5.1938 an das Landesgericht in Salzburg \u00fcberstellt wurde. Da Anton K\u00f6nig laut eigener Angabe die Verbreitung falscher, beunruhigender Ger\u00fcchte schon bei mehreren Bauern der Gemeindegebiete Wald im Oberpinzgau und Neukirchen am Gro\u00dfvenediger weitererz\u00e4hlt hatte [sic!] und daher die Gefahr besteht, da\u00df er nach seiner Enthaftung diese T\u00e4tigkeit wieder fortsetzen werde, wird im Sinne des Gesetzes vom 27.7. 1871, [..] der Antrag auf Abschaffung f\u00fcr immer aus dem Lande Salzburg gestellt.&#8220; K\u00f6nig wird am 2. August 1938 zu 2,5 Monate strengen Arrest verurteilt. [D\u00d6W 16.030 und Widerstand u. V Bd 1, 418\/618]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Kowalczky<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Alfreda<\/td>\n<td width=\"84\">Zwangsarbeit<\/td>\n<td width=\"60\">Bruck<\/td>\n<td width=\"623\">Die polnische Zwangsarbeiterin Alfreda Kowalczky, sie ist in Bruck an der Glocknerstra\u00dfe eingesetzt, wird vom Melker Peter Embacher verd\u00e4chtigt, eine Brieftasche mit 180 RM gestohlen zu haben. Auch der Pferdeknecht Anton Prossegger belastet die Polin und gibt an, dass sie ihm bereits 1 (!) Zigarette gestohlen hat. Die Staatsanwaltschaft Salzburg stellt das Verfahren schlie\u00dflich ein. Frau Kowalczky wird zu ihrem Arbeitsplatz nach Bruck zur\u00fcckgeschickt. [Zwangsarbeit im Pinzgau, Hg: Historikerkommission S 345]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Kraitl<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Rupert<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Aus der Anklageschrift der Generalstaatsanwaltschaft Wien vom 7. Juli 1939: &#8222;Am 15.10.1938 kaufte sich der Landwirt Simon Egger aus Sch\u00fcttdorf in Zell am See einen Radioapparat. Auf dem Weg zum Radioh\u00e4ndler traf er den Angeschuldigten [..] Nach Kaufabschluss begaben sich die beiden mit dem Radioapparat in die Wohnung des Egger.. &#8220; Dort wurde, so die Anklage, der &#8222;Deutsche Freiheitssender&#8220; geh\u00f6rt. Die Ermittler wussten genau, wer noch in der Wohnung anwesend war: die Gattin von Simon Egger sowei der Hilfsarbeiter Rupert Kraitl. [D\u00d6W 6889 und Widerstand und V. Bd 1 S 427 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Krausler<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Hyazintha<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Piesendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Schwester Hyazintha Krausler ist Leiterin der Privatschule in Piesendorf. Sie wird im Juni 1938 aufgefordert, den Schuldienst aufzul\u00f6sen. Das NS-System bietet ihr zwei M\u00f6glichkeiten: &#8222;entweder freiwillig&#8220; oder man geht &#8222;einfach den Weg der H\u00e4rte und zwingt die Eltern, die Kinder in die \u00f6ffentliche Schule zu schicken.&#8220; Am 26. Juni 1938 verteilt sie Flugbl\u00e4tter in den H\u00e4usern Piesendorfs und fordert die &#8222;Fortf\u00fchrung der Privatschulen&#8220;. Zwei Wochen sp\u00e4ter wird die Schule aufgel\u00f6st. [D\u00d6W E 19.691 In Widerstand und Verfolgung in Salzburg Bd. 2 S 228 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Kristler<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Ernst<\/td>\n<td width=\"84\">Milit\u00e4rischer Widerstand<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Der Hilfsarbeiter Ernst Kristler, geb. 1913, aus Saalfelden wird am 3. Juli 1940 wegen unerlaubter Entfernung von der Truppe vom Feldgericht zu 15 Monaten Gef\u00e4ngnis verurteilt. Er \u00fcberlebt den Krieg. [D\u00d6W E 21.202 und Widerstand und Verfolgung Bd 1, S 592 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Kr\u00f6ll<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Johann<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Am 27. Februar 1942 werden die Saalfeldner Johann Kr\u00f6ll, Karl Ettel, Paul L\u00fcrzer, Ludwig Thurner, Franz Dillinger, Anton Wimmer, Karl Reinthaler, Georg W\u00f6rg\u00f6tter, Lothar Pointner und Peter Mitteregger aus Kaprun von der Gestapo festgenommen. Die meisten von ihnen sind Eisenbahner. Vorwurf: Mitglied einer illegalen KP-Organisation. Auszug aus dem Bericht der Gestapo an die Kreisleitung der NSDAP: &#8222;S\u00e4mtliche Festgenommene sind gest\u00e4ndig, sie wurden in die Haftanstalt des Landesgerichtes Salzburg eingeliefert. Nach Abschluss der Erhebungen wird Anzeige wegen Vorbereitung zum Hochverrat beim Sondergericht erstattet.&#8220; [SLA, HB Akte, Karton 103; HB 450-452, 1942] Johann Kr\u00f6ll wird am 9. Dezember 1942 vom Oberlandesgericht Wien wegen Hochverrats zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt. Kr\u00f6ll war laut Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge vom M\u00e4rz 1942 bis Mai 1945 im KZ-Mauthausen inhaftiert. [D\u00d6W 8563 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 403\/618]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Kronewitter<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Andreas<\/td>\n<td width=\"84\">SP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Zwei Briefe an seinen Sohn Wilhelm, der an der Ostfront stationiert ist, kosten dem sozialdemokratisch gesinnten Reichsbahnbeamten Andreas Kronewitter aus Zell am See das Leben. Der Inhalt der Briefe reicht f\u00fcr ein Verfahren wegen \u201eWehrkraftzersetzung\u201c . Im Schreiben vom 14. August 1943 r\u00e4t der Teilnehmer im Ersten Weltkrieg seinem Sohn zur Vorsicht: &#8222;..Schau nur zu, wenn gar nicht anders m\u00f6glich, da\u00df Du in gr\u00f6\u00dfere Kommandos nach hinten kommst..&#8220; In einem zweiten Schreiben vom 17. August 1943 \u00e4u\u00dfert sich Kronewitter kritisch \u00fcber einen Nationalsozialisten in Zell am See und erw\u00e4hnt einen Luftangriff auf Wiener Neustadt. F\u00fcr die obersten Richter reicht dies, um \u201eWehrkraftzersetzung\u201c &nbsp;zu erkennen. Andreas Kronewitter wird in den letzten Kriegsmonaten am 21. November 1944 in Wien hingerichtet. Auch gegen den Sohn Wilhelm wird ein Verfahren wegen \u201eWehrkraftzersetzung\u201c &nbsp;eingeleitet. [D\u00d6W E 18.574 und D\u00d6W 18.318 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 319 ff, 611; siehe auch D\u00d6W 21.202]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Kronewitter<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Wilhelm<\/td>\n<td width=\"84\">Milit\u00e4rischer Widerstand<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Wilhelm Kronewitter ist an der Front in Russland eingesetzt. Ein Briefwechsel zwischen ihm und seinem Vater hat schwerwiegende Folgen. Vater und Sohn werden wegen Wehrkraftzersetzung angeklagt. Andreas Kronewitter wird in den letzten Kriegsmonaten am 21. November 1944 in Wien hingerichtet. Gegen den Sohn Wilhelm wird ein Verfahren eingeleitet. Der 20j\u00e4hrige Wilhelm Kronewitter wird im April 1944 von einem Feldkriegsgericht wegen &#8222;Zersetzung der Wehrkraft&#8220; zu 1 Jahr Gef\u00e4ngnis verurteilt. [D\u00d6W E 21.202 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 585 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Kronewitter<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Rosa<\/td>\n<td width=\"84\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"60\">Uttendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Am 6. September 1939 erstattet die Gendarmerie in Uttendorf Anzeige gegen Rosa Kronewitter. Vorwurf: geh\u00e4ssige \u00c4u\u00dferungen gegen die NSDAP. [D\u00d6W 16029]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Lackner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Anna<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche\/<\/p>\n<p>katholische Laie<\/td>\n<td width=\"60\">Uttendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Die Abhaltung der katholischen Primizfeier am 23. Juli 1939 in Uttendorf bringt den drei Uttendorferinnen Maria Scharler, geb 1922, Gertrud Goldbacher und Anna Lackner, geb. 1893, ein Strafverfahren ein. Die B\u00e4uerinnen Lackner und Goldbach werden beschuldigt H\u00f6henfeuer in der Nacht vor dem Fest organisiert zu haben. Maria Scharler wird die Dekorierung des Festsaales vorgeworfen. \u00dcber das Urteil ist nichts bekannt. [Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 115 und D\u00d6W 16.052]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Lassacher<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Ernst<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Piesendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Bericht der Gendarmerie Piesendorf vom 22.5.1941 an das Amtsgericht Zell\/See \u00fcber die Verhaftung von Ernst Lassacher im Auftrag der Gestapo wegen staatsfeindlicher \u00c4u\u00dferungen. [D\u00d6W 16028]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Laukes<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Ludwig<\/td>\n<td width=\"84\">SP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Aus dem Schreiben des Nationaratsabgeordneten Josef Voithofer \u00fcber die politische Verfolgung von Ludwig Laukes vom 25. J\u00e4nner 1949: Ludwig Laukes wird sofort nach der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten verhaftet. Die gesamte Familie aus Lend ist schweren Verfolgungen ausgesetzt. Gestapo, SS sowie der Hauptschullehrer und Hauptsturmf\u00fchrer Mader verfolgen Laukes. Verh\u00f6re, Folter und Internierung stehen auf der Tagesordnung der sozialistisch gesinnten Familie. Laut Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge wird Laukes im M\u00e4rz\/April und im Oktober\/November 1938 inhaftiert. [D\u00d6W 18.340 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 308, 611]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Lentner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Wegen &#8222;Staatsfeindlicher Einstellung&#8220; wird Franz Lentner, geb. 1891, in Zell am See im M\u00e4rz 1938 inhaftiert. [D\u00d6W 20100\/6860]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Lerchl<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Johann<\/td>\n<td width=\"84\">&nbsp;<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Johann Lerchl, 1909-1945, aus Saalfelden wird lt Unterlagen des Pinzgauer Bezirksarchivs wegen Wehrkraftzersetzung 1945 hingerichtet. [Horst Scholz, Dokumentation: &#8222;Nationalsozialismus &#8211; Aufstieg und Untergang&#8220;, Pinzgauer Bezirksarchiv]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Limpl<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Mittersill<\/td>\n<td width=\"623\">Meldung der Gendarmerie \u00fcber die Verhaftung von Josef Limpl wegen geh\u00e4ssiger \u00c4u\u00dferungen \u00fcber den F\u00fchrer. [D\u00d6W 16026]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Linsinger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Balthasar<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Wei\u00dfbach<\/p>\n<p>Lofer<\/td>\n<td width=\"623\">Am 13. Juni 1940 werden Pfarrer Eduard Angermann aus Hinterthal, Pfarrer Franz Auer aus Unken, Pfarrer Moritz Gr\u00fcbl aus Saalfelden, Dechand Franz Kocher aus Saalfelden, Pfarrer Balthasar Linsinger aus Wei\u00dfbach und Dechand Peter Mair aus St. Johann i.P. festgenommen. Vorwurf: &#8222;Vergehen gegen die Feiertagsordnung&#8220;. Die Priester haben am 29. Juni das katholische Hochfest &#8222;Peter und Paul&#8220; gefeiert. Ein Feiertag der laut NS-System verboten ist. Die Priester erhalten 1 Monat Arrest. [D\u00d6W E 19.888\/b und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 285 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Linsinger jun.<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Deserteur<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Aus dem Schreiben der Gendarmerie Bruck a.d.Gl. an die Kriminalpolizei betreffend Erschie\u00dfung von Josef Linsinger jun. bei seiner Festnahme: Josef Linsinger, geb. 1915, wird am Freitag, den 29. November 1940 um ca 11 Uhr 30 auf der Gro\u00dfglocknerstra\u00dfe bei Bruck von einer Gendarmeriestreife angehalten. Linsinger wird wegen Fahnenflucht gesucht. Die Gendarmen er\u00f6ffnen bei der Festnahme das Feuer und verletzt Linsinger mit 2 Oberschenkelsch\u00fcssen. Sprengelarzt Dr. Winkler leistet erste \u00e4rztliche Hilfe. Linsinger &#8211; so die Gendarmerie &#8211; stirbt beim Transport in das Krankenhaus Schwarzach. Im Akt finden sich auch Unterlagen \u00fcber Peter Mitteregger aus Bachwinkl, der von August bis Oktober 1939 mit Linsinger zusammen ist. Der Vater Josef Linsinger sen. wird im November 1940 wegen Wehrkraftzersetzung zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W E 18.666 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 570, 626]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Linsinger sen.<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Milit\u00e4rischer Widerstand<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Bei einem neuerlichen Verh\u00f6r durch den Gendarmen Josef Hohenwarter gesteht Josef Linsinger sen., dass sein &#8222;fahnenfl\u00fcchtiger&#8220; Sohn, Josef Linsinger, sich in Saalfelden bei einer gewissen Familie Wieser aufh\u00e4lt. Die Familie Wieser besitzt bei der Gendarmerie &#8222;den denkbar schlechtesten Leumund und zwar in politischer und krimineller Hinsicht&#8220;. Vertrauliche Ermittlungen und eine Hausdurchsuchung in Saalfelden werden vorbereitet. Auszug aus dem Gendarmeriebericht: &#8222;Diese Aktion wird zu einem g\u00fcnstigen Zeitpunkt, und zwar bei recht schlechtem und kaltem Wetter, weil sich Linsinger nur bei solchen Witterungsverh\u00e4ltnissen im fraglichen Orte aufhalten soll, vorgenommen.&#8220; Josef Linsinger jun. wird am 29.11.1940 bei der Festnahme auf der Gro\u00dfglocknerstra\u00dfe von der Gendarmerie erschossen. Josef Linsinger sen. wird am 15.11.1940 wegen Wehrkraftzersetzung zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W E 18.666 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 569 ff, 626]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>L\u00f6sch<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Leopold<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Leopold L\u00f6sch, Reichsbahnangestellter aus Taxenbach wird gemeinsam mit anderen politischen Aktivisten festgenommen. Dabei waren: Albert Salzmann, Fabriksarbeiter (Lend); Rupert Rindler, Maschinenschlosser (Taxenbach); Johann Kendlbacher, Elektomeister (Lend); Josef Riedeslperger (im Akt Riedelberger), Maschinenw\u00e4rter (Taxenbach); Hermann D\u00fcnser, Reichsbahnangestellter (Zell am See) &#8211; Alle werden wegen Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt. Salzmann erh\u00e4lt 9 Jahre Zuchthaus; Rindler 15 Jahre Zuchthaus; Kendlbacher 8 Jahre Zuchthaus; Riedelsperger, geb. 1910, 7 Jahre Zuchthaus; L\u00f6sch, geb. 1897, 8 Jahre Zuchthaus; D\u00fcnser 7 Jahre Zuchthaus. Allen wird vorgeworfen vom Lendner Tischler Josef Scherleitner f\u00fcr die KP\u00d6 angeworben worden zu sein. Alle Angeklagten werden am 23. und 24. M\u00e4rz 1942 festgenommen. L\u00f6sch wird im Juli 1942 zur Strafeinheit 999 \u00fcberstellt. [D\u00d6W 8632 und Widerstand u V Bd 1 S 399\/617]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Lottersberger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Leogang<\/td>\n<td width=\"623\">Der Leoganger Bahnbedienstete Franz Lottersberger, geb 1904, wird am 12. September 1939 von der Gendarmerie verhaftet und der Gestapo \u00fcbergeben. Vorwurf: &#8222;staatsfeindliche \u00c4u\u00dferungen&#8220;. [16024] Lottersberger wird bis 1.2.1940 im Polizeigefangenenhaus Salzburg inhaftiert. [D\u00d6W 18380]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>L\u00fcrzer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Paul<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Am 27. Februar 1942 werden mehrere Saalfeldner gemeinsam mit Paul L\u00fcrzer von der Gestapo festgenommen. Die meisten von ihnen sind Eisenbahner. Vorwurf: Mitglied einer illegalen KP-Organisation. Auszug aus dem Bericht der Gestapo an die Kreisleitung der NSDAP: &#8222;S\u00e4mtliche Festgenommene sind gest\u00e4ndig, sie wurden in die Haftanstalt des Landesgerichtes Salzburg eingeliefert. Nach Abschluss der Erhebungen wird Anzeige wegen Vorbereitung zum Hochverrat beim Sondergericht erstattet.&#8220; [SLA, HB Akte, Karton 103; HB 450-452, 1942] Paul L\u00fcrzer wird am 9. Dezember 1942 vom Oberlandesgericht Wien wegen Hochverrats zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. L\u00fcrzer gilt f\u00fcr die obersten Richter als &#8222;alter Marxist&#8220;, der der SP\u00d6, der Freien Gewerkschaft, dem Schutzbund und den Naturfreunden angeh\u00f6rt hat. Ihm wird vorgeworfen, Mitglieder f\u00fcr die KP\u00d6 angeworben und Mitgliedsbeitr\u00e4ge eingehoben zu haben. Bei seiner Verhaftung werden 15 RM gefunden, die aus Mitgliedsbeitr\u00e4gen stammen sollen. L\u00fcrzer wird laut Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge vom Februar 1942 bis Kriegsende inhaftiert. [D\u00d6W 8563 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 403\/618]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Madreiter<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Georg<\/td>\n<td width=\"84\">Milit\u00e4rischer Widerstand<\/td>\n<td width=\"60\">Piesendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Der Piesendorfer Kraftfahrer Georg Madreiter, geb. 1912, desertiert 1944 in Jugoslawien und k\u00e4mpft in der 2. Mazedonischen Brigade. Er \u00fcberlebt den Krieg. [D\u00d6W 18.390 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 593]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Maier<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Wegen &#8222;staatsfeindlicher \u00c4u\u00dferung&#8220; wird Josef Maier in Zell am See am 3. Oktober 1939 bestraft. \u00dcber die H\u00f6he der Strafe ist leider nichts bekannt. [D\u00d6W 16023]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Mair<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Peter<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">St. Johann<\/td>\n<td width=\"623\">Am 13. Juni 1940 werden Pfarrer Eduard Angermann aus Hinterthal, Pfarrer Franz Auer aus Unken, Pfarrer Moritz Gr\u00fcbl aus Saalfelden, Dechand Franz Kocher aus Saalfelden, Pfarrer Balthasar Linsinger aus Wei\u00dfbach und Dechand Peter Mair aus St. Johann i.P. festgenommen. Vorwurf: &#8222;Vergehen gegen die Feiertagsordnung&#8220;. Die Priester haben am 29. Juni das katholische Hochfest &#8222;Peter und Paul&#8220; gefeiert. Der Feiertag ist laut NS-System verboten. Die Priester erhalten 1 Monat Arrest. [D\u00d6W E 19.888\/b und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 285 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Markl<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Anton<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Stuhlfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Der Landarbeiter Anton Markl aus Stuhlfelden \u00e4u\u00dfert sich in stark betrunkenem Zustand im Schlossgasthaus Neidh\u00e4usl in Mittersill kritisch gegen den Nationalsozialismus. Markl sagt: &#8222;Der Schuschnigg hat uns nichts gestohlen, nur die anderen.&#8220; Dar\u00fcberhinaus ruft er: &#8222;Heil Moskau&#8220; und dann wieder &#8222;Heil, mein F\u00fchrer&#8220;. Wegen &#8222;staatsfeindlichem Verhalten&#8220; wird Markl bei Gestapo, Landrat und anderen Beh\u00f6rden angezeigt. \u00dcber das Schicksal Markls ist nichts bekannt. [D\u00d6W 16022 und Widerstand und Verfolgung Bd 2 S 373]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Meiersperger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Georg<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Piesendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Georg Meiersperger, geb. 1883, aus Piesendorf, wird am 21. Mai 1941 im letzten von vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo er. &#8211; wie alle anderen 262 Opfer &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 583]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Meilinger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Ann<\/td>\n<td width=\"84\">Desertion<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Die Brambergerinnen Ann Meilinger, C\u00e4cilia Meilinger, Sophie Prossegger, Walpurga Knapp werden am 10. Oktober 1944 von der Gestapo festgenommen. Allen wird die Unterst\u00fctzung von Deserteuren vorgeworfen. Die Frauen werden von der Polizei nach Salzburg gebracht, verh\u00f6rt und wochenlang festgehalten. Ann Meilinger wird gemeinsam mit anderen Brambergerinnen in das KZ Ravensbr\u00fcck eingeliefert. Beim Transport in den Westen gelingt C\u00e4cilia Meilinger gemeinsam mit Sophie Prossegger und Walpurga Knapp die Flucht. Nach wochenlanger Irrfahrt durch Deutschland kommen die drei Frauen am 18. Juni 1945 nach Bramberg zur\u00fcck. Ann Meilinger stirbt im M\u00e4rz 1945 im Konzentrationslager. [D\u00d6W 18.277, 18.416, 18521 und Widerstand und V. S 550 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Meilinger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">C\u00e4cilia<\/td>\n<td width=\"84\">Desertion<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Am 11. Oktober 1944 kommt es zur zweiten Razzia im Gebiet um Bramberg. Im Zuge dieser Aktion wird C\u00e4cilia Meilinger (geb. 1913 als Bernhard), Habach 11, im Zuge einer Razzia festgenommen. Ihr wird vorgeworfen ihren Br\u00e4utigam, Johann Meilinger, bei der Desertion zu unterst\u00fctzen. Sie wird gemeinsam mit anderen Brambergerinnen in das KZ Ravensbr\u00fcck eingeliefert, wo sie bis zum Ende des Krieges inhaftiert wird. Beim Transport in den Westen gelingt ihr gemeinsam mit Sophie Prossegger und Walpurga Knapp die Flucht. Nach wochenlanger Flucht durch Deutschland kommt sie am 18. Juni 1945 nach Bramberg zur\u00fcck. Die Landesregierung in Salzburg lehnt am 2. M\u00e4rz 1961 den Antrag um Ausstellung eines Opferausweises ab. [D\u00d6W 18416 und Widerstand und V. S 550 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Milicenko<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Grigorij<\/td>\n<td width=\"84\">Zwangsarbeit<\/td>\n<td width=\"60\">&nbsp;<\/td>\n<td width=\"623\">Die drei &#8222;Ostarbeiter&#8220; Grigorij Milicenko, Michael Danilcuk und Vasyl Juracek stehen am 21. Juni 1943 wegen Diebstahls von Lebensmittel vor dem Sondergericht in Salzburg. Sie werden in ein Konzentrationslager eingeliefert. [Zwangsarbeit im Pinzgau, Hg: Historikerkommission S 344]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Mitteregger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Peter<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Kaprun<\/td>\n<td width=\"623\">Am 27. Februar 1942 werden mehrere Saalfeldner gemeinsam mit Peter Mitteregger von der Gestapo festgenommen. Die meisten von ihnen sind Eisenbahner. Vorwurf: Mitglied einer illegalen KP-Organisation. Auszug aus dem Bericht der Gestapo an die Kreisleitung der NSDAP: &#8222;S\u00e4mtliche Festgenommene sind gest\u00e4ndig, sie wurden in die Haftanstalt des Landesgerichtes Salzburg eingeliefert. Nach Abschluss der Erhebungen wird Anzeige wegen Vorbereitung zum Hochverrat beim Sondergericht erstattet.&#8220; [SLA, HB Akte, Karton 103; HB 450-452, 1942] Peter Mitteregger wird am 9. Dezember 1942 vom Oberlandesgericht Wien wegen Hochverrats zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W 8563 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 403]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Mitterwurzer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Johann<\/td>\n<td width=\"84\">Kiritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Johann Mitterwurzer, so der Vorwurf, macht in angeheitertem Zustand in einem Gasthaus abf\u00e4llige \u00c4u\u00dferungen zur Frauenschaftsf\u00fchrerin &#8222;aus dem Altreich&#8220;. Daf\u00fcr wird er, so Unterlagen aus der Bezirkshauptmannschaft Zell am See, zu einem Jahr Haft verurteilt. [D\u00d6W 18425]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>M\u00f6senlechner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Peter<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Bruck<\/td>\n<td width=\"623\">Aus dem Urteil des OLG Wien gegen Josef Oberlader vom 10. Februar 1942: Der Arbeiter Josef Oberlader aus Rosenthal wird gemeinsam mit Johann Zaisberger, und Josef Herzog verhaftet. Ihnen wird Hochverrat vorgeworfen. Die Arbeiter der Firma Redlich und Berger in Bruck haben sich w\u00e4hrend der Pause abf\u00e4llig \u00fcber das NS Regime ge\u00e4u\u00dfert. Die &#8222;staatsfeindlichen Gespr\u00e4che&#8220; brachten den Brucker Arbeitern eine mehrj\u00e4hrige Haftstrafe ein. Josef Oberlader wurde zu vier Jahren Zuchthaus, Johann Zaisberger zu drei Jahren Zuchthaus, Johann Herzog zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. Gemeinsam mit den drei Angeklagten wird Peter M\u00f6senlechner aus Bruck wegen &#8222;kommunistischer Mundpropaganda an der Arbeitsstelle&#8220; festgenommen. [D\u00d6W 8199 und Widerstand u V Bd1 S 434 ff\/619]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Moser<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Neukirchen<\/td>\n<td width=\"623\">Der Neukircher Pfarrer Franz Moser wird 1939 mehrere Wochen in U-Haft festgehalten. Vorwurf: \u00dcbertretung des Sammelgesetzes. [Widerstand u Verfolgung Bd 2, S 608]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>M\u00f6slacher<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Mathias<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Matthias M\u00f6slacher aus Lend wird zu 14 Tagen Arrest verurteilt. M\u00f6slacher \u00e4u\u00dfert sich abf\u00e4llig \u00fcber die Beflaggung der H\u00e4user in Lend. M\u00f6slacher: &#8222;Jetzt h\u00e4ngen s&#8216; schon wieder die Fetzen heraus, der Blitz soll dreinfahren.&#8220; Da 3 Personen anwesend sind, wird, so der Vorwurf der Bezirkshauptmannschaft Zell am See, \u00f6ffentliches \u00c4rgernis erregt. [D\u00d6W 16.021 und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 373\/615]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>M\u00fchldorf<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Elise<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Elise M\u00fchldorf, geb. 1894, aus Zell am See wird am 16. April 1941 im ersten von insgesamt vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo sie mit allen anderen 262 Opfern in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 578]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Neubacher<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Katharina<\/td>\n<td width=\"84\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Wegen &#8222;Beschimpfung der Regierung&#8220; wird Katharina Neubacher in Zell am See im November 1939 zu 48 Stunden Arrest verurteilt. [D\u00d6W 16020]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Oberascher<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Andreas<\/td>\n<td width=\"84\">Arbeits-verweigerung<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Am 7. November 1939 wird in Lend der Fabriksarbeiter Johann Cil [geb. 1912] und der Hilfsarbeiter Andreas Oberascher, geb. 1915, von der Gestapo in ihrer Baracke festgenommen. Beiden wird Arbeitsverweigerung vorgeworfen, da sie sich seit Wochen krank gemeldet haben. [D\u00d6W E 21.100 und Widerstand und Verfolgung Bd 2 S 420]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Oberlader<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Bruck<\/td>\n<td width=\"623\">Der Arbeiter Josef Oberlader aus Rosenthal wird gemeinsam mit Johann Zaisberger, und Josef Herzog verhaftet. Ihnen wird Hochverrat vorgeworfen. Die Arbeiter der Firma Redlich und Berger in Bruck haben sich w\u00e4hrend der Pause abf\u00e4llig \u00fcber das NS Regime ge\u00e4u\u00dfert. Die &#8222;staatsfeindlichen Gespr\u00e4che&#8220; brachten den Brucker Arbeitern eine mehrj\u00e4hrige Haftstrafe ein. Josef Oberlader wurde zu vier Jahren Zuchthaus, Johann Zaisberger zu drei Jahren Zuchthaus, Johann Herzog zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. Gemeinsam mit den drei Angeklagten wird Peter M\u00f6senlechner aus Bruck wegen &#8222;kommunistischer Mundpropaganda an der Arbeitsstelle&#8220; festgenommen. [D\u00d6W 8199 und Widerstand u V Bd1 S 434 ff\/619]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Oberschachner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Matthias<\/td>\n<td width=\"84\">Arbeits-verweigerung<\/td>\n<td width=\"60\">Maria Alm<\/p>\n<p>Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Der Holzarbeiter Matthias Oberschachner, geb. 1911, wird im Auftrag der Gestapo von der Gendarmerie festgenommen und am 1. November 1944 wegen &#8222;Arbeitsverweigerung&#8220; in das Polizeigefangenenhaus in Salzburg eingeliefert. Der Gendarmeriebericht entlastet Oberschachner. Er, so die Erhebungen der Gendarmerie, hat sich nur um seine vier Kinder gek\u00fcmmert und seine schwangere Frau versorgt. Alle Betroffenen geben an, dass er seine Arbeit nicht verweigert hat. Nur der NS-Ortsgruppenleiter Langegger belastet den Holzarbeiter. Oberschachner wird vom 21. November 1944 bis 28.12.1944 in das Auffangs- und Arbeitserziehungslager Innsbruck-Reichenau eingeliefert. [D\u00d6W 18.466 und Widerstand und Verfolgung Bd 2 S 420 ff\/617]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Ottendorfer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Johann<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Uttendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Der Uttendorfer Fronturlauber wird im Dezember 1939 verhaftet. Er, so der Vorwurf, hat erz\u00e4hlt, &#8222;da\u00df sich die Ostm\u00e4rker von den Franzosen fangen lassen und in Frankreich in die \u00d6sterreichische Legion eintreten.&#8220; [D\u00d6W E 18.337 und Widerstand und Verfolgung, Bd 2 S 364]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Ottino<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Peter<\/td>\n<td width=\"84\">Deserteur<\/td>\n<td width=\"60\">Dienten<\/td>\n<td width=\"623\">Der Deserteur Peter Ottino aus Dienten wird im Zuge der gr\u00f6\u00dften Razzia im Gebiet Pinzgau und Pongau am 2. Juli 1944 in Goldegg von der SS erschossen. Ottino versucht zu fl\u00fcchten und erschie\u00dft dabei zwei SS Beamte. Daneben werden bei dieser Aktion die Br\u00fcder Simon und Alois Hochleitner von der SS get\u00f6tet. [Horst Scholz, Dokumentation: &#8222;Nationalsozialismus &#8211; Aufstieg und Untergang&#8220;, Pinzgauer Bezirksarchiv und D\u00d6W 50300]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Pammer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Ludwig<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Aus der Niederschrift des Zeitzeugen Ernst Haslinger: Der Kaufmann Ludwig Pammer wird im M\u00e4rz 1938 von der SA verhaftet und in das Bezirksgef\u00e4ngnis Saalfelden eingeliefert. Dort wird er von Obersturmbannf\u00fchrer Lauer mehrmals schwer misshandelt. Pammer wird zwischen 1938 und 1941 insgesamt dreimal inhaftiert. Am 10. Dezember 1942 wird er neuerlich verhaftet und am 23. J\u00e4nner 1943 in das KZ Lublin \u00fcberstellt. [Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 26 und 602]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Peer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Maria<\/td>\n<td width=\"84\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Maria Peer wird am 20.10.1944 wegen Versto\u00dfes gegen das \u201eHeimt\u00fcckegesetz\u201c verurteilt zu 6 Monaten Gef\u00e4ngnis verurteilt. Die Gendarmerie in Zell am See best\u00e4tigt, dass die Anzeige durch Alexander Wallner erfolgt ist. [D\u00d6W 18481]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Perwin<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Alois<\/td>\n<td width=\"84\">Milit\u00e4rischer Widerstand<\/td>\n<td width=\"60\">Piesendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Der Piesendorfer Alois Perwin [geb. 1917] wird am 29. M\u00e4rz 1945 &#8211; wenige Wochen vor Kriegsende &#8211; in Neukirchen wegen Fahnenflucht verhaftet. Er \u00fcberlebt den Krieg. [D\u00d6W E 21.202 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 593 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Pfeffer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Elise<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Leogang<\/td>\n<td width=\"623\">Elise Pfeffer [geb 1911] aus Leogang wird am 18. April 1941 im dritten von insgesamt vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo sie &#8211; mit allen anderen 262 Opfern &#8211; in der Gaskammer ermordet wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 582]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Pfeffer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Elise<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Elise Pfeffer, geb 1892, aus Saalfelden wird am 18. April 1941 im dritten von insgesamt vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo sie &#8211; mit allen anderen 262 Opfern &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 582]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Pichler<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">SP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Der Schlosser Franz Pichler, geb. 1896, aus Lend wird laut Meldung der Gestapo Salzburg am 17.1.1940 wegen Vergehens nach dem \u201eHeimt\u00fcckegesetz\u201c festgenommen. Er wird wegen &#8211; teilweise fr\u00fcherer &#8211; sozialdemokratischer Bet\u00e4tigung verfolgt. \u00dcber sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. [D\u00d6W E 21.100 und Widerstand und Verfolgung Bd 1, Seite 326]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Picklh\u00f6fer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Der Maurer Franz Picklh\u00f6fer, geb. 1902, aus Lend wird am 8. Dezember 1938 wegen Vergehens nach dem \u201eHeimt\u00fcckegesetz\u201c von der Gestapo festgenommen. Picklh\u00f6fer bel\u00e4stigt in einer Gastst\u00e4tte einen Parteigenossen mit den Worten: &#8222;Zu was tr\u00e4gst du dieses Abzeichen, wenn ich solch ein Ding tragen m\u00fc\u00dfte, ginge ich in kein Gasthaus, damit mich die \u00d6ffentlichkeit nicht sieht.&#8220; [D\u00d6W E 21.100 und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 382]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Pircher<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Maria<\/td>\n<td width=\"84\">&nbsp;<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Maria Pircher, 1909-1944, aus Zell am See wird lt Unterlagen des Pinzgauer Bezirksarchivs von den Nationalsozialisten 1944 ermordet. [Horst Scholz, Dokumentation: &#8222;Nationalsozialismus &#8211; Aufstieg und Untergang&#8220;, Pinzgauer Bezirksarchiv]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Pirchner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Karl<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker\/SP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Der Wirt der &#8222;Peter Wiechenthaler H\u00fctte&#8220; in Saalfelden, Karl Pirchner, \u00e4u\u00dfert sich am 7. Juli 1938 beim Mittagessen kritisch gegen\u00fcber der Partei. Dem Sudetendeutschen Ehepaar Walter und Wilhelmine Sch\u00f6ttner erkl\u00e4rt Pirchner u.a.: &#8222;Ach was, die Partei hat viel versprochen und nichts gehalten. Wir haben noch immer Schundl\u00f6hne bei den Arbeitern. [..]&#8220; Das Ehepaar meldet den Vorfall der Gendarmerie. Pirchner wird zu drei Monaten Arrest verurteilt. [D\u00d6W E 18.047 und Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 369 ff\/614]. Der Gastwirt Karl Pirchner, geb.1902, wird vom Landesgericht Salzburg am 5. September 1938 wegen des Vergehens gegen die \u00f6ffentliche Ruhe und Ordnung zu drei Monaten Arrest verurteilt. Ihm wird sozialdemokratische Bet\u00e4tigung vorgeworfen. Pirchner ist schlie\u00dflich 6 Monate in Haft. [D\u00d6W E 18.495 und Widerstand und Verfolgung Bd.1 S 326]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Planitzer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Anton<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Kooperator Anton Planitzer aus Saalfelden wird 1941 inhaftiert. [Widerstand u Verfolgung Bd 2, S 608]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Ploch<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Martin<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Mittersill<\/td>\n<td width=\"623\">Die Mittersiller Martin Ploch und Rudolf Feigl haben mehrere verbale Auseinandersetzungen. Feigl ist Parteimitglied. Ploch nicht. Schreiben des Landrates Zell am See vom 12. J\u00e4nner 1942 an die Gestapo: &#8222;Betreff: Martin Ploch, staatsfeindliche Einstellung Der ehemalige Systemb\u00fcrgermeister, Martin Ploch, Tischlermeister in Mittersill, war bereits im Oktober 1939 wegen Abh\u00f6rens des Strassburgersenders angezeigt. [..] Nun macht sich der Mann wieder derart unangenehm bemerkbar, dass unbedingt irgendetwas geschehen muss. Der auf Grund der beiliegenden Meldung vorliegende Tatbestand wird vermutlich f\u00fcr eine dortamtliche Behandlung noch nicht ausreichen. Auf jeden Fall bitte ich aber den Mann sch\u00e4rfstens zu verwarnen und in Vermerk zu nehmen. Der Landrat gez. Dr. Allerberger&#8220; [SLA, HB Akte, Karton 103, HB 450-452, 1942]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Pointner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Lothar<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Am 27. Februar 1942 werden mehrere Saalfeldner gemeinsam mit Lothar Pointner von der Gestapo festgenommen. Die meisten von ihnen sind Eisenbahner. Vorwurf: Mitglied einer illegale KP-Organisation. Auszug aus dem Bericht der Gestapo an die Kreisleitung der NSDAP: &#8222;S\u00e4mtliche Festgenommene sind gest\u00e4ndig, sie wurden in die Haftanstalt des Landesgerichtes Salzburg eingeliefert. Nach Abschluss der Erhebungen wird Anzeige wegen Vorbereitung zum Hochverrat beim Sondergericht erstattet.&#8220; [SLA, HB Akte, Karton 103; HB 450-452, 1942] Lothar Pointner wird am 9. Dezember 1942 vom Oberlandesgericht Wien wegen Hochverrats zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt. Pointner war laut Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge vom Februar 1942 bis Kriegsende inhaftiert. [D\u00d6W 8563 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 403\/618]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Prossegger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Sophie<\/td>\n<td width=\"84\">Desertion<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Die Gastwirtin Sophie Prosseger, geb. 1905, aus Bramberg wird 9 Monate im KZ Ravensbr\u00fcck interniert. Ihr Sohn, Ferdinand Prossegger, geb. 1925, der im M\u00e4rz 1944 nach Norwegen einberufen wird, ist fahnenfl\u00fcchtig. Die ganze Familie wird verfolgt. In einem Schreiben der Gendarmerie Bramberg vom 5.7.1949 an BH Zell am See wird mitgeteilt, dass Prossegger als Gegnerin des NS bekannt ist und ihre Aussagen stimmen. [D\u00d6W 18521]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Prudic<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Sidonie<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Sidonie Prudic, geb. 1888, aus Saalfelden, wird am 16. April 1941 im ersten von insgesamt vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo sie &#8211; mit allen anderen 262 Opfern &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 579]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Putzer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Anton<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Anton Putzer, geb. 1919, aus dem Landesbeamtenhaus in Zell am See, wird am 17. April 1941 im zweiten von vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo er &#8211; wie alle anderen 262 Opfer &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 580]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Rainer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Berta<\/td>\n<td width=\"84\">Desertion<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">In Bramberg halten sich in den Kriegsjahren 1944\/45 rund 7 Bramberger als Deserteure auf. Sie verstecken sich bei Verwandten, in H\u00f6hlen und auf Almh\u00fctten. Am 29. und 30. Juli 1944 kommt es zur ersten Gro\u00dfrazzia in Bramberg. Rund 40 Angeh\u00f6rige der Gestapo, SS und Gendarmerie nehmen daran teil. Im Zuge dieser Aktion wird Johann Schneider festgenommen. Schneider wird zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt und gilt seither als vermisst. Am 11. Oktober 1944 kommt es zu einer weiteren Razzia im Gebiet um Bramberg. Wegen &#8222;Deserteurbeg\u00fcnstigung&#8220; werden Angeh\u00f6rigen der Deserteuere festgenommen und vor das Sondergericht gestellt: Berta Rainer, geb. 1899, Wenns 35,wird laut Meldung der Gendarmerie Bramberg freigesprochen laut Zeitzeugin wird auch sie ins KZ eingeliefert. Sie kommt nach dem Krieg wieder nach Bramberg. [D\u00d6W E 21089 und Widerstand und V. S 550 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Rauter<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Karl<\/td>\n<td width=\"84\">SP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Drei Mitarbeiter der \u00d6BB &#8211; Karl Rauter, geb.1901, Lokomotivheizer aus Schwarzach; Franz Fritzenwanker, geb.1897, Reichsbahnbetriebwart aus Saalfelden; Josef Voithofer, geb.1895, aus St. Veit-Klamm &#8211; werden wegen &#8222;Vorbereitung zum Hochverrat&#8220; zu je 4 Jahren Zuchthaus verurteilt. Die drei, so der Vorwurf der obersten Richter, haben sich in Embach getroffen, um dort organisatorische Fragen der &#8222;Revolution\u00e4ren Sozialisten&#8220; zu besprechen. Fritzenwanker, Rauter und Voithofer bleiben &#8211; so die Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge &#8211; bis Kriegsende im Mai 1945 inhaftiert. [D\u00d6W 18.056 und Widerstand und Verfolgung Bd 1, S 296\/610 und D\u00d6W 18.534, D\u00d6W 18.774]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Reichl<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Martha<\/td>\n<td width=\"84\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Die Saalfeldener Serviererin Martha Reichl, geb. 1907, wird am 18. Dezember 1940 wegen Vergehens nach dem \u201eHeimt\u00fcckegesetz\u201c angeklagt. Reichl wird von ihrer Arbeitskollegin Saringer &#8211; nachdem diese aus dem Betrieb entlassen wurde &#8211; beschuldigt, staatsfeindliche \u00c4u\u00dferungen gemacht zu haben. Die Serviererin soll im Gasthaus &#8222;Friedrichslaube&#8220; in Badgastein u.a.erkl\u00e4rt haben, &#8222;Der F\u00fchrer r\u00e4umt alles zusammen; das Mandl hat schon den Gr\u00f6\u00dfenwahn.&#8220; und &#8222;\u00d6sterreich wird wieder frei werden.&#8220; [..] Obwohl Reichl von drei Zeuginnen entlastet wird, glaubt das Gericht der Zeugin Saringer. Martha Reichl wird nach dem \u201eHeimt\u00fcckegesetz\u201c am 28. Februar 1941 zu 10 Monaten Zuchthaus verurteilt. Laut Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge bleibt sie bis 22.12.1941 inhaftiert. [D\u00d6W 18.536 und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 388\/615]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Reinthaler<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Karl<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Am 27. Februar 1942 werden mehrere Saalfeldner gemeinsam mit Karl Reinthaler von der Gestapo festgenommen. Die meisten von ihnen sind Eisenbahner. Vorwurf: Mitglied einer illegale KP-Organisation. Auszug aus dem Bericht der Gestapo an die Kreisleitung der NSDAP: &#8222;S\u00e4mtliche Festgenommene sind gest\u00e4ndig, sie wurden in die Haftanstalt des Landesgerichtes Salzburg eingeliefert. Nach Abschluss der Erhebungen wird Anzeige wegen Vorbereitung zum Hochverrat beim Sondergericht erstattet.&#8220; [SLA, HB Akte, Karton 103; HB 450-452, 1942] Karl Reinthaler wird am 9. Dezember 1942 vom Oberlandesgericht Wien wegen Hochverrats zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt. Reinthaler war laut Opferf\u00fcrsorge Unterlagen vom Februar 1942 bis Kriegsende inhaftiert. [D\u00d6W 8563 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 403\/618 und Eduard Schuster: &#8222;Chronik Saalfelden&#8220;, 1992, Band I, S 374 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Reisenhofer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Ignaz<\/td>\n<td width=\"84\">Milit\u00e4rischer Widerstand<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Ignaz Reisenhofer aus Zell am See wird vom Feldgericht am 25. Juli 1940 wegen Fahnenflucht und Urkundenf\u00e4lschung zu 8 Jahren und 1 Monat Zuchthaus verurteilt. Er \u00fcberlebt den Krieg. [D\u00d6W 6321 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 594]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Reitetschl\u00e4ger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Wald<\/td>\n<td width=\"623\">Der Gendarmerieposten in Krimml erstattet am 7. Oktober 1939 gegen Pfarrer Josef Reitetschl\u00e4ger von Wald i.P. eine Anzeige. Begr\u00fcndung: Reitetschl\u00e4ger hat seinen Austritt aus der NSV (Nationalsozialistische Volkswohlfahrt ) &#8222;in einer derart b\u00f6swilligen Weise begr\u00fcndet, da\u00df ein Einschreiten nach dem Heimt\u00fcckegesetz gerechtfertigt sein d\u00fcrfte&#8220;. Der Landeshauptmann streicht dem Priester die staatliche Zuwendung und ersucht die Gestapo um weitere Information. [D\u00d6W 16.016]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Renner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Therese<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Niedernsill<\/td>\n<td width=\"623\">Therese Renner, geb. 1893, wahrscheinlich aus Niedernsill, wird am 16. April 1941 im ersten von insgesamt vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo sie &#8211; mit allen anderen 262 Opfern &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 579]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Renner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Kaprun<\/td>\n<td width=\"623\">Am 26.5.1941 wird Franz Renner von der Gendarmerie in Kaprun wegen staatsfeindlicher \u00c4u\u00dferungen verhaftet. [D\u00d6W 16015]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Riedelsperger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Taxenbach<\/td>\n<td width=\"623\">Josef Riedelsperger (im Akt Riedelberger), Maschinenw\u00e4rter aus Taxenbach wird gemeinsam mit einer Gruppe festgenommen. Darunter waren: Albert Salzmann, Fabriksarbeiter (Lend); Rupert Rindler, Maschinenschlosser (Taxenbach); Johann Kendlbacher, Elektromeister (Lend); Leopold L\u00f6sch, Reichsbahnangestellter (Taxenbach) Hermann D\u00fcnser, Reichsbahnangestellter (Zell am See) &#8211; Alle werden wegen Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt. Salzmann erh\u00e4lt 9 Jahre Zuchthaus; Rindler 15 Jahre Zuchthaus; Kendlbacher 8 Jahre Zuchthaus; Riedelsperger, geb. 1910, 7 Jahre Zuchthaus; L\u00f6sch 8 Jahre Zuchthaus; D\u00fcnser 7 Jahre Zuchthaus. Allen wird vorgeworfen vom Lendner Tischler Josef Scherleitner f\u00fcr die KP\u00d6 angeworben worden zu sein. Alle Angeklagten werden gemeinsam mit Anton H\u00f6ller bei einer Razzia am 23. und 24. M\u00e4rz 1942 festgenommen. Salzmann wird bis zum Ende des Krieges im Jahr 1945, zuletzt im KZ Mauthausen, inhaftiert; Riedelsperger wird im Juli 1943 aus der Haft in die Strafeinheit 999 \u00fcberstellt auch Kendlbacher, L\u00f6sch und D\u00fcnser werden im Juli dieser Strafeinheit \u00fcberstellt. [D\u00d6W 8632 und Widerstand u V Bd 1 S 399\/617]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Riedelsperger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Johann<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/p>\n<p>Taxenbach<\/td>\n<td width=\"623\">Am 1.12.1939 werden der Hilfsarbeiter Johann Riedelsperger und sein Arbeitskollege Norbert Haiderer wegen Beschimpfung des F\u00fchrers von der Gendarmerie Zell am See angezeigt. Riedelsperger und Haidinger werden umgehend verhaftet. [D\u00d6W 16013]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Riedelsperger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Leogang<\/td>\n<td width=\"623\">Aus dem Urteil des LG Salzburg gegen den Bauern Josef Riedelsperger, geb 1904, aus Sonnberg, Gemeinde Leogang: Riedelsperger wird zu zwei Monaten Arrest verurteilt, weil er die \u00f6ffentliche Ruhe und Sicherheit gest\u00f6rt hat. Der Bauer aus Leogang sagt gegen\u00fcber Martin Hartl unter anderem: &#8222;Der Dollfu\u00df und der Schuschnigg waren ganz anders, wir wissen ja nicht, was der Hitler mit uns im Sinne hat und was er mit uns treibt.&#8220; [Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 57ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Rieder<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Thomas<\/td>\n<td width=\"84\">&nbsp;<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Thomas Rieder, 1911-1943, aus Zell am See wird lt. Unterlagen des Pinzgauer Bezirksarchivs 1943 von den Nationalsozialisten ermordet. [Horst Scholz, Dokumentation: &#8222;Nationalsozialismus &#8211; Aufstieg und Untergang&#8220;, Pinzgauer Bezirksarchiv]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Rieder<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Andreas<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Leogang<\/td>\n<td width=\"623\">Aus der Niederschrift der Gendarmerie Leogang mit Josefa Rieder betreffend der Mi\u00dfhandlungen ihres Mannes durch die Gestapobeamten Fritz Stangl und Georg K\u00f6nig am 25. April 1947: Andreas Rieder wird am 30. November 1944 wegen H\u00f6ren des &#8222;Feindsenders&#8220; und &#8222;Feindbeg\u00fcnstigung&#8220; von den beiden Gestapobeamten verhaftet. Er wird bis 2. Mai 1945 im Landesgericht in Salzburg festgehalten. Rieder wird von den beiden Beamten mehrmals schwerst misshandelt. Andreas Rieder stirbt am 2. September 1945 in Leogang. [D\u00d6W E 21.089 und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 535]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Rieser<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Andreas<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/p>\n<p>Dorfgastein<\/td>\n<td width=\"623\">Der 30j\u00e4hrige Pfarradministrator Andreas Rieser wird im Sommer 1938 verhaftet. Bei der Renovierung der Kirche in Dorfgastein (Pongau) will Pfarradministrator Rieser eine regimekritische Urkunde im Kirchturmknauf hinterlegen. Spenglermeister Wei\u00df \u00fcbergibt das Dokument der zust\u00e4ndigen NS- Ortsgruppenleitung. Rieser \u00fcberlebt die NS-Herrschaft, die er im KZ Dachau und im KZ Buchenwald erleiden muss. Am 1. Mai 1945 wird Rieser aus dem KZ-Dachau befreit. Andreas Rieser arbeitet bis zu seinem Tod am 3. M\u00e4rz 1966 als Pfarrer in Bramberg, wo er als Ehrenb\u00fcrger begraben wird. Die grausamen Erfahrungen Riesers im KZ sind in einem Buch dokumentiert. Der ORF verfilmte das Schicksal Riesers in der Dokumentation &#8222;Der Kaplan vom Zwiebelturm&#8220;. [D\u00d6W E 19257\/1; 18.592 und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 299 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Rindler<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Rupert<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Rupert Rindler, geb. 1918, Maschinenschlosser aus Taxenbach wird im M\u00e4rz 1942 zusammen mit einer Gruppe politischer Aktivisten festgenommen. Darunter waren: Albert Salzmann, Fabriksarbeiter (Lend); Johann Kendlbacher, Elektomeister (Lend); Josef Riedelsperger (im Akt Riedelberger), Maschinenw\u00e4rter (Taxenbach); Leopold L\u00f6sch, Reichsbahnangestellter (Taxenbach) Hermann D\u00fcnser, Reichsbahnangestellter (Zell am See) &#8211; Alle werden wegen Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt. Rupert Rindler wird zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W 8632 und Widerstand u V Bd 1 S 399\/617]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>R\u00f6ckl<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Kaprun<\/td>\n<td width=\"623\">Dem Kapruner Schlossergehilfen Franz R\u00f6ckl, (geb. 1905), wird laut Bericht der Gendarmerie Kaprun an das Landratsamt Zell am See vom 11. August 1940 vorgeworfen, &#8222;der geistige Leiter einer etwa bestehenden KP-Zelle&#8220; im Bauabschnitt Grubbach zu sein. Er wird in das Kreisgericht Zell am See eingeliefert. [D\u00d6W 16.062 und Widerstand und V. Bd 1 S 457]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Rodelsberger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Katharina<\/td>\n<td width=\"84\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Die W\u00e4schereiangestellte im Hotel &#8222;Lebzelter&#8220; in Zell am See, Katharina Rodelsberger, bezeichnet im Sommer 1938 Adolf Hitler als &#8222;Bazi&#8220;. Sie wird von ihrer Arbeitskollegin Anna Wieser bei der Gendarmerie angezeigt. Rodelsberger wird zu einem Monat Arrest verurteilt. [D\u00d6W E 18.047 und Widerstand und Verfolgung Bd 2 S 371\/614]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Rohringer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Elise<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Elise Rohringer, geb. 1906, aus Lend wird am 16. April 1941 im ersten von insgesamt vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo sie mit allen anderen 262 Opfern in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung Bd. 2 S 579]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Russegger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Kaprun<\/td>\n<td width=\"623\">Der Hilfsarbeiter Josef Russegger, geb.1899, wird laut Fr\u00fchmeldung der Gestapo Salzburg Nr. 4 am 8. Dezember 1939 wegen Vergehens nach dem Heimt\u00fcckegesetz am Enzingerboden festgenommen. \u00dcber das weitere Schicksal Russeggers ist nichts bekannt. [D\u00d6W E 21.100 und Widerstand u V Bd 1 S 457]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Sachetti<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Katharine<\/td>\n<td width=\"84\">Desertion<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Am 29. und 30. Juli 1944 kommt es zur ersten Gro\u00dfrazzia in Bramberg. Rund 40 Angeh\u00f6rige der Gestapo, SS und Gendarmerie nehmen daran teil. Wegen &#8222;Deserteursbeg\u00fcnstigung&#8220; werden Angeh\u00f6rige der Deserteure festgenommen und vor das Sondergericht gestellt. Auch Katharina Sachetti, geb. 1913, aus Wenns in Bramberg wird verurteilt. Das Urteil: 2 Jahre und 6 Monate Zuchthaus. Sie verb\u00fcsst die Strafe in der Strafanstalt Jauer. [D\u00d6W E 21089 und Widerstand und V. S 550 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Salzmann<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Katharina<\/td>\n<td width=\"84\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Katharina Salzmann aus Lend wird von der Gendarmerie einvernommen. Salzmann \u00e4u\u00dfert sich in der Wohnung der N\u00e4herin Johanna Haslinger gegen\u00fcber dem Parteimitglied Hermine St\u00fcrkner kritisch \u00fcber die Vergabe der Lebensmittel-Bezugsscheine. Die Gendarmerie kann den genauen Wortlaut der Kritik nicht mehr rekonstruieren. Die Aussagen gehen auseinander. Zusatz im Gendarmeriebericht an die BH-Zell am See: &#8222;Sie [Salzmann] entstammt einer sozialdemokratisch eingestellten Familie, ist selber mehr auf der linken Seite, ihr Gatte verb\u00fc\u00dfte wegen kommunistischer Gesinnung 6 1\/2 Monate Anhaltelager. Nach dem Umschwung im Jahr 1938 hat sich Katharina Salzmann ruhig verhalten.&#8220; [D\u00d6W 16.010 und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 381]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Salzmann<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Albert<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Albert Salzmann, Fabriksarbeiter aus Lend, wird gemeinsam mit einer Gruppe im Fr\u00fchjahr 1942 festgenommen. Zur Gruppe geh\u00f6ren: Rupert Rindler, Maschinenschlosser (Taxenbach); Johann Kendlbacher, Elektomeister (Lend); Josef Riedelsperger (im Akt Riedelberger), Maschinenw\u00e4rter (Taxenbach); Leopold L\u00f6sch, Reichsbahnangestellter (Taxenbach); Hermann D\u00fcnser, Reichsbahnangestellter (Zell am See). Alle werden wegen Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt. Salzmann, geb.1902, erh\u00e4lt 9 Jahre Zuchthaus. Der Gruppe wird vorgeworfen vom Lendner Tischler Josef Scherleitner f\u00fcr die KP\u00d6 angeworben worden zu sein. Alle Angeklagten werden bei einer Razzia am 23. und 24. M\u00e4rz 1942 festgenommen. Salzmann bleibt bis zum Ende des Krieges im Jahr 1945, zuletzt im KZ Mauthausen, inhaftiert. [D\u00d6W 8632 und Widerstand u V Bd 1 S 399\/617]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Schager<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Anna<\/td>\n<td width=\"84\">Desertion<\/td>\n<td width=\"60\">Taxenbach<\/td>\n<td width=\"623\">Anna Schager aus Taxenbach wird am 2.7.1944 wegen Beihilfe zur Fahnenflucht ihres Sohnes, Franz Unterkirchner, verhaftet. Sie wird bis zum Kriegsende im Konzentrationslager Ravensbr\u00fcck und Sachsenhausen interniert. [D\u00d6W 18594]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Scharler<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Maria<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche\/<\/p>\n<p>katholische Laie<\/td>\n<td width=\"60\">Uttendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Die Abhaltung der katholischen Primizfeier am 23. Juli 1939 in Uttendorf bringt den drei Uttendorferinnen Maria Scharler, geb. 1922, Gertrud Goldbacher und Anna Lackner, geb. 1893, ein Strafverfahren ein. Die B\u00e4uerinnen Lackner und Goldbach werden beschuldigt H\u00f6henfeuer in der Nacht vor dem Fest organisisert zu haben. Maria Scharler wird die Dekorierung des Festsaales vorgeworfen. \u00dcber das Urteil ist nichts bekannt. [Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 115 und D\u00d6W 16.052]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Schattauer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Wegen &#8222;geh\u00e4ssiger \u00c4u\u00dferung gegen den F\u00fchrer&#8220; wird Josef Schattauer verfolgt. Schattauer soll im Mai und im Dezember 1938 staatsfeindliche \u00c4u\u00dferungen get\u00e4tigt haben. [D\u00d6W 16004]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Scherer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Martin<\/td>\n<td width=\"84\">&nbsp;<\/td>\n<td width=\"60\">Taxenbach<\/td>\n<td width=\"623\">Martin Scherer, 1899-1938, aus Taxenbach wird lt Unterlagen des Pinzgauer Bezirksarchives 1938 von den Nationalsozialisten ermordet. [Horst Scholz, Dokumentation: &#8222;Nationalsozialismus &#8211; Aufstieg und Untergang&#8220;, Pinzgauer Bezirksarchiv]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Scherleitner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/p>\n<p>Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Der Lender Tischler Josef Scherleitner, geb. 1911, wird am 13. Februar 1942 festgenommen. Scherleitner wird am 28.10.1942 wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Begr\u00fcndung: Scherleitner tritt 1925 in die Jugendorganisation der SP\u00d6 und 1932 der SP\u00d6 in Saalfelden bei. 1933\/34 wird er Mitglied der KP\u00d6. 1940 lernt Scherleiter in Salzburg den Organisationsleiter Reindl und den politischen Leiter Ofner der KP\u00d6 kennen. Ein Gnadengesuch wird am 26. November 1942 abgelehnt. Am 30. April 1943 wird Scherleitner im Strafgef\u00e4ngnis M\u00fcnchen-Stadlheim hingerichtet [D\u00d6W E19.793\/3 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 401 ff]. Mit Scherleitner werden folgende Personen verhaftet: Salzmann Albert, Maishofen; Rindler Rupert, Taxenbach; Kendlbacher Johann, Taxenbach; Riedlberger Josef, Leogang; H\u00f6ller Anton, Bruck a.d.Gl.; L\u00f6sch Leopold, Stall i. M\u00f6lltal\/Ktn; D\u00fcnser Hermann, Ludesch Bludenz [D\u00d6W 0684 und 19793\/165 und 19793\/3]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Schernthaner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Piesendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Der Hilfsarbeiter Josef Schernthaner, geb. 1905, wird angeklagt, im August und September 1938 in Parsch [Salzburg] und im Oktober 1938 in Sch\u00fcttdorf (Zell am See) ausl\u00e4ndische Sender geh\u00f6rt zu haben. Penibel wird angef\u00fchrt, wer bei diesen Treffen anwesend war und welche Sender empfangen wurden (Moskau, Barcelona, Madrid). &#8222;Am 15.10.1938 kaufte sich der Landwirt Simon Egger aus Sch\u00fcttdorf in Zell am See einen Radioapparat. Auf dem Weg zum Radioh\u00e4ndler traf er den Angeschuldigten [..] Nach Kaufabschluss begaben sich die beiden mit dem Radioapparat in die Wohnung des Egger.. &#8220; Dort wurde, so die Anklage, der &#8222;Deutsche Freiheitssender&#8220; geh\u00f6rt. Die Ermittler wissen genau, wer noch in der Wohnung anwesend war: die Gattin von Simon Egger sowie der Hilfsarbeiter Rupert Kraitl. Josef Schernthaner wird am 2.10.1939 zu 2 Jahren und 6 Monaten Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W 6889, und Widerstand und V. Bd 1 S 427 ff] Am 7. April 1941, sei eine Notiz der Gestapo Salzburg, wird Schernthaner entlassen. [D\u00d6W 16063]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Schernthaner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Karoline<\/td>\n<td width=\"84\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"60\">Taxenbach [Lacken]<\/td>\n<td width=\"623\">Die Mutter von 8 Kindern, Karoline Schernthaner aus Taxenbach, ist Mitglied des Deutschen Frauenwerkes und Mitglied der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV). Sie ist Besitzerin des Goldenen Ehrenkreuzes der deutschen M\u00fctter. Schernthaner ist politisch unverd\u00e4chtig. Ihr Mann und ihr Sohn sind seit 2 Jahren ohne Heimaturlaub an der Front. Am 16. J\u00e4nner 1943 m\u00f6chte NS Zellenleiter Johann Dankl eine Spende f\u00fcr das Winterhilfswerk kassieren. Dabei wird der NS Funktion\u00e4r von Schernthaner beschimpft. Auszug: &#8222;F\u00e4llt mir gar nicht ein, da\u00df ich noch einmal etwas hergebe; keinen Pfennig spende ich mehr f\u00fcr die Saubande. Sie sollen einmal aufh\u00f6ren, Krieg zu f\u00fchren [..]&#8220; Schernthaner wird wegen zersetzender Hetzreden zu 10 Monaten Gef\u00e4ngnis verurteilt. [D\u00d6W 8868 und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 395]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Schlick<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Karl<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Karl Schlick, Friedrich Wilhelmst\u00e4tter und Josef Colognia werden wegen Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt. Schlick wird zu 1 Jahr und 6 Monate Zuchthaus verurteilt. Im Sommer 1938 gr\u00fc\u00dft Schlick Arbeitskollegen mit erhobener Faust; im August 1938 \u00e4u\u00dfert sich Schlick gegen die &#8222;braunen Horden&#8220;. Im September 1938 \u00e4u\u00dfert sich Schlick im Gasthaus Seeh\u00e4usl in Zell am See, dass er &#8222;nur f\u00fcr Stalin lebe und sterbe&#8220;. Karl Schlick wird vom 20.10.1938 bis 4.5. 1940 inhaftiert. Er wird am 1. Dezember 1942 zur Strafeinheit 999 eingezogen und Anfang November 1943 wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode veruteilt; nach Aufhebung des Urteils bleibt er bis M\u00e4rz 1944 inhaftiert und wird im Mai 1944 abermals zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Urteil wurde schlie\u00dflich umgewandelt in 2 Jahre Gef\u00e4ngnis mit Frontbew\u00e4hrung. [D\u00d6W 6943 und Widerstand u V Bd 1 S 424 ff\/618]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Schneeweiss<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Franz Schneeweiss arbeitet bei der Bezirkshauptmannschaft Zell am See. In der Nacht vom 11. M\u00e4rz 1938 wird er verhaftet. Schneeweiss wird mehrmals festgenommen. Vorwurf: Konfidentendienste gegen die NSDAP. Am 20. April 1942 kehrt Schneeweiss schlie\u00dflich aus dem KZ Buchenwald zur\u00fcck. [D\u00d6W 16.056, D\u00d6W 18639 und Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 11 und 19]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Schneider<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Katharina<\/td>\n<td width=\"84\">Desertion<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Die Bramberger Katharina Schneider, geb. 1920; Josef Voithofer, Melker, geb. 1912; Johann Voithofer, Landarbeiter, geb. 1906; Monika Voithofer, landwirtschaftliche Arbeiterin, geb. 1906, werden angeklagt, den Deserteur Johann Schneider im Sommer 1944 unterst\u00fctzt zu haben. Josef Voithofer (Schwager von Johann Schneider) hat Schneider auf der Achselalm in Hollersbach Unterkunft gew\u00e4hrt. Monika Voithofer hat ihn, so der Vorwurf, mit Essen versorgt. Katharina Schneider hat ihn mehrmals auf der Alm besucht und ihm Zivilkleidung gebracht. Am 30. Juli 1944 erscheint die Gestapo und ein Gendarm auf der Achselalm, wo &#8211; nach schweren Misshandlungen durch den Gestapomann Erdmann &#8211; Schneider verhaftet wird. Johann Schneider wird zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Katharina Schneider wird zu 1 Jahr Zuchthaus verurteilt. Josef Voihofer wird zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Johann Voithofer wird zu 1 Jahr und 6 Monaten Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W 18.640\/ E 21.089\/ 18.733\/ 18.772 und Widerstand und V Bd 2 S 549 ff\/625]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Schneider<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Johann<\/td>\n<td width=\"84\">Deserteur<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Der Deserteur Johann Schneider versteckt sich in den Bergen Brambergs. Mehrere Bramberger werden deshalb im Sommer 1944 wegen &#8222;Deserteursunterst\u00fctzung&#8220; angeklagt. Katharina Schneider, geb. 1920; Josef Voithofer, Melker, geb. 1912; Johann Voithofer, Landarbeiter, geb. 1906; Monika Voithofer, landwirtschaftliche Arbeiterin, geb. 1906. Josef Voithofer (Schwager von Johann Schneider) hat Schneider auf der Achselalm in Hollersbach Unterkunft gew\u00e4hrt. Monika Voithofer hat ihn, so der Vorwurf, mit Essen versorgt. Katharina Schneider hat ihn mehrmals auf der Alm besucht und ihm Zivilkleidung gebracht. Am 30. Juli 1944 erscheint die Gestapo und ein Gendarm auf der Achselalm, wo &#8211; nach schweren Misshandlungen durch den Gestapomann Erdmann &#8211; Schneider verhaftet wird. Johann Schneider wird zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Katharina Schneider wird zu 1 Jahr Zuchthaus verurteilt. Josef Voihofer wird zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Johann Voithofer wird zu 1 Jahr und 6 Monaten Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W 18.640\/ E 21.089\/ 18.733\/ 18.772 und Widerstand und V Bd 2 S 549 ff\/625]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Scholz<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Magnus<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6\/Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Der Kaminkehrergehilfe Magnus Scholz, geb. 1905, aus Saalfelden, wird am 4. November 1939 festgenommen. Scholz erkl\u00e4rt im Gasthof &#8222;Br\u00fccklwirt&#8220; in Saalfelden gegen\u00fcber deutschen Soldaten: &#8222;Wenn ich einmal in die Front mu\u00df, dann schie\u00dfe ich auf keinen Franzosen, sondern wei\u00df wohin ich schie\u00dfe.&#8220; Vorwurf: Vergehen nach dem Heimt\u00fcckegesetz [D\u00d6W 15997]. Scholz wird daf\u00fcr 8 Monate inhaftiert. Der Kaminkehrergehilfe wird lt Unterlagen des Pinzgauer Bezirksarchivs wegen Wehrkraftzersetzung 1945 hingerichtet. [D\u00d6W 18.652 und Widerstand und V. Bd 1 S 458 und Horst Scholz, Dokumentation: &#8222;Nationalsozialismus &#8211; Aufstieg und Untergang&#8220;, Pinzgauer Bezirksarchiv]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Schwabl<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Saalbach<\/td>\n<td width=\"623\">Josef Schwabl, geb. 1888, aus dem Versehrtenhaus in Saalbach wird am 17. April 1941 im zweiten von vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo er &#8211; wie alle anderen 262 Opfer &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 581]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Schwarz<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Nikolaus<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Bruck a.d.Glstr.<\/td>\n<td width=\"623\">Reichsbahninspektor Nikolaus Schwarz, geb. 1898, aus Bruck an der Glocknerstra\u00dfe wird am 3. Dezember 1943 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Schwarz, so der Vorwurf, hat im April 1943 einen staatsfeindlichen Aufruf verfasst und diesen in die H\u00e4nde franz\u00f6sischer Kriegsgefangener kommen lassen. Er wird deshalb wegen landesverr\u00e4terischer Beg\u00fcnstigung des Feindes zum Tode und zu lebenslangem Ehrverlust verurteilt. [D\u00d6W 19.793\/173 und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 396]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Seiwald<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Johann<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/p>\n<p>Zell See<\/td>\n<td width=\"623\">Schreiben der Geheimen Staatspolizei an den Landrat Zell am See vom 7. April 1942: &#8222;Betreff: D\u00fcnser Hermann, Zugf\u00fchrer d. Pinzg. Lokalbahn, geb.1.3.1903 [..] Fritzenwanker Franz, Betriebsrat d. Reichsbahn, geb.6.11.1897 in Saalfeden [..] Seiwald Johann, Oberbauarbeiter d. Reichsbahn, geb.7.10.1908. Die Obengenannten wurden wegen illegaler Bet\u00e4tigung f\u00fcr die KP., bezw. f\u00fcr die RS im dortigen Landkreis festgenommen. Gegen Seiwald konnte der Verdacht einer illegalen Bet\u00e4tigung nicht aufrecht erhalten werden, weshalb er am 1.4.1942 wieder entlassen wurde. Ich bitte um Kenntnisnahme.&#8220; [SLA, HB Akte, Karton 103; HB 450-452, 1942]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Smolina<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">August<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">August Smolina wird am 3. Juli 1939 von der Bezirkshauptmannschaft Zell am See zu 8 Tagen Arrest verurteilt. Vorwurf: &#8222;Abreissens eines Abzeichens der Deutschen Arbeitsfront&#8220; und regierungsfeindliche \u00c4u\u00dferungen. [D\u00d6W15996]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Somvi<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Der konservative Saalfeldner Gemeindebedienstete Josef Somvi, geb. 1915, wird im M\u00e4rz 1938 acht Tage inhaftiert. [Widerstand und Verfolgung, Bd. 2, S 103 und D\u00d6W 18.695]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Steiner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Franz Steiner, Bahnbediensteter aus Dorf (Gemeinde Bramberg), \u00e4u\u00dferst sich im Sommer 1939 beim Kartenspiel im Gasthaus &#8222;Restauration&#8220; kritisch gegen\u00fcber der Partei. Steiner wird von der Gendarmerie abgeholt und in das Landesgericht nach Salzburg \u00fcberstellt. Nach vier Wochen Haft und einer Belehrung durch die Gestapo wird Steiner entlassen. In der Folge wird Steiner fristlos aus dem Bahndienst entlassen. Erst im Juni 1945 wird Steiner wieder als Oberbauarbeiter eingestellt. [H\u00f6nigschmid, Chronik Bramberg, S 110 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Steinhart<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">N.<\/td>\n<td width=\"84\">Jude<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Steinhart N. ist Besitzer der Villa Freiberger in Zell am See. Aus der \u00dcbersicht \u00fcber den Stand der &#8222;Entjudungsverfahren&#8220; in Salzburg. Anh\u00e4ngige F\u00e4lle: &#8222;Bewerber: Viktor H\u00f6lzl; keine M\u00f6glichkeit der Zwangsentjudung&#8220;. [Lichtblau Seite 220]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Steinlechner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Maria<\/td>\n<td width=\"84\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"60\">Maishofen<\/td>\n<td width=\"623\">In einer Beilage zum Hauptverhandlungsprotokoll des LG Salzburgs gegen Maria Steinlechner aus Maishofen wegen Vergehens nach dem Heimt\u00fcckegesetz findet sich die Zeugenaussage der NS Funktion\u00e4rin Maria Mitterwurzer. Sie beschuldigt Steinlechner das NS-System beleidigt zu haben. Steinlechner soll erkl\u00e4rt haben: &#8222;Der Hitler ist an seiner ersten Lug nicht erstickt und hat die letzte noch nicht getan. Es ist \u00fcberhaupt nicht sicher, ob wir den Krieg gewinnen. Der He\u00df ist weg, einer geht noch, und der G\u00f6ring mu\u00df bewacht werden!&#8220; Maria Steinlechner wird am 8. Oktober 1941 zu 8 Monaten Gef\u00e4ngnis verurteilt. Laut Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge ist sie vom 18.6.1941 bis 18.2.1942 inhaftiert. [D\u00d6W E 19.189\/1 und Widerstand und Verfolgung Bd 2 S 390\/615]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Steinmayer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Johann<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Piesendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Johann Steinmayer, geb. 1893, aus Piesendorf wird am 17. April 1941 im zweiten von vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo er &#8211; wie alle anderen 262 Opfer &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 581]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>St\u00f6ckl<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Johann<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Johann St\u00f6ckl, geb. 1906, Tischlermeister in Zell am See, hat am 20. J\u00e4nner 1939 abends im Gasthaus zum Hirschen &#8222;bew\u00e4hrte K\u00e4mpfer f\u00fcr die Idee des F\u00fchrers beschimpft und ihnen eigenn\u00fctziges Handeln vorgeworfen&#8220;. Dar\u00fcberhinaus hat St\u00f6ckl &#8222;Heil Moskau&#8220; und &#8222;Nieder mit Hitler&#8220; gerufen. [D\u00d6W 15.994 und Widerstand u V. Bd 1 S 423 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Strasser<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Karl<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Lend<\/td>\n<td width=\"623\">Im August 1939 erstattet die Gendarmerie Lend Anzeige wegen NS-feindlichen \u00c4u\u00dferungen von Karl Strasser. Mehrere Zeugen werden einvernommen. [D\u00d6W 16014]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Straubinger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Oskar<\/td>\n<td width=\"84\">SP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Lacken<\/td>\n<td width=\"623\">Oskar Straubinger, geb.1877, Hilfsarbeiter aus Lacken, wird als fr\u00fcherer Anh\u00e4nger der Sozialdemokraten f\u00fcr immer aus dem Bezirk Zell am See &#8222;abgeschafft&#8220;. Grundlage f\u00fcr die Verbannung aus seinem Wohnort ist ein Gesetz aus dem Jahr 1871. Sollte Straubinger wieder nach Zell am See zur\u00fcckkehren, drohen ihm Arrest von einem bis zu drei Monaten. Straubinger muss den Bezirk bis zum 31. M\u00e4rz 1938 verlassen. \u00dcber sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. [D\u00d6W 15.995 und Widerstand und Verfolgung, Bd 1 S 303ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>S\u00fcssmann<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Jacob<\/td>\n<td width=\"84\">Jude<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Die Firma Gottlieb und S\u00fcssmann in Bsuch bei Saalfelden geh\u00f6rt Jacob S\u00fcssmann, der am 28. November 1948 stirbt. Die Firma besch\u00e4ftigt vier Angestellte und rund ein Dutzend Arbeiter. Sie wird unmittelbar nach dem \u201eAnschluss\u201c unter kommissarische Verwaltung gestellt. Zun\u00e4chst von Josef Schulz, im Herbst 1938 von Forstmeister Josef Kreuzspiegel. Die Gemeinde Saalfelden verfolgt das Ziel, die Firma zu liquidieren. Die Gemeinde plant, Wohn- und Siedlungsraum auf dem Arial zu schaffen. H\u00f6chste NS-Stellen -.Gauleiter, Verm\u00f6gensverkehrsstelle, Reichswirtschaftsministerium &#8211; befassen sich mit der Angelegenheit. Im April 1939 setzt sich die Gemeinde durch: S\u00e4gewerk und Inventar werden der Gemeinde Saalfelden einverleibt. Kaufpreis: 40.000 Reichsmark. Am 6. April 1948 kommt es zu einem Vergleich, die Liegenschaft wurde wieder zur\u00fcckgegeben. Die Gemeinde erh\u00e4lt das Recht, die Liegenschaft weiterhin zu nutzen. Der Rechtsstreit um das Holz endet erste am 6. M\u00e4rz 1953 &#8211; mit einem au\u00dfergerichtlichen Vergleich. Der R\u00fcckstellungsantrag wird zur\u00fcckgezogen. Maschinen und Holz sind l\u00e4ngst verschwunden. [Lichtblau S 156 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Theler<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Paul<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Piesendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Der Sortierer Paul Theler, geb 1903, aus Piesendorf wird laut Urteil des Oberlandesgerichtes Wien am 17.2.1942 wegen Vorbereitung zum Hochverrat [kommunistische Mundpropaganda] zu 1 Jahr und 9 Monate Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W 8184 und Widerstand und V Bd 1 S 458]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Thurner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">SP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Der Reichsbahnbeamte Franz Thurner, geb 1897, und der Reichsbahnangestellte Alois Huemer, geb. 1905, beide aus Saalfelden, werden im Mai 1942 wegen &#8222;Rundfunkverbrechens&#8220; angeklagt. Der ehemalige Sozialdemokrat Thurner, so der Oberstaatsanwalt, hat &#8222;..in seiner Wohnung in Gegenwart des Alois Huber englische Nachrichten in deutscher Sprache vom englischen Rundfunk eingestellt und abgeh\u00f6rt, wobei er den Huemer mith\u00f6ren lie\u00df.&#8220; Dar\u00fcberhinaus soll Thurner mehrmals in seiner Dienststelle w\u00e4hrend seiner Nachtschicht ausl\u00e4ndische Sender geh\u00f6rt haben. Franz Thurner wird zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Laut Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge ist Thurner vom 27. M\u00e4rz 1942 bis 9. Mai 1945 inhaftiert. Huemer wird freigesprochen. Er befindet sich vom 30. M\u00e4rz 1942 bis 27. Mai 1942 in Untersuchungshaft. [D\u00d6W 6345b und Widerstand und Verfolgung Bd 2 S 406\/616]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Thurner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Ludwig<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Am 27. Februar 1942 werden mehrere Saalfeldner gemeinsam mit Ludwig Thurner von der Gestapo festgenommen. Die meisten von ihnen sind Eisenbahner. Vorwurf: Mitglied einer illegalen KP-Organisation. Auszug aus dem Bericht der Gestapo an die Kreisleitung der NSDAP: &#8222;S\u00e4mtliche Festgenommene sind gest\u00e4ndig, sie wurden in die Haftanstalt des Landesgerichtes Salzburg eingeliefert. Nach Abschluss der Erhebungen wird Anzeige wegen Vorbereitung zum Hochverrat beim Sondergericht erstattet&#8220; [SLA, HB Akte, Karton 103; HB 450-452, 1942]. Ludwig Thurner wird am 9. Dezember 1942 vom Oberlandesgericht Wien wegen Hochverrats zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Thurner wird vorgeworfen, Mitglieder angeworben und monatlich 50 Reichspfennig an Mitgliedsbeitrag f\u00fcr die Partei eingehoben zu haben. D\u00d6W 8563 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 403\/618]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Traussnigg<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Heribert<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche\/<\/p>\n<p>katholischer Laie<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Der Saalfeldner Heribert Traussnigg, katholischer Laie, wird am 4. M\u00e4rz 1940 in Schwarzach im Pongau festgenommen. Der Vertrauensmann des Kreisleiters Johann Hainz beschuldigt Traussnigg der &#8222;staatsfeindlichen Bet\u00e4tigung&#8220;. \u00dcber das Schicksal Traussniggs ist nichts bekannt. [Bericht des Gendarmeriepostens Schwarzach, D\u00d6W 16.060 und Widerstand und Verfolgung, Bd. 2, S 125]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Troyer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">August<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">H\u00fctten<\/p>\n<p>Leogang<\/td>\n<td width=\"623\">Ein Besuch am 1. September 1939 im Gastzimmer von Gabriele St\u00f6ckl in H\u00fctten (Gemeinde Leogang) bringen August Troyer eine Anzeige und die Verhaftung ein. Troyer hat sich gegen das Absingen des Horst-Wessel-Liedes ausgesprochen und erkl\u00e4rt, &#8222;der Klassenkampf f\u00fchrt zum Krieg&#8220;. Daneben spricht sich Troyer kritisch gegen den F\u00fchrer und das Deutsche Reich aus. Noch am selben Tag &#8211; um 22 Uhr &#8211; wird Troyer verhaftet und am n\u00e4chsten Tag an das Gericht in Saalfeden \u00fcberstellt. [D\u00d6W 15.992 und Widerstand und V. Bd 1 S 431]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Ufferdinger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Uttendorf<\/td>\n<td width=\"623\">Anzeige der Gendarmerie Enzingerboden\/Mittersill gegen den in Uttendorf lebenden Hilfsarbeiter Josef Ufferdinger (&#8222;Schneiderpeperl&#8220;), geb. 1904. Ufferdinger hat am 14. August 1938 im Gasthof Schneiderau in Uttendorf in alkoholisiertem Zustand mehrmals &#8222;Heil Moskau; Heil Stalin; Ich lebe und sterbe f\u00fcr Stalin&#8220;. Dar\u00fcberhinaus hat er den F\u00fchrer mit folgenden Worten beleidigt: &#8222;Seit diese Regierung ist, haben die Familien nichts mehr zu fressen; ich bin ein Kommunist und bleibe Kommunist.&#8220; Vier einschreitende SA-M\u00e4nner f\u00fchlten sich von Ufferdinger bedroht. Urteil des LG Salzburg gegen Josef Ufferdinger wegen Aufwiegelung, Ehrenbeleidigung, \u00f6ffentlicher Gewaltt\u00e4tigkeit: 11 Monate schwerer Kerker. [D\u00d6W 20491\/54 und E 18.666 auch Widerstand und Verfolgung Bd. 1 Seite 422]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Voglreiter<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Norbert<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Mittersill<\/p>\n<p>Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Auszug aus der politischen Beurteilung der NSDAP-Kreisleitung \u00fcber Norbert Voglreiter vom 21. Dezember 1944: &#8222;Norbert Voglreiter ist heute noch christlichsozialer Parteig\u00e4nger und gut getarnter K\u00e4mpfer f\u00fcr diese Idee. [..] Fest steht, da\u00df Obengenannter einer der gef\u00e4hrlichsten Gegner in dieser Umgebung ist und bleibt. [..] Seine Redensarten sind so gestellt, da\u00df man ihm nie gesetzlich n\u00e4hertreten kann. [..]&#8220; Noch Wochen vor dem Kriegsende wird Norbert Voglreiter, Kaufmann in Mittersill, von der Oberstaatsanwaltschaft wegen Vergehens nach dem Heimt\u00fcckegesetz angeklagt. Grund f\u00fcr die Anklage ist ein regimekritischer Brief Voglreiters. [Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 66 ff und D\u00d6W E 19.189\/1]<\/p>\n<p>Die Bezirkshauptmannschaft in Zell am See verurteilt Norbert Voglreiter zu 15 Tagen Arrest. Vorwurf: Voglreiter soll in einem Brief abf\u00e4llige \u00c4u\u00dferungen an eine Freundin in Athen geschrieben haben. [D\u00d6W 15989]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Voithofer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">SP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Aus dem Urteil des Oberlandesgerichtes Wien gegen Franz Fritzenwanker und anderen vom 7. Oktober 1943: Drei Mitarbeiter der \u00d6BB &#8211; Franz Fritzenwanker, Reichsbahnbetriebwart aus Saalfelden; Karl Rauter, Lokomotivheizer aus Schwarzach; Josef Voithofer Oberbauarbeiter der Reichsbahn aus St. Veit-Klamm &#8211; werden wegen &#8222;Vorbereitung zum Hochverrat&#8220; zu je 4 Jahren Zuchthaus verurteilt. Die drei, so der Vorwurf der obersten Richter, haben sich in Embach getroffen, um dort organisatorische Fragen der &#8222;Revolution\u00e4ren Sozialisten&#8220; zu besprechen. Fritzenwanker, Rauter und Voithofer bleiben laut Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge bis Kriegsende im Mai 1945 inhaftiert. [D\u00d6W 18.056 und Widerstand und Verfolgung Bd 1, S 296\/610 und D\u00d6W 18.534, D\u00d6W 18.774] Josef Voihofer zieht als Nationalratsabgeordneter der SP\u00d6 1945 in das Parlament ein und \u00fcbt sein Mandat bis 1961 aus. [Josef Kaut, S 145, 233]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Voithofer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Monika<\/td>\n<td width=\"84\">Desertion\/<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Die Bramberger Monika Voithofer, landwirtschaftliche Arbeiterin, geb. 1906; Josef Voithofer, Melker, geb. 1912; Johann Voithofer, Landarbeiter, geb. 1906; Katharina Schneider, geb. 1920, werden angeklagt, den Deserteur Johann Schneider im Sommer 1944 unterst\u00fctzt zu haben. Josef Voithofer (Schwager von Johann Schneider) hat Schneider auf der Achselalm in Hollersbach Unterkunft gew\u00e4hrt. Monika Voithofer hat ihn, so der Vorwurf, mit Essen versorgt. Katharina Schneider hat ihn mehrmals auf der Alm besucht und ihm Zivilkleidung gebracht. Am 30. Juli 1944 erscheint die Gestapo und ein Gendarm auf der Achselalm, wo &#8211; nach schweren Misshandlungen durch den Gestapomann Erdmann &#8211; Schneider verhaftet wird. Johann Schneider wird zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Katharina Schneider wird zu 1 Jahr Zuchthaus verurteilt. Josef Voithofer wird zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Johann Voithofer wird zu 1 Jahr und 6 Monaten Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W 18.640\/ E 21.089\/ 18.733\/ 18.772 und Widerstand und V Bd 2 S 549 ff\/625]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Voithofer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Johann<\/td>\n<td width=\"84\">Desertion<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Die Bramberger Johann Voithofer, Landarbeiter, geb. 1906; Josef Voithofer, Melker, geb. 1912; Monika Voithofer, landwirtschaftliche Arbeiterin, geb. 1906; Katharina Schneider, geb. 1920, werden angeklagt, den Deserteur Johann Schneider im Sommer 1944 unterst\u00fctzt zu haben. Josef Voithofer (Schwager von Johann Schneider) hat Schneider auf der Achselalm in Hollersbach Unterkunft gew\u00e4hrt. Monika Voithofer hat ihn, so der Vorwurf, mit Essen versorgt. Katharina Schneider hat ihn mehrmals auf der Alm besucht und ihm Zivilkleidung gebracht. Am 30. Juli 1944 erscheint die Gestapo und ein Gendarm auf der Achselalm, wo &#8211; nach schweren Misshandlungen durch den Gestapomann Erdmann &#8211; Schneider verhaftet wird. Johann Schneider wird zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Katharina Schneider wird zu 1 Jahr Zuchthaus verurteilt. Josef Voithofer wird zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Johann Voithofer wird zu 1 Jahr und 6 Monaten Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W 18.640\/ E 21.089\/ 18.733\/ 18.772 und Widerstand und V Bd 2 S 549 ff\/625]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Voithofer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Josef<\/td>\n<td width=\"84\">Desertion<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Die Bramberger Josef Voithofer, Melker, geb. 1912; Johann Voithofer, Landarbeiter, geb. 1906; Monika Voithofer, landwirtschaftliche Arbeiterin, geb. 1906; Katharina Schneider, geb. 1920, werden angeklagt, den Deserteur Johann Schneider im Sommer 1944 unterst\u00fctzt zu haben. Josef Voithofer (Schwager von Johann Schneider) hat Schneider auf der Achselalm in Hollersbach Unterkunft gew\u00e4hrt. Monika Voithofer hat ihn, so der Vorwurf, mit Essen versorgt. Katharina Schneider hat ihn mehrmals auf der Alm besucht und ihm Zivilkleidung gebracht. Am 30. Juli 1944 erscheint die Gestapo und ein Gendarm auf der Achselalm, wo &#8211; nach schweren Misshandlungen durch den Gestapomann Erdmann &#8211; Schneider verhaftet wird. Johann Schneider wird zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Katharina Schneider wird zu 1 Jahr Zuchthaus verurteilt. Josef Voithofer wird zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Johann Voithofer wird zu 1 Jahr und 6 Monaten Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W 18.640\/ E 21.089\/ 18.733\/ 18.772 und Widerstand und V Bd 2 S 549 ff\/625]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Vorreiter<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Monika<\/td>\n<td width=\"84\">Konservativ<\/td>\n<td width=\"60\">Neukirchen<\/td>\n<td width=\"623\">Anzeige der Gendarmerie Neukirchen\/GV vom 1.2.1940 an das Amtsgericht Mittersill betreffend Monika Vorreiter, die staatsfeindliche \u00c4u\u00dferungen machte. [D\u00d6W 15993]<\/p>\n<p>Politische Begutachtung der NSDAP-Ortsgruppe Neukirchen betreffend Monika Vorreiter: Gegen die Magd Monika Vorreiter, die beim Bauern Josef Gassner (&#8222;Schiedhofbauer&#8220;) arbeitet, wird wegen staatsfeindlicher \u00c4u\u00dferungen ermittelt. Die Ortsgruppe Neukirchen stellt kein gutes Zeugnis aus. Vorreiter ist der Ortsgruppe &#8222;schon l\u00e4ngst als unbelehrbare und auch unvern\u00fcnftige Hetzerin bekannt&#8220;. Auch der Hof, auf dem die Magd arbeitet, ist &#8222;politisch schlecht zu beurteilen&#8220;. Gegen die B\u00e4uerin Emmerenz Gassner wird ein Strafverfahren eingeleitet [D\u00d6W 16.046]. Daneben l\u00e4uft ein Verfahren wegen Vergehens in politischer Hinsicht gegen den Knecht Adolf Knapp aus Bramberg. Der Ortsgruppenleiter kommt zum Schluss: &#8222;Es ist daher sehr erw\u00fcnscht, in dieses Nest energisch hineinzuleuchten, damit endlich einmal ein nicht verbesserlicher Brandherd zum Verl\u00f6schen gebracht werden kann.&#8220; [Widerstand und Verfolgung, Bd 2, S 62]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Wagner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Richard<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Der Arbeiter Richard Wagner erscheint im Landratsamt und beschwert sich \u00fcber den Arbeitseinsatz auf der Glocknerstra\u00dfe. Diese Vorsprache beim Landrat bringt Wagner eine Haftrafe ein. Der zust\u00e4ndige Referent legt einen Vermerk \u00fcber dieses Gespr\u00e4ch an. Wagner wird als &#8222;Kommunist&#8220; eingestuft, dessen &#8222;\u00c4u\u00dferungen offene Demonstrationen gegen die heutige Zeit und Regierung&#8220; sind. Wagners Einstellung ist &#8222;absolut gegnerisch&#8220;. Handschriftlich wird noch hinzugef\u00fcgt: &#8222;Wagner gr\u00fc\u00dft auch demonstrativ nicht mit &#8218;Heil Hilter&#8216; und wurde sowohl hier wie auch bei der Kreisleitung deshalb beanstandet.&#8220; Wagner wird schlie\u00dflich zu 14 Tagen Arrest verurteilt. [D\u00d6W 15.992, D\u00d6W 15.990 und Widerstand u.V.Bd.1 S 429 ff\/619]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Wallner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Franz<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Neukirchen<\/td>\n<td width=\"623\">Die Landarbeiter Josef Enzinger, geb. 1903, Neukirchen, Franz Wallner, geb.1906, Wald i Pzg. und Hermann Gensbichler, geb 1919, Wald i Pzg. werden beschuldigt ein Vergehen nach dem Heimt\u00fcckegesetz begangen zu haben. Beim Mittagessen erkl\u00e4rt Enzinger u.a.: &#8222;Es ist der gleiche Schwindel wie fr\u00fcher&#8220; (gemeint ist die Staatsf\u00fchrung). Hermann Gensbichler \u00e4u\u00dfert sich ebenfalls kritisch gegen das NS-System: &#8222;Es ist eine gro\u00dfe Schweinerei, wir k\u00f6nnen arbeiten und sparen f\u00fcr die Herren. Die Herren sollen den Krieg selber f\u00fchren. Diese sitzen beim Tisch, lassen sich&#8217;s gut gehen, haben eine Unterhaltung dabei, und wir k\u00f6nnen den Sch\u00e4dl herhalten.&#8220; [D\u00d6W 16.606 und Widerstand und Verfolgung Bd 2 S 378]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Wanger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Simon<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Neukirchen<\/td>\n<td width=\"623\">Simon Wanger, geb. 1884, aus Neukirchen, wird am 17. April 1941 im zweiten von vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo er &#8211; wie alle anderen 262 Opfer &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 581]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Wechselberger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Thomas<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Wald i. P.<\/td>\n<td width=\"623\">Der Hilfsarbeiter Thomas Wechselberger, geb. 1900, aus Wald im Pinzgau wird laut Bericht der Staatsanwaltschaft Salzburg an den Volksgerichtshof vom 7. Oktober 1938 am 28. September 1938 festgenommen. Der Vorwurf: Vorbereitung zum Hochverrat (kommunistische Mundpropaganda). Wechselberger wird am 2. Mai 1939 vom Oberlandesgericht Wien zu 2 Monaten strengem Arrest verurteilt. [D\u00d6W 15.340\/18.789 und Widerstand u V Bd 1 S 458]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Weickl<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Julius<\/td>\n<td width=\"84\">Kirche<\/td>\n<td width=\"60\">Bramberg<\/td>\n<td width=\"623\">Julius Weickl ist Pfarrer in Bramberg. Die Gestapo besch\u00e4ftigt sich ausgiebig mit dem Priester. Ein umfangreicher Akt wird angelegt. Weickl werden die Teilnahme an Fronleichnamsprozessionen und Wallfahrten als Verfehlungen angelastet. &#8222;Ma\u00dfnahmen&#8220; werden angeordnet. Die Vergangenheit des Priesters wird ausgeleuchtet. Ein gegen ihn laufendes Strafverfahren wird am 3. 11. 1939 wegen Verj\u00e4hrung eingestellt. Der Akt Weickl wird 1942 als &#8222;nicht kriegswichtig&#8220; geschlossen. [SLA, HB Akte, Karton 105, HB 803-1-1942]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Wieser<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Albert<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Der Viktualienh\u00e4ndler Albert Wieser, geb. 1887, wird am 3. Oktober 1938 in der Fr\u00fch in Saalfelden verhaftet. Der Vorwurf: Wieser hat \u00f6ffentlich in einem Gasthaus die Menschen dazu aufgefordert, im Falle des Krieges nicht einzur\u00fccken, dann w\u00fcrde der Krieg bald zu Ende sein. F\u00fcr die Gendarmerie in Saalfelden war damit klar, dass Wieser &#8222;kommunistischen Ideen nachh\u00e4ngt&#8220;. Im Verh\u00f6r gibt Wieser zu, dass er &#8222;fr\u00fcher&#8220; Sozialdemokrat gewesen sei. Wieser wird am 3. Mai 1939 zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach der Verb\u00fc\u00dfung der Strafe wird Wieser von der Gestapo in das KZ Sachsenhausen und sp\u00e4ter in das KZ Dachau \u00fcberstellt. Wieser stirbt am 4. Dezember 1942 in Dachau. [D\u00d6W 15.341\/18.814 u. Widerstand u V.Bd 1 S 421\/618]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Wilhelmst\u00e4tter<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Friedrich<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Zell am See<\/td>\n<td width=\"623\">Die Angeklagten Friedrich Wilhelmst\u00e4tter, Karl Schlick und Josef Colognia werden wegen Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt.Wilhelmst\u00e4tter erh\u00e4lt 1 Jahr Zuchthaus. Josef Colognia kauft 1937 ein Rundfunkger\u00e4t mit dem er oft den &#8222;Moskauer Sender&#8220; h\u00f6rt. Im September 1938 kommen Schlick und Wilhelmst\u00e4tter mehrmals in die Wohnung Colognias, um &#8211; wie es die Nationalsozialisten formulieren &#8211; &#8222;Feindsender&#8220; zu h\u00f6ren. [D\u00d6W 6943 und Widerstand u V Bd 1 S 424 ff]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Wimmer<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Anton<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Am 27. Februar 1942 werden mehrere Saalfeldner gemeinsam mit Anton Wimmer von der Gestapo festgenommen. Die meisten von ihnen sind Eisenbahner. Vorwurf: Mitglied einer illegalen KP-Organisation. Auszug aus dem Bericht der Gestapo an die Kreisleitung der NSDAP: &#8222;S\u00e4mtliche Festgenommene sind gest\u00e4ndig, sie wurden in die Haftanstalt des Landesgerichtes Salzburg eingeliefert. Nach Abschluss der Erhebungen wird Anzeige wegen Vorbereitung zum Hochverrat beim Sondergericht erstattet.&#8220; [SLA, HB Akte, Karton 103; HB 450-452, 1942] Anton Wimmer wird am 9. Dezember 1942 vom Oberlandesgericht Wien wegen Hochverrats zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt. Wimmer wird laut Unterlagen der Opferf\u00fcrsorge vom Februar 1942 bis Kriegsende inhaftiert. [D\u00d6W 8563 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 403\/618]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Wojnarowicz<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Wincenty<\/td>\n<td width=\"84\">Zwangsarbeit<\/td>\n<td width=\"60\">Leogang<\/td>\n<td width=\"623\">Der Pole Wincenty Wojnarowicz, er ist in Leogang als Zwangsarbeiter eingesetzt, wird vom Sondergericht in Salzburg zu 2 1\/2 Jahre Straflager verurteilt. Vorwurf: &#8222;Verbrechen nach \u00a7 1 der VO. \u00fcber ao Rundfunkma\u00dfnahmen&#8220;. Der Pole gibt an, er habe lediglich ein Rundfunkger\u00e4t repariert und dabei nicht auf den Sender geachtet. [Zwangsarbeit im Pinzgau, Hg: Historikerkommission S 344]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Wolf<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Otto<\/td>\n<td width=\"84\">&nbsp;<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Aus dem Urteil des Landesgerichtes Linz gegen die Saalfeldner SA-M\u00e4nner Peter Altmann und Michael Trixl vom 18. Juni 1946: Der 17j\u00e4hrige Otto Wolf betritt im Fr\u00fchjahr 1938 trotz Warnung der SA-M\u00e4nner das Gesch\u00e4ft des j\u00fcdischen Kaufmannes Kant in Saalfelden, um sich einen Anzug zu kaufen. Beim Verlassen des Gesch\u00e4ftes wird Wolf von den beiden M\u00e4nnern festgenommen und am Gendarmerieposten misshandelt. Wolf wird gewungen, mit einer Tafel um den Hals in Begleitung der SA-M\u00e4nner durch den ganzen Ort zu gehen. Aufschrift: &#8222;dieses Schwein kauft bei einem Juden ein&#8220;. Dabei wird er geohrfeigt und muss rufen: &#8222;Trotz Verbot kaufe ich bei einem Juden ein&#8220;. Urteil: Altmann erh\u00e4lt 2 Jahren 6 Monaten schwerem Kerker, Trixl erh\u00e4lt 10 Monaten. [D\u00d6W E 21.311 und Widerstand und Verfolgung Bd 2, S 530\/624]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>W\u00f6rg\u00f6tter<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Georg<\/td>\n<td width=\"84\">KP\u00d6<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Am 27. Februar 1942 werden mehrere Saalfeldner gemeinsam mit Georg W\u00f6rg\u00f6tter von der Gestapo festgenommen. Die meisten von ihnen sind Eisenbahner. Vorwurf: Mitglied einer illegale KP-Organisation. Auszug aus dem Bericht der Gestapo an die Kreisleitung der NSDAP: &#8222;S\u00e4mtliche Festgenommene sind gest\u00e4ndig, sie wurden in die Haftanstalt des Landesgerichtes Salzburg eingeliefert. Nach Abschluss der Erhebungen wird Anzeige wegen Vorbereitung zum Hochverrat beim Sondergericht erstattet.&#8220; [SLA, HB Akte, Karton 103; HB 450-452, 1942] Georg W\u00f6rg\u00f6tter wird am 9. Dezember 1942 vom Oberlandesgericht Wien wegen Hochverrats zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Georg W\u00f6rg\u00f6tter gilt f\u00fcr die obersten Richter als Leiter der Ortsgruppe Saalfelden. Er zahlte Mitgliedsbeitr\u00e4ge (1 RM monatlich) und erhielt im Laufe des Jahres 1941 etwa zweimal einige St\u00fcck &#8222;Informationsbl\u00e4tter der KP\u00d6&#8220;, die er an L\u00fcrzer weitergab. \u00dcber das weitere Schicksal W\u00f6rg\u00f6tters ist nichts bekannt. [D\u00d6W 8563 und Widerstand und Verfolgung Bd 1 S 403\/618]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Wozniak<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Karolina<\/td>\n<td width=\"84\">Zwangsarbeit<\/td>\n<td width=\"60\">Lofer<\/td>\n<td width=\"623\">Die polnische Zwangsarbeiterin Karolina Wozniak ist in Lofer eingesetzt. Sie wird vom Sondergericht in Salzburg wegen Diebstahl von Textilien, Kleidungsst\u00fccke und Lebensmittel zu sechs Monaten Straflager verurteilt. [Zwangsarbeit im Pinzgau, Hg: Historikerkommission S 344]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Wuelz<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Heinrich<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Mittersill<\/td>\n<td width=\"623\">Der damalige Bahnhofsvorstand in Mittersill, Heinrich Wuelz, geb.1900, wird vom 15. bis 17.M\u00e4rz 1938 von der SA in \u201eSchutzhaft\u201c genommen. Der Eisenbahner wird am 19. Juni 1938 strafweise nach Erzberg versetzt, weil sein Verhalten in der Verbotszeit &#8222;nicht neutral war&#8220;. [D\u00d6W 20000\/W556]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Zaisberger<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Johann<\/td>\n<td width=\"84\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"60\">Bruck<\/td>\n<td width=\"623\">Der Arbeiter Johann Zaisberger wird gemeinsam mit Josef Oberlader aus Rosenthal und Josef Herzog verhaftet. Allen wird Hochverrat vorgeworfen. Die Arbeiter der Firma Redlich und Berger in Bruck haben sich w\u00e4hrend der Pause abf\u00e4llig \u00fcber das NS Regime ge\u00e4u\u00dfert. Die &#8222;staatsfeindlichen Gespr\u00e4che&#8220; bringen den Brucker Arbeitern eine mehrj\u00e4hrige Haftstrafe ein. Josef Oberlader wird zu vier Jahren Zuchthaus, Johann Zaisberger zu drei Jahren Zuchthaus, Johann Herzog wird zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. Gemeinsam mit den Angeklagten wird auch Peter M\u00f6senlechner aus Bruck wegen &#8222;kommunistischer Mundpropaganda an der Arbeitsstelle&#8220; festgenommen. [D\u00d6W 8199 und Widerstand u V Bd1 S 434 ff\/619]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"96\"><strong>Zehetner<\/strong><\/td>\n<td width=\"72\">Peter<\/td>\n<td width=\"84\">&#8222;Euthanasie&#8220;<\/td>\n<td width=\"60\">Saalfelden<\/td>\n<td width=\"623\">Peter Zehetner, geb. 1872, aus Saalfleden wird am 17. April 1941 im zweiten von vier Transporten der Nervenheilanstalt Salzburg-Lehen nach Hartheim bei Linz gebracht, wo er &#8211; wie alle anderen 262 Opfer &#8211; in der Gaskammer ermordert wird. [Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934-1945 Bd. 2 S 581]<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Opferregister \u201eBruck unterm Hakenkreuz\u201c<\/h1>\n<table width=\"945\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Nachname<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\"><strong>Vorname<\/strong><\/td>\n<td width=\"99\"><strong>Status<\/strong><\/td>\n<td width=\"635\"><strong>Information<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Altmann<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Peter<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 10j\u00e4hrige Peter Altmann aus Maishofen, Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Asp\u00f6ck<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Richard<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 22j\u00e4hrige Richard Asp\u00f6ck aus der Stadt Salzburg, Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Auer<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Hermann<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 21j\u00e4hrige Hermann Auer aus St. Martin bei Lofer, Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>B\u00f6ckl<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Johann<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 20j\u00e4hrige Johann B\u00f6ckl aus St. Gilgen, Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Buchalka<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Ferdinand<\/td>\n<td width=\"99\">Politisch verfolgt<\/td>\n<td width=\"635\">Ferdinand Buchalka, geb. 17.6.1902 in Szekesfehevar (Ungarn) fl\u00fcchtet 1938 von \u00d6sterreich nach Spanien. Als Spanienk\u00e4mpfer wird Buchalka vom 1.5.1941 bis 29.4.1945 im KZ Dachau interniert. Buchalka stirbt am 29.5.1990 in St. Georgen Pzg. [Landauer: Lexikon der \u00f6sterr. Spanienk\u00e4mpfer]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Buchmair<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Herta Maria<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Die 16j\u00e4hrige Herta Maria Buchmair aus Landeck in Tirol, Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1940 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Buchner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Peter<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 26j\u00e4hrige Peter Buchner aus Kaprun, Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Duxner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Peter<\/td>\n<td width=\"99\">Deserteur<\/td>\n<td width=\"635\">Der Bauernsohn Peter Duxner, geb. 13.6.1915, wird am 3.9.1944 auf dem Anwesen seines Bruders in St. Georgen wegen \u201eFahnenflucht\u201c von der Gendarmerie festgenommen und einer Wehrmachtsstreife aus Saalfelden \u00fcbergeben. [Gendarmeriechronik Bruck, 3.9.1944]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Eder<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Maria<\/td>\n<td width=\"99\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"635\">Die Bergb\u00e4uerin Maria Eder, geb. 1883, in Pfarrwerfen, wohnhaft in Bruck, Mitglied des Deutschen Frauenwerkes und Tr\u00e4gerin des goldenen Ehrenkreuzes der deutschen M\u00fctter, wird am 17. J\u00e4nner 1940 von der Gestapo verhaftet und in das Amtsgericht Zell am See \u00fcberstellt. Der Grund: Frau Eder hat in einer Postkarte an die \u201eSalzburger Landeszeitung\u201c die unertr\u00e4glichen Zust\u00e4nde der Kriegsgefangenen in Kaprun angeprangert. [D\u00d6W 16.008 und Widerstand und Verfolgung Bd. 2 S 384] Sie wird nach einigen Tagen Arrest von der Gendarmerie nach Hause entlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Egger<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Maria<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Die 33j\u00e4hrige Maria Egger aus Innsbruck, Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Etzer<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Anton<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Anton Etzer, geb. 12.8.1872, St. Georgen\/Pzg., wird am 17. April 1941 von der Landesheilanstalt Salzburg-Lehen in die T\u00f6tungsanstalt Hartheim \u00fcberstellt.<\/p>\n<p>[Quelle: Transportliste Widerstand und Verfolgung Bd. 2 S 580 und National Archivs, Microcopy, T 1021 R 17, F 108 D\u00d6W Film 123\/3]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>F\u00f6dinger <\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Franz<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 20j\u00e4hrige Franz F\u00f6dinger aus Sch\u00f6rfling (O\u00d6), Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton wird 1940 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Frauscher<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Josef<\/td>\n<td width=\"99\">NS-Funktion\u00e4r<\/td>\n<td width=\"635\">Der Elektriker Josef Frauscher, geb. 12.9.1906, SA-Mitglied, stellvertretender Ortsgruppenleiter und Ortsgruppenleiter (1942\/43) der NSDAP in Bruck, wird am 20. Mai 1948 vom Volksgericht Linz, Au\u00dfensenat Salzburg gemeinsam mit Alfred Maier wegen Hochverrats und Denunziation angeklagt. Das Gericht verurteilt Frauscher wegen Hochverrats zu 14 Monaten Kerker; vom Vorwurf der Denunziation wird er freigesprochen. [O\u00d6LA, LG Linz, Vg 8 Vr 2852\/47]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Groppo<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Giuseppe<\/td>\n<td width=\"99\">Zwangsarbeiter<\/td>\n<td width=\"635\">Der 18j\u00e4hrige italienische Zwangsarbeiter fl\u00fcchtet 1944 von seiner Arbeitsst\u00e4tte im Kraftwerk Kaprun. Groppo stirbt an Hunger und K\u00e4lte im Juli 1944 in den Bergen N\u00e4he Kapruns; sein Leichnam wird im Auftrag der Gendarmerie in der N\u00e4he der Wachtbergalm begraben. [Chronik Gendarmerie Fusch 25.7.1944 und Zeitzeugeninterview Susanne Pinn]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Haidler<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Otto<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Otto Haidler, Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Haunschmied<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Johann<\/td>\n<td width=\"99\">Psychiatrie<\/td>\n<td width=\"635\">Der 29j\u00e4hrige Johann Haunschmied aus Freistadt, Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, stirbt 1943 in Niedernhart (Landesnervenklinik Wagner Jauregg, Linz). [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Hemetsberger<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Elisabeth<\/td>\n<td width=\"99\">Zwangs-sterilisation<\/td>\n<td width=\"635\">Elisabeth Hemetsberger (\u201ePost-Liesl\u201c), geb. 16.8.1914 in Linz, wird 1929 in der Caritas Anstalt St. Anton aufgenommen. Am 23. Juni 1940 wird Elisabeth Hemetsberger, gemeinsam mit anderen ober\u00f6sterreichischen Kindern und Jugendlichen, nach Niedernhart gebracht. Im Gegensatz zu den anderen, die in Niedernhart bzw. Hartheim ums Leben kommen, kommt sie \u2013 offenbar nach Intervention des ehemaligen Pflegeleiters Pr\u00e4lat Dr. Franz Fiala \u2013 wieder zur\u00fcck in die Caritas Anstalt St. Anton. Am 15. Mai 1943 teilt der Amtsarzt in Zell am See, Dr. Zillner, der Caritasanstalt mit, dass \u201eeine Aufschiebung der Unfruchtbarmachung nicht zugelassen wird\u201c. Im Sommer 1943 wird Elisabeth Hemetsberger zwangssterilisiert. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Herzog<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Josef<\/td>\n<td width=\"99\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"635\">Der Arbeiter Josef Oberlader, geb. 25.10.1889, aus Rosental wird gemeinsam mit seinen Kollegen Johann Zaisberger (im Akt auch Zeisberger), geb. 15.1.1889, aus Bruck und Josef Herzog, geb. 25.10.1893, ebenfalls aus Bruck verhaftet. Ihnen wird Hochverrat vorgeworfen. Die Arbeiter der Firma Redlich und Berger in Bruck haben sich w\u00e4hrend der Pause abf\u00e4llig \u00fcber das NS Regime ge\u00e4u\u00dfert. Die \u201estaatsfeindlichen Gespr\u00e4che\u201c brachten den Arbeitern mehrj\u00e4hrige Haftstrafen ein. Josef Oberlader wurde zu 4 Jahren Zuchthaus, Johann Zaisberger zu 3 Jahren Zuchthaus, Johann Herzog zu 1 Jahr Zuchthaus verurteilt. Gemeinsam mit den drei Angeklagten wird Peter M\u00f6senlechner ebenfalls aus Bruck wegen \u201ekommunistischer Mundpropaganda an der Arbeitsstelle\u201c festgenommen. [D\u00d6W 8199; 18833 und Widerstand u V Bd.1 S 434 ff\/619]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Hoch<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Josef<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 20j\u00e4hrige Josef Hoch aus Liefering (Sbg.), Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Hochleitner <\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Anna<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Die 30j\u00e4hrige Anna Hochleitner aus Ort im Innkreis (O\u00d6), Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1940 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Hollaus<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Leonhard<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 19j\u00e4hrige Leonhard Hollaus aus Piesendorf, Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>H\u00f6ller<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Anton<\/td>\n<td width=\"99\">Politisch verfolgt<\/td>\n<td width=\"635\">Im Februar 1943 kommt es im Raum Pinzgau zu einer gro\u00dfen Verhaftungswelle kommunistischer Funktion\u00e4re. Neben dem Tischler Josef Scherleitner, geb. 1911, in Lend, werden am 13. Februar 1942 mehrere KP\u00d6 Funktion\u00e4re festgenommen. Scherleitner wird am 28.10.1942 wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Ein Gnadengesuch wird am 26. November 1942 abgelehnt. Am 30. April 1943 wird Scherleitner im Strafgef\u00e4ngnis M\u00fcnchen-Stadlheim hingerichtet [D\u00d6W E19.793\/3 und Widerstand und Verfolgung Bd. 1 S 401 ff]. Mit Scherleitner werden folgende Personen verhaftet: Albert Salzmann, Maishofen; Rupert Rindler, Taxenbach; Johann Kendlbacher, Taxenbach; Josef Riedlberger, Leogang; Anton H\u00f6ller, Bruck; Leopold L\u00f6sch, Stall i. M\u00f6lltal\/Ktn; D\u00fcnser Hermann, Ludesch Bludenz [D\u00d6W 675 und 684 und 8.633 und 15.991 und 18.186]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Holzner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Rosa<\/td>\n<td width=\"99\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"635\">Die Hausbesorgerin Rosa Holzner, geb. 1.8.1898, \u00e4u\u00dfert sich am 28. September 1939 kritisch gegen das NS-Regime. Sie wird von Barbara Rattenberger bei der Gendarmerie angezeigt. Tage sp\u00e4ter wird sie von der Gestapo festgenommen und \u201ewegen Vergehen gegen das Heimt\u00fcckegesetz\u201c vor ein Sondergericht in Salzburg gestellt. \u00dcber den Ausgang des Verfahrens ist nichts bekannt. [D\u00d6W 16.036 und D\u00d6W 20.941\/75]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>H\u00f6pflinger<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Wilhelm<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 8j\u00e4hrige Wilhelm H\u00f6pflinger aus der Stadt Salzburg, Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Hutter<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Josef<\/td>\n<td width=\"99\">B\u00fcrgermeister<\/td>\n<td width=\"635\">Brucks B\u00fcrgermeister Josef Hutter wird noch am Tag der Macht\u00fcbernahme von seinem Amt enthoben. Die Nationalsozialisten ernennen am 13. M\u00e4rz 1938 Anton Posch, der jedoch nur bis 7. Juni im Amt bleibt. Seine Nachfolge \u00fcbernimmt bis zum Ende der NS-Zeit der Kaufmann Peter Lederer. [Max Effenberger: Brucker Heimatbuch, S 344 und D\u00d6W 20.\/497\/03]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Kirchner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Georg<\/td>\n<td width=\"99\">Lehrer<\/td>\n<td width=\"635\">Der Leiter der Landwirtschaftsschule, Georg Kirchner, wird wegen \u201epolitischer Unzuverl\u00e4ssigkeit\u201c abberufen; der Betrieb der Bubenschule wird w\u00e4hrend der Kriegsjahre eingestellt. [Max Effenberger: Brucker Heimatbuch, S 116]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Klammer<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Therese<\/td>\n<td width=\"99\">Psychiatrie<\/td>\n<td width=\"635\">Die 26j\u00e4hrige Therese Lammer aus Wien, Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, stirbt 1940 in Niedernhart (Landesnervenklinik Wagner Jauregg, Linz). [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Kocher<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Peter<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 24j\u00e4hrige Peter Kocher, vermutlich aus Bischofshofen, Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Kowalczky<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Alfreda<\/td>\n<td width=\"99\">Zwangsarbeit<\/td>\n<td width=\"635\">Die polnische Zwangsarbeiterin Alfreda Kowalczky wird vom Melker Peter Embacher verd\u00e4chtigt, eine Brieftasche mit 180 RM gestohlen zu haben. Auch der Pferdeknecht Anton Prossegger belastet die Polin und gibt an, dass sie ihm bereits 1 (!) Zigarette gestohlen hat. Die Staatsanwaltschaft Salzburg stellt das Verfahren schlie\u00dflich ein. Frau Kowalczky wird an ihren Arbeitsplatz zur\u00fcckgeschickt. [Zwangsarbeit im Pinzgau, (Hg.): Historikerkommission S 345]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Kronewitter<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Andreas<\/td>\n<td width=\"99\">Eisenbahner<\/td>\n<td width=\"635\">Briefe an seinen Sohn Wilhelm, der an der Ostfront stationiert ist, kosten dem Reichsbahnbeamten Andreas Kronewitter, aus Zell am See, geb.6.8.1894 in Bruck, das Leben. Der Inhalt der Briefe reicht f\u00fcr ein Verfahren wegen \u201eWehrkraftzersetzung\u201c. Im Schreiben vom 14. August 1943 r\u00e4t er zur Vorsicht: \u201e\u2026Schau nur zu, wenn gar nicht anders m\u00f6glich, da\u00df Du in gr\u00f6\u00dfere Kommandos nach hinten kommst&#8230;\u201c In einem zweiten Schreiben vom 17. August 1943 \u00e4u\u00dfert sich Kronewitter kritisch \u00fcber einen Nationalsozialisten in Zell am See und erw\u00e4hnt einen Luftangriff auf Wiener Neustadt. F\u00fcr das Gericht ist dies Grund genug, um \u201eWehrkraftzersetzung\u201c zu erkennen. Andreas Kronewitter wird in den letzten Kriegsmonaten am 21. November 1944 in Wien hingerichtet. [D\u00d6W 19.793\/96]<\/p>\n<p>Auch gegen den 20j\u00e4hrigen Sohn Wilhelm wird ein Verfahren wegen \u201eWehrkraftzersetzung\u201c eingeleitet. Er wird am 13. April 1944 von einem Feldkriegsgericht wegen \u201eZersetzung der Wehrkraft\u201c zu einem Jahr Gef\u00e4ngnis verurteilt. [D\u00d6W E 18.574 und D\u00d6W 18.318 und D\u00d6W 21.202 vgl. Widerstand und Verfolgung Bd. 1 S 267, 319 ff, 585, 611, 627]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Lechner verh. Oblasser<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Elisabeth<\/p>\n<p>Johann<\/td>\n<td width=\"99\">Deserteurshilfe<\/td>\n<td width=\"635\">Die Bergbauerntochter zu Hochegg in St. Georgen, Elisabeth Lechner, geb. 31.5.1908 heiratet 1936 Johann Oblasser, geb. 26.12.1902, Bergbauer des Vorderbrandst\u00e4tthofs in Taxenbach. Das Ehepaar versteckt und versorgt w\u00e4hrend der Kriegsjahre zwei Deserteure aus dem Raum Goldegg. Im Juni 1944 kommt es in der Region zu einer gro\u00df angelegten Razzia der SS. Mehrere Menschen werden dabei get\u00f6tet, zahlreiche Familienangeh\u00f6rige in Konzentrationslager gebracht und hingerichtet. Auch Johann Oblasser wird in den KZs Dachau und Buchenwald interniert. Die Verhaftung Elisabeth Lechners durch die Gestapo wird vom Sprengelarzt Siegfried Schernthaner verhindert. Johann Oblasser gelingt 1945 die Flucht bei einem der ber\u00fcchtigten Todesm\u00e4rsche und kommt im Juni 1945 wieder nach Hause. [Chronik: \u201eVom Vorderbrandst\u00e4tthof und dem Schicksal des Bergbauern Johann Oblasser, Eigenverlag, Salzburg 2004 und D\u00d6W 18.467]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Leidlmeier <\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Hermann<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 20j\u00e4hrige Hermann Leidlmeier aus Wels (O\u00d6), Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1940 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Linsinger jun.<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Josef<\/td>\n<td width=\"99\">Deserteur<\/td>\n<td width=\"635\">Aus dem Schreiben der Gendarmerie Bruck an die Kriminalpolizei betreffend Erschie\u00dfung von Josef Linsinger jun. bei seiner Festnahme: Josef Linsinger, geb. 14.4.1915, in Zell am See, wird am Freitag, den 29. November 1940 um ca 11 Uhr 30 auf der Gro\u00dfglocknerstra\u00dfe bei Bruck von einer Gendarmeriestreife angehalten. Linsinger wird wegen Fahnenflucht gesucht. Die Gendarmen er\u00f6ffnen bei der Festnahme das Feuer und verletzen Linsinger mit zwei Sch\u00fcssen in den Oberschenkel. Sprengelarzt Dr. Winkler leistet erste \u00e4rztliche Hilfe. Linsinger &#8211; so die Gendarmerie &#8211; stirbt beim Transport in das Krankenhaus Schwarzach. Im Akt finden sich auch Unterlagen \u00fcber Peter Mitteregger aus Bachwinkl, der von August bis Oktober 1939 mit Linsinger zusammen ist. Der Vater Josef Linsinger sen. wird im November 1940 wegen Wehrkraftzersetzung zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W E 18.666 und Widerstand und Verfolgung Bd. 1 S 569, 570, 626 und D\u00d6W 19.787\/1-6]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Machreich<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Josef<\/td>\n<td width=\"99\">Politisch verfolgt<\/td>\n<td width=\"635\">Der Gastwirt Josef Machreich, geb. 22.11.1882, Bruck, wohnhaft in Bischofshofen, wird am 1. September 1944 von der Gestapo in \u201eSchutzhaft\u201c genommen. Machreich stirbt am 2.11.1944 im Konzentrationslager Flossenb\u00fcrg. [D\u00d6W Datenbank \u201epolitisch Verfolgte\u201c, www.doew.at]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Maier <\/strong><\/p>\n<p><strong>(auch Mair)<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Alfred<\/td>\n<td width=\"99\">NS-Funktion\u00e4r<\/td>\n<td width=\"635\">Der Hilfsarbeiter Alfred Maier, geb. 9.10.1920 in Fusch, SA-Mitglied, wird am 20.5.1945 gemeinsam mit Ortsgruppenleiter Josef Frauscher vom Volksgericht Linz, Au\u00dfensenat Salzburg, wegen Denunziation angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, die Kritikerin Anna Renner denunziert zu haben. Renner wurde daf\u00fcr zu 16 Monaten Zuchthaus verurteilt. Alfred Maier wird zu dreieinhalb Monaten Kerker verurteilt. [O\u00d6LA, LG Linz, Vg 8 Vr 2852\/47]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Meglitsch<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Erich<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 22j\u00e4hrige Erich Meglitsch aus St. Marienkirchen (Stmk.), Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>M\u00f6senlechner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Peter<\/td>\n<td width=\"99\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"635\">Siehe Josef Herzog<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Neudorfer<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Franz<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 30j\u00e4hrige Franz Neudorfer aus Attnang Puchheim (O\u00d6), Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Oberlader <\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Josef<\/td>\n<td width=\"99\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"635\">Siehe Josef Herzog<\/p>\n<p>[D\u00d6W 8.199 und D\u00d6W 18.464]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Oberreiter<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Gertraud<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Die 17j\u00e4hrige Gertraud Oberreiter, Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Oppeneiger<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Maria<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Die 20j\u00e4hrige Maria Oppeneiger aus B\u00f6ckstein (Sbg.), Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Orthner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Rudolf<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 21j\u00e4hrige Rudolf Orthner aus der Stadt Salzburg, Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Ortner <\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Ingeborg<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Die 16j\u00e4hrige Ingeborg Ortner aus der Stadt Salzburg, Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Ortner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Ursula<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Die 28j\u00e4hrige Ursula Ortner aus Flachau, Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Pfeffer<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Christine<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Die 13j\u00e4hrige Christine Pfeffer aus Fusch, Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1943 \u201eAm Spielgrund\u201c (Pflegeanstalt \u201eAm Steinhof\u201c in Wien) ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Prentner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Josef<\/td>\n<td width=\"99\">Psychiatrie<\/td>\n<td width=\"635\">Der 17j\u00e4hrige Josef Prentner aus Pichl bei Windischgarsten (O\u00d6), Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, stirbt 1941 in Niedernhart (Landesnervenklink Wagner Jauregg, Linz). [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Raffetseder<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Gertraud<\/td>\n<td width=\"99\">Psychiatrie<\/td>\n<td width=\"635\">Gertrude Raffetseder, geb. am 4. Februar 1925 in Amstetten, wird am 27. Oktober 1934 in die Caritas Anstalt St. Anton eingeliefert. 1942 wird sie in die Landesheilanstalt Mauer-\u00d6hling \u00fcberstellt. [Quelle: Heft \u201eKinder der Anstalt \u2013 Einweisung\/Entlassung; dort unter der lfd. Nr. 245 eingetragen] Laut Auskunft beim Nieder\u00f6sterreichischen Landesarchiv befindet sich Frau Raffetseder vom 30. September 1942 bis zu ihrem Tod am 10. Juni 1944 in der Heil- und Pflegeanstalt Mauer-\u00d6hling. [Quelle: Christina N\u00f6bauer]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Rangetiner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Albert<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 7j\u00e4hrige Albert Rangetiner aus Bramberg am Wildkogel (Sbg), Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Reithmeier<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Emma<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Die 17j\u00e4hrige Emma Reithmeier aus Uttendorf, Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1940 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Renner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Anna<\/td>\n<td width=\"99\">Kritikerin<\/td>\n<td width=\"635\">Anna Renner, geborene Hutter, geb. 8.4.1907 in Fusch, kritisiert im Mai 1943 das NS-Regime, den Krieg und den Umgang mit Juden und J\u00fcdinnen. Sie wird von Alfred Maier (auch Mair), Mitglied der SA, beim Ortsgruppenleiter denunziert. Anna Renner wird am 28. J\u00e4nner 1944 zu 16 Monaten Haft verurteilt. [O\u00d6LA, LG Linz, Vg 8 Vr 2852\/47]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Renner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Franz<\/td>\n<td width=\"99\">Politisch verfolgt<\/td>\n<td width=\"635\">Der Ehemann von Anna Renner wird im Juni 1941 wegen \u201ekommunistischer T\u00e4tigkeit\u201c zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. [O\u00d6LA, LG Linz, Vg 8 Vr 2852\/47]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Rottensteiner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Mathias<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 18j\u00e4hrige Mathias Rottensteiner aus Tamsweg, Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Schachner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Hermann<\/td>\n<td width=\"99\">Gendarm<\/td>\n<td width=\"635\">Der Brucker Gendarm Hermann Schachner, geb. 9.8.1909, ist seit 1931 am Posten Bruck bzw. Fusch. Die Gestapo beurteilt ihn als \u201eSystemschwein, Kriechernatur, radikaler Gegner der NSDAP, hat Spionage getrieben gegen das Reich, dachaureif\u201c. Er wird nach St. Gilgen strafversetzt. Von 1940 bis 1945 versieht er als Feldgendarm seinen Dienst an der Ostfront, wo er schlie\u00dflich in russische Kriegsgefangenschaft ger\u00e4t. Am 9. Juli 1949 kommt er, gesundheitlich schwer angeschlagen, wieder nach St. Gilgen. [Privatarchiv Gernod Fuchs]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Scharfetter<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Michael<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 22j\u00e4hrige Michael Scharfetter aus Muhr (Sbg.), Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Schauer<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Heinrich<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 13j\u00e4hrige Heinrich Schauer aus V\u00f6cklamarkt (O\u00d6), Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1940 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Schmalnauer<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Hildegard<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Die 24j\u00e4hrige Hildegard Schmalnauer aus Strobl (O\u00d6), Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1940 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Scharl<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Peter<\/td>\n<td width=\"99\">Politisch verfolgt<\/td>\n<td width=\"635\">Der Fabriksarbeiter Peter Scharl, geb. 4.6.1905, Palting-Perwang (O\u00d6), wohnhaft: Bruck, wird am 15. April 1941 von der Kriminalpolizei in das KZ Dachau eingeliefert. Begr\u00fcndung: \u201epolizeiliche Sicherheitsverwahrung\u201c. Scharl stirbt am 14. J\u00e4nner 1942 in Dachau. [D\u00d6W Datenbank \u201epolitisch Verfolgte\u201c, www.doew.at]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Schobersteiner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Josefa<\/td>\n<td width=\"99\">NS-Funktion\u00e4rin<\/td>\n<td width=\"635\">Josefa Schobersteiner, geborene Sp\u00f6ttl, geb. 2.1.1895, wohnhaft in Bruck &#8211; NSDAP-Mitglied und Blockleiterin &#8211; wird am 1. Oktober 1946 vom Landesgericht Linz als Volksgericht wegen Denunziation zu sechs Monaten Kerker verurteilt. Schobersteiner wird vorgeworfen, den Leiter der F\u00fcrsorge Zell am See Anton Werber, der im Fr\u00fchjahr 1945 eine positive Bemerkung \u00fcber das Ende des Krieges t\u00e4tigt, beim Ortgruppenleiter angezeigt zu haben. [O\u00d6L, LG Linz, Akt Vg 8 Vr 1249\/46]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Schwarz<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Nikolaus<\/td>\n<td width=\"99\">Eisenbahner<\/td>\n<td width=\"635\">Reichsbahninspektor Nikolaus Schwarz, geb. 1898, wird am 3. Dezember 1943 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Schwarz, so der Vorwurf, hat im April 1943 eine staatsfeindliche Schrift verfasst und diese in die H\u00e4nde franz\u00f6sischer Kriegsgefangener kommen lassen. Er wird deshalb wegen landesverr\u00e4terischer Beg\u00fcnstigung des Feindes zum Tode und zu lebenslangem Ehrverlust verurteilt. [D\u00d6W 19.793\/173 und Widerstand und Verfolgung Bd. 2, S 396]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Schwaighofer<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Georg<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 13j\u00e4hrige Georg Schwaighofer aus Hallwang (Sbg.), Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Seeber<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Johann<\/td>\n<td width=\"99\">Heimt\u00fcckegesetz<\/td>\n<td width=\"635\">Der Hilfsarbeiter Johann Seeber, geb. am 5.4.1902 in Jochberg (Tirol), wohnhaft Gries im Pinzgau wird am 22. April 1940 von der Gendarmerie Bruck verhaftet. Er habe sich, so der Vorwurf, beim Bauern \u00c4gyd Sulzenbacher abf\u00e4llig \u00fcber das NS-System ge\u00e4u\u00dfert. Er wird wegen \u201eVergehen nach dem Heimt\u00fcckegesetz\u201c in das Amtsgericht Taxenbach eingeliefert. \u00dcber sein weiteres Schicksal ist nichts bekannt. [D\u00d6W 16.011]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Seeber <\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Johann<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 12j\u00e4hrige Johann Seeber aus St. Veit im Pongau (Sbg), Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Siebinger <\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Gertrude<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Die 17j\u00e4hrige Gertrude Siebinger, vermutlich aus Langenlois (N\u00d6), Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1942 \u201eAm Spiegelgrund\u201c (Pflegeanstalt \u201eAm Steinhof\u201c, Wien) ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Speckinger<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Franziska<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Die 25j\u00e4hrige Franziska Speckinger aus der Stadt Salzburg, Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Thurner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Johann<\/td>\n<td width=\"99\">Lehrer<\/td>\n<td width=\"635\">Der Direktor der Volksschule Bruck, Johann Thurner, seit 1903 als Lehrer an der Schule t\u00e4tig, wird gleich nach der Macht\u00fcbernahme als \u201epolitisch unzuverl\u00e4ssig\u201c eingestuft und wird in den Ruhestand versetzt. Ihm folgt vorerst Rudolf Ueberreither, dann Elfriede Kasper (verh. Haslauer). [Max Effenberger: Brucker Heimatbuch, S 79 f]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Traunwieser<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Mathilde<\/td>\n<td width=\"99\">Psychiatrie<\/td>\n<td width=\"635\">Die 15j\u00e4hrige Mathilde Traunwieser aus Neumarkt a.H., Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, stirbt 1942 in Niedernhart (Landesnervenklinik Wagner Jauregg, Linz). [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>W.<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Anna<\/td>\n<td width=\"99\">Verbotener Umgang mit Kriegsgef.<\/td>\n<td width=\"635\">Am 25. Juni 1941 kommt es im Landgericht Salzburg zur Hauptverhandlung gegen Anna W., geb. am 21.7.1920 in Bruck wegen Vergehens nach der Wehrkraftschutzverordnung. Ihr wird verbotener Umgang mit Kriegsgefangenen vorgeworfen. Sie wird von Georg Heinz, ihrem Lebensgef\u00e4hrten, bei der Polizei angezeigt und wird zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. [D\u00d6W 20.491\/48]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Wagner<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Katharina<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Die 40j\u00e4hrige Katharina Wagner aus der Stadt Salzburg, Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Walcher<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Siegfried<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Siegried Walcher, geb. 8.4.1918 in Westendorf (Tirol), \u201ezuletzt wohnhaft in der Caritasanstalt Bruck a.d.G.\u201c, wird am 17. April 1941 von der Landesheilanstalt Salzburg-Lehen in die T\u00f6tungsanstalt Hartheim \u00fcberstellt und ermordet. [Quelle: Widerstand und Verfolgung Bd. 2 S 581 und National Archivs, Microcopy, T 1021 R 17, F 108 D\u00d6W Film 123\/3; Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Wallmann <\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Aloisia<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Die 29j\u00e4hrige Aloisia Wallmann aus Gnigl (Sbg.), Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Welley<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Franz<\/td>\n<td width=\"99\">Feuerwehr<\/td>\n<td width=\"635\">Franz Welley, langj\u00e4hriger Kommandant der Feuerwehr St. Georgen, gilt als politisch unzuverl\u00e4ssig und wird unmittelbar nach dem \u201eAnschluss\u201c vom Kaufmann Johann Pichler abgel\u00f6st. [Max Effenberger: Brucker Heimatbuch, S 394]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Werber<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Anton<\/td>\n<td width=\"99\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"635\">Anton Werber, geb. 4.9.1881, Leiter des F\u00fcrsorgeamtes Zell am See, ehemaliger B\u00fcrgermeister von Zell am See, \u00e4u\u00dfert sich im Fr\u00fchjahr 1945 w\u00e4hrend eines dienstlichen Aufenthaltes in Bruck gegen\u00fcber Josefa Schobersteiner, dass er froh sei, dass \u201eder Krieg seinem Ende zugeht und sowieso schon verloren ist.\u201c Die NS-Funktion\u00e4rin Josefa Schobersteiner zeigt Werber beim Ortsgruppenleiter an. Am 29. April 1945, wenige Stunden vor dem Selbstmord Adolf Hitlers, wird Werber von SS und Gendarmerie verhaftet und der Gestapo \u00fcbergeben. Noch am selben Tag sollte Werber hingerichtet werden, kann allerdings durch die indirekte Hilfe eines Gestapobeamten fl\u00fcchten und in Salzburg untertauchen. [O\u00d6L, LG Linz, Akt Vg 8 Vr 1249\/46]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Wiesmaier<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Alois<\/td>\n<td width=\"99\">Psychiatrie<\/td>\n<td width=\"635\">Der 31j\u00e4hrige Alois Wiesmaier aus Wernstein (O\u00d6), Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, stirbt 1942 in Niedernhart (Landesnervenklinik Wagner Jauregg, Linz). [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Winklbauer<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Theresia<\/td>\n<td width=\"99\">Psychiatrie<\/td>\n<td width=\"635\">Die 17j\u00e4hrige Theresia Winklbauer aus Engelszell (O\u00d6), Bewohnerin der Caritas Anstalt St. Anton, stirbt 1940 in Niedernhart (Landesnervenklinik Wagner Jauregg, Linz). [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Zaninelli<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Rupert<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 18j\u00e4hrige Rupert Zaninelli aus M\u00fchlegg, Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Zaisberger <\/strong><\/p>\n<p><strong>&nbsp;<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Johann<\/td>\n<td width=\"99\">Kritiker<\/td>\n<td width=\"635\">Siehe Josef Herzog<\/p>\n<p>[D\u00d6W 8.199 und D\u00d6W 18.833]<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"125\"><strong>Zopf<\/strong><\/td>\n<td width=\"85\">Franz<\/td>\n<td width=\"99\">\u201eEuthanasie\u201c<\/td>\n<td width=\"635\">Der 10j\u00e4hrige Franz Zopf aus Stra\u00dfwalchen, Bewohner der Caritas Anstalt St. Anton, wird 1941 in Hartheim ermordet. [Christina N\u00f6bauer: \u201eOpfer der Zeit\u201c]<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Opfer im Nationalsozialismus im Salzburger Pinzgau. Quelle: Rudolf Leo: Pinzgau unterm Hakenkreuz, Otto M\u00fcller Verlag, Salzburg 2. Auflage 2013 Opferregister&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1159,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[24,3,4],"tags":[],"class_list":["post-1158","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-weltkrieg2","category-pinzgau","category-zeit-geschichte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1158","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1158"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1158\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1325,"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1158\/revisions\/1325"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1159"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1158"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1158"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zeit-geschichte.com\/rlwp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1158"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}