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Gedenkfahrt nach Engerau 29.3.2017

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17. Gedenkfahrt nach Engerau/Petržalka
mit Enthüllung einer Gedenktafel für die ermordeten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter des Lagers Engerau am Restaurant Leberfinger

Veranstalter:
Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz am DÖW

Bericht Engeraufahrt 2017

Video zur Gedenkfahrt
(von Renate Sassmann)
https://www.youtube.com/watch?v=GO-ac7Wxi_M

⇒ Programmfolder:
http://www.nachkriegsjustiz.at/aktuelles/folder_engerau_2017.pdf

Fotogalerie

Fotos von Winfried R. Garscha, Ulrike Garscha, Hans Hautmann, Rudolf Leo

Claudia Kuretsidis-Haider vor dem Mahnmal auf dem Friedhof von Petržalka

Ansprache von Eleonore Lappin auf dem Friedhof von Petržalka

Gedenkkundgebung auf dem Friedhof von Petržalka

Winfried Garscha verliest die Namen der ermordeten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter auf dem Friedhof von Petržalka

Der österreichische Botschafter S.E. Helfried Carl und sein Stellvertreter Georg Kilzer gedenken der Opfer des Lagers Engerau bei der Gedenkkundgebung auf dem Friedhof von Petržalka

Der slowakische Oberrabbiner Baruch Myers spricht den Kaddish bei der Gedenkkundgebung auf dem Friedhof von Petržalka

Die slowakische Justizministerin Lucia Žitňanská, der österreichische Justizminister Wolfgang Brandstetter und der ungarische Justizminister László Trócsányi enthüllen am Restaurant Leberfinger die Gedenktafel für die ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter des Lagers Engerau

Der slowakische Oberrabbiner Baruch Mayers spricht den Kaddish vor der Gedenktafel am Restaurant Leberfinger

Ansprache von Claudia Kuretsidis-Haider beim Mahnmal auf dem Friedhof von Petržalka

Winfried Garscha verliest die Namen der ermordeten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter auf dem Friedhof von Petržalka

Claudia Kuretsidis-Haider an der Stelle des Massengrabes für die ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter vor dem Friedhof von Petržalka

Maestro Jack Martin Händler spielt ein jüdisches Trauerlied bei der Gedenktafelenthüllung am Restaurant Leberfinger

Verlesung einer Zeugenaussage beim Kriegerdenkmal in Wolfsthal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schenken Sie eine Gedenktafel

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Schenken Sie eine Gedenktafel – Die Bausteinaktion läuft weiter

Bankverbindung der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz:
IBAN: AT43 1200 0502 8700 4500
BIC: BKAUATWW

Bausteinaktion für die Herstellung und Anbringung einer Gedenktafel für ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter am Res­taurant Leberfinger, Bratislava

Im heutigen 5. Bezirk der slowakischen Hauptstadt Bratislava, in Petržalka, hatten die Nati­o­nal­sozialisten von Dezember 1944 bis März 1945 ein Lager für ungarisch-jüdische Zwangs­ar­bei­ter eingerichtet. Die ca. 2.000 ausschließlich männlichen Gefangenen mussten Skla­ven­ar­beit im Rahmen des so genannten Südostwallbaues leisten, eine militärisch sinnlose und viele Opfer fordernde Maßnahme, um die vorrückende Rote Armee in ihrem Vormarsch Rich­tung Westen aufzuhalten. Die Juden wurden in alten Baracken untergebracht, aber auch in Bauernhöfen, Scheunen, Ställen und Kellern, also in unmittelbarer Nähe der Ortsbe­völ­ke­rung, teilweise sogar in ihren Häusern. Das Lager in Engerau, wie die damalige Ortschaft an der Donau bei Bratislava hieß, bestand aus mehreren Teillagern. Die Arbeitseinsatzorte be­fan­den sich im damaligen deutsch-ungarisch-slowakischen Grenzgebiet. Die ungarischen Ju­den waren gezwungen, unter furchtbaren hygienischen Bedingungen zu hausen. Die Ge­fan­ge­nen wurden von SA-Männern sowie „Politischen Leitern” bewacht, die zum größten Teil aus Wien stammten. Als das Lager Engerau am 29. März 1945 in Richtung KZ Mauthausen eva­kuiert wurde war knapp ein Viertel der ungarischen Juden tot: umgekommen vor Hunger und Kälte, erschossen, erschlagen zu Tode gequält von den Wachmannschaften.

Im Nebengebäude des heutigen Restaurants Leberfinger in der Viedenská cesta in Bratis­la­va, direkt an der Donaupromenade gelegen, befand sich eines der Engerauer Teillager. Die Ju­den waren in einem ehemaligen Pferdestall einquartiert.
Der ehemalige Häftling Ernö Honig schilderte die dortigen Lebensbedingungen:

„Wir schliefen […] in einem Stall mit betoniertem Boden ohne jede Unterlage und ohne Hei­zung, sodass von uns, als wir Engerau verließen, nur mehr wenige am Leben waren. Die übri­gen wurden teils bei der Arbeit erschlagen, teils starben sie an Erschöpfung oder den Folgen von schweren Erfrierungen. Es war uns verboten, uns zu waschen und wir waren deshalb vo­ller Läuse und voll von Furunkeln und anderen eiternden Wunden.“

Im Zuge der Evakuierung des Lagers Engerau liquidierte ein aus Angehörigen der Wach­mann­schaft zusammengesetztes „Sonderkommando“ zumindest 13 Häftlinge des Teillagers Le­ber­finger.

Am 29. März 2017, also 72 Jahre nach den Verbrechen, wurde am Restaurant Leberfinger eine Gedenktafel enthüllt. Sie wurde vom slowakischen Künstler Vladimír Chovan (Atelier 007, De­le­ná 7, Bratislava 841 07) angefertigt.
Das Erinnerungszeichen soll nicht nur an die er­mor­de­ten Juden des Massakers am 29. März, sondern an alle Opfer des Lagers Engerau erinnern.

Der Text lautet:

Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft befand sich von November 1944 bis März 1945 in Petržalka (Engerau, Pozsonyligetfalu) ein Lager für ungarisch-jüdische Zwangs­arbeiter, die am „Südostwall“ Schanzarbeit leisten mussten. Die ca. 2.000 un­ga­ri­schen Juden waren zwangsweise unter unmenschlichen Bedingungen in mehreren Teil­la­gern einquartiert. Eines der Teillager befand sich im Nebengebäude des damaligen Gast­hau­ses Leberfinger. Im Zuge der Evakuierung der Gefangenen in das KZ Mauthausen wurden hier am 29. März 1945 mindestens 13 Häftlinge von Wiener SA-Männern ermordet.

Ehre Ihrem Andenken!

An die 1945 von einer slowakischen Untersuchungskommission exhumierten 460 Toten des La­gers Engerau, darunter die mehr als 100 Opfer des Evakuierungsmarsches, erinnern ein Mahn­mal auf dem Friedhof von Petržalka sowie Gedenksteine in Wolfsthal und Bad Deutsch-Altenburg.

Wir vergessen weder die Leiden der Opfer noch die Verbrechen der Täter.
Niemals wieder!

Initiative: Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz

Der Text der Gedenktafel ist in slowakischer, ungarischer, deutscher und hebräischer Spra­che zu lesen.

Das Projekt wurde vom Nationalfonds der Republik Österreich und vom Bundesministerium für Justiz finanziell unterstützt.
Allerdings reicht die Förderung nicht aus für die Herstellung der Gedenktafel sowie die Übersetzungs- und sonstigen Gestehungskosten. Wir haben daher eine Bausteinaktion zur Finanzierung die­ses wichtigen Vorhabens ins Leben gerufen. Angesprochen werden soll – im Sinne der Her­ausbildung eines transnationalen Gedächtnisraumes – die österreichische und slo­wa­ki­sche Zivilgesellschaft. Es besteht die Möglichkeit, einen symbolischen Baustein in der Höhe von 10,- Euro, 50,- Euro oder 100,- Euro zu erwerben. Selbstverständlich sind Spenden mit jeder anderen Summe auch möglich.

  • Für einen Baustein von 10,- Euro erhalten Sie die DVD „Nachstellung des 1. Engerauprozesses im Landesgericht Wien“ (nähere Informationen siehe http://www.nachkriegsjustiz.at/aktu­el­les/Enge­rau_DVD_2016.php).
  • Für einen Baustein von 50,- Euro erhalten Sie den Katalog „Engerau: The Forgotten Sto­ry of Petržalka“ (http://www.engerau.info/catalogue/).
  • Für einen Baustein von 100,- Euro erhalten Sie die DVD „Nachstellung des 1. En­ge­rau­pro­zesses im Landesgericht Wien“ und die Publikation „Engerau: The Forgotten Story of Petr­žalka“.
  • SpenderInnen, die mehr als 200 Euro geben, erhalten zusätzlich noch das Buch: Ku­ret­si­dis-Haider, Claudia: „Das Volk sitzt zu Gericht“. Österreichische Justiz und NS-Ver­bre­chen am Beispiel der Engerau-Prozesse 1945 – 1954 (Österreichische Justizgeschichte 2), Wien-Innsbruck-Bozen 2006.Bankverbindung der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz:
    IBAN: AT43 1200 0502 8700 4500
    BIC: BKAUATWW

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Gedenkfahrten nach Engerau 2000 – 2017

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ZUM GEDENKEN AN DIE OPFER VON ENGERAU:
Die Gedenkfahrten nach Bratislava-Petržalka, Wolfsthal, Berg, Bruck a. d. Leitha und Bad Deutsch-Altenburg (seit 2001)

Zu Ostern 1945 – in der Nacht von 29. auf 30. März 1945 – trieben Wiener SA-Männer und „politische Leiter“ der NSDAP Hunderte ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter vom Lager Engerau (ungar. Pozsonyligetfalu, heute Petržalka, der 5. Bezirk von Bratislava) über Hainburg nach Bad Deutsch- Altenburg, wo sie nach Mauthausen verschifft wurden. Mehr als hundert Menschen wurden erschossen, erschlagen und zu Tode misshandelt.
Das Lager Engerau war Ende November 1944 u. a. für Schanzarbeiten beim Bau des so genannten „Südostwalles“ eingerichtet worden. Bereits bis zur Evakuierung des Lagers vor der heranrückenden sowjetischen Armee Ende März 1945 kamen Hunderte ungarische Juden aufgrund der unvorstellbaren hygienischen Bedingungen und aufgrund von Misshandlungen ums Leben oder wurden von der Wachmannschaft ermordet.

Bericht über die Engerau Gedenkfahrt 2017:
http://www.zeit-geschichte.com/wpckh/2017/02/09/engeraufahrt-2017-2/

Bericht über die Engerau Gedenkfahrt 2016:
http://www.nachkriegsjustiz.at/service/archiv/Bericht_Engeraufahrt_2016.pdf

Hier finden Sie weitere Berichte über die Gedankfahrten von 2002 bis 2016:
http://www.nachkriegsjustiz.at/service/archiv/engeraugedenken_indexNEU.php

Forschungsprojekte, Lehrveranstaltungen, Konferenzen

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seit 11/2014 Sachbearbeiterin im Kooperationsprojekt der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien »Die Tierärztliche Hochschule Wien im Nationalsozialismus«
(Förderung durch: Fonds zur Förderung wissenschaftlicher Forschungen)
11/2014 – 06/2017 Key Researcherin im DÖW-Projekt »Vertreibung und Vernichtung. Neue quantitative und qualitative Forschungen zu Exil und Holocaust«
(Förderung durch: Jubiläumsfonds der österreichischen Nationalbank, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz)
05/2010 –
10/2017
Sachbearbeiterin (seit 12/2011 auch Koordinatorin) im DÖW-Projekt »Vertreibung – Exil – Emigration. Die österreichischen NS-Vertriebenen im Spiegel der Sammlung der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Hugo Ebner«
(Förderung durch Nationalfonds der Republik Österreich, Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) Referat Wissenschafts- und Forschungsförderung, Zukunftsfonds der Republik Österreich, Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz)
01/2015 – 04/2016 Organisation und Koordination des Gedenkprojekts »1945_Engerau_2015 /  Gestern_Südostwall.Gedenken_Heute«
(Förderung durch: Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz, Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Land Niederösterreich, Stadt Wien)
11/2014 – 04/2016 Koordinatorin und Sachbearbeiterin im DÖW-Projekt »Pensionsakten der österreichischen NS-Vertriebenen auf der Grundlage der Akten der Rechtsanwaltskanzleien von Dr. Egon Steinbach und Dr.in Philippine Fischer als Quelle zur Holocaust- und Exilforschung«
(Förderung durch: Nationalfonds der Republik Österreich, Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) Referat Wissenschafts- und Forschungsförderung)
05/2013 – 01/2014 Erstellung eines Gutachtens im Auftrag der Gemeinde Amstetten über den ehemaligen Vizebürgermeister und NS-Landrat Paul Scherpon
11/2012 – 05/2013 Koordination des DÖW-Projekts »Österreicher und Österreicherinnen als TäterInnen im Lagerkomplex des KZ Auschwitz« (Forschungsprojekt für einen Teilbereich der Neugestaltung der Österreichischen Gedenkstätte im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau)
(Förderung durch: Nationalfonds der Republik Österreich)
01/2012 – 05/2013 Sachbearbeiterin im Forscherteam der Untersuchungskommission zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Städtischen Kinderheim Schloss Wilhelminenberg
01/2009 – 12/2010 Sachbearbeiterin und Koordinatorin im FStN-Projekt »Der Komplex Lublin-Majdanek und die österreichische Justiz«
(Förderung durch: Bundesministerium für Justiz, Jubiläumsfonds der österreichischen Nationalbank)
01/2008 – 06/2009 Sachbearbeiterin im vom „Verein Erinnern für die Zukunft“ durchgeführten Projekt »Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungsstätten für die Opfer des Nationalsozialismus in Österreich«
(Förderung durch: Jubiläumsfonds der österreichischen Nationalbank)
01/2006 – 12/2008 Sachbearbeiterin im DÖW-Projekt »Namentliche Erfassung der Opfer politischer Verfolgung 1938-1945«
01/ – 12/2005 Sachbearbeiterin im FStN-Projekt »Justiz und NS-Gewaltverbrechen in Österreich. Regionale Besonderheiten und Vergleich mit Deutschland«
(Förderung durch: Fonds zur Förderung wissenschaftlicher Forschungen)
01/2002 – 12/2004 Sachbearbeiterin im vom „Verein zur Förderung justizgeschichtlicher Forschungen“ durchgeführten Projekt »Gesellschaft und Justiz – Entwicklung der rechtlichen Grundlagen, öffentliches Echo und politische Auseinandersetzung um die Ahndung von NS-Verbrechen in Österreich«
(Förderung durch: Jubiläumsfonds der österreichischen Nationalbank)
2000 – 2007 Projektkoordination und -management im vom DÖW, dem „Verein zur Erforschung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen und ihrer Aufarbeitung“, der Universität Graz/Abteilung Zeitgeschichte sowie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften/Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte (Forschungsprogramm „Orte des Gedächtnisses“) durchgeführten Kooperationsprojekt »Gedenken und Mahnen in Niederösterreich und der Steiermark«
(Förderung durch Jubiläumsfonds der österreichischen Nationalbank, Nationalfonds der Republik Österreich, NÖ Landesregierung Büro Wolfgang Sobotka, Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) Referat Wissenschafts- und Forschungsförderung, Land Steiermark und Stadt Graz)
10/2000 – 12/2004 Projektkoordination und -management im vom „Verein zur Förderung justizgeschichtlicher Forschungen“ durchgeführten Datenbank-Projekt »EDV-gestützte Erschließung der Volksgerichtsakten im Oberösterreichischen Landesarchiv«
(Förderung durch: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur)
03/2000 – 12/2002 Sachbearbeiterin im Forscherteam der Historikerkommission der Republik Österreich und Leitung des Projekts »Vermögensentzug bei politisch verfolgten Personen (der NS-Zeit)«
07/1996 – 06/1998 Sachbearbeiterin im DÖW-Projekt »Die Nachkriegsjustiz als nicht-bürokratische Form der Entnazifizierung: Österreichische Justizakten im europäischen Vergleich (strafprozessualer Entstehungszusammenhang und Verwertungsmöglichkeiten für die historische Forschung)«
(Förderung durch: Fonds zur Förderung wissenschaftlicher Forschungen)
01/1995 – 01/1998 Mitarbeiterin des DÖW-Projekts »Gedenken und Mahnen in Wien. Gedenkstätten zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung«
04/1993 – 03/1996 Sachbearbeiterin im DÖW-Projekt »Die Verfahren vor dem Volksgericht Wien (1945–1955) als Geschichtsquelle«
(Förderung durch: Fonds zur Förderung wissenschaftlicher Forschungen)

Lehrveranstaltungen

WS 2012/13 und SS 2012 Forschungsseminar »War – Gender – Justice. Die Ahndung von Verbrechen an Frauen in bewaffneten Konflikten« am Forschungs- und Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse an der Universität Marburg/Lahn in Kooperation mit dem Institut für Friedens- und Konfliktforschung (gemeinsam mit Wolfgang Form)
SS 2011 Interdisziplinäre Ringvorlesung an der Universität Wien (Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte sowie Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien in Kooperation mit der Forschungsstelle Nachkriegsjustiz): »Gerechtigkeit nach Krieg und Diktatur« (gemeinsam mit Brigitte Bailer, Winfried R. Garscha und Ilse Reiter-Zatloukal)
12/2015, 10/2013 und 05/2014, 10/2011 und 05/2012 sowie 12/2009 und 03/2010 Organisation und Durchführung eines Curriculums Justizgeschichte im Rahmen der Ausbildung von RichteramtsanwärterInnen (im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz); Themenschwerpunkte: österreichische und internationale Rechtsgeschichte, Anwendung des internationalen Völkerstrafrechts bei Kriegs- und Humanitätsverbrechen (gemeinsam mit Oliver Scheiber und Winfried R. Garscha)
WS 2007/2008 Forschungsseminar »Die Kategorie Geschlecht bei der justiziellen Ahndung von Kriegs- und Humanitätsverbrechen« am Institut für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Marburg/Lahn (gemeinsam mit Wolfgang Form, Forschungs- und Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse)
WS 1999/2000 Interdisziplinäre Vorlesung an der Universität Linz / Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte mit dem Institut für österreichische Rechtsgeschichte der Universität Linz zum Thema »“Dauernd aufzubewahren“. Politische Strafakten am Beispiel von Linzer Nachkriegsprozessen zur so genannten „Mühlviertler Hasenjagd“ im Februar 1945«
WS 1998 Sonderlehrveranstaltung an der Universität Linz / Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte zum Thema „»Dauernd aufzubewahren“. Politische Strafakten am Beispiel von Linzer Nachkriegsprozessen zum KZ Mauthausen«

Konferenzmanagement

10/2010

(gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien)

Evaluierungskonferenz im Rahmen des Projekts »Der Komplex Lublin-Majdanek und die österreichische Justiz« mit Enquête (im Rahmen der „Wiener Vorlesungen“) »Gegenüberstellung: Die Konfrontation von Opfern und TäterInnen in Kriegsverbrecherprozessen«
http://www.nachkriegsjustiz.at/aktuelles/Majdanek-Konferenz_Programm.php
11/2008 Internationale Konferenz »Nachkriegsprozesse als Bestandteil von Transitional Justice und als Impulsgeber für die NS-Forschung« mit Podiumsdiskussion »Wozu heute noch NS-Prozesse?«
http://www.nachkriegsjustiz.at/aktuelles/10_Jahre_FStN.php

02/2008

(gemeinsam mit der Österreichischen Liga für Menschenrechte)

Internationales Symposion »Mit dem Tod bestraft. Die Todesstrafe in Österreich im 20. Jahrhundert«
http://www.nachkriegsjustiz.at/service/archiv/ankuend_symposium_todesstrafe.php

03/2006

(gemeinsam mit dem Institut für Österreichische Rechtsgeschichte und Europäische Rechtsentwicklung der Karl-Franzens-Universität Graz)

Internationales Symposium »Genocide on trial. Von den Nürnberger und Tokioter Kriegsverbrecherprozessen und der Ahndung von Holocaustverbrechen im europäischen Kontext bis zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag«
http://www.nachkriegsjustiz.at/aktuelles/Graz_Maerz_2006.php
08/2005 Symposion »Vor 60 Jahren. Im Namen der Republik. Der erste Prozess wegen nationalsozialistischer Gewaltverbrechen an ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern in Österreich. Hintergründe und Wirkungsgeschichte«
http://www.nachkriegsjustiz.at/aktuelles/sympos050817.php
06/1996 Internationales Symposium »Entnazifizierung und Nachkriegsprozesse«

 

Historischer Hintergrund

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Das Lager für ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter in Engerau

Ende November / Anfang Dezember 1944 kamen ca. 2.000 ungarische Juden mit einem Transport aus Bu­dapest am Bahnhof von Engerau (Petržalka, Bratislava) an. Sie wurden in alten Baracken, Bau­ern­hö­fen, Scheunen, Ställen und Kellern der Ortsbevölkerung einquartiert und mussten Skla­ven­ar­beit im Rah­men des so genannten Südostwallbaues leisten – eine militärisch sinnlose und viele Opfer for­dern­de Maßnahme, um die vorrückende Rote Armee in ihrem Vormarsch Rich­tung Westen aufzuhalten.
Das Lager Engerau bestand aus mehreren Teillagern, die von großteils aus Wien stammenden SA-Män­nern sowie von „Politischen Leitern“ bewacht wurden. Die Lebensumstände im Lager Engerau wa­ren katastrophal. Täglich starben Häftlinge an den menschenunwürdigen Bedingungen, an Hunger, Käl­te und Entkräftung. Andere wurden von Angehörigen der Wachmannschaft „auf der Flucht erschossen“, er­schlagen, oder waren zur „Liquidation“ freigegeben worden, wofür einige SA-Männer „zur besonderen Ver­wendung“ abgestellt waren. Eine von der slowakischen Regierung im April 1945 zusammengestellte Kom­mission exhumierte mehr als 500 Leichen, die auf dem Friedhof von Petržalka bestattet sind und er­richtete mehrere Gedenksteine, die auch heute noch existieren.

Die Evakuierung des Lagers am 29. März 1945

Am 29. März 1945 wurde das Lager Engerau evakuiert. Der Marsch der Gefangenen führte über Wolfs­thal und Hainburg nach Bad Deutsch-Altenburg. Dabei erschossen SA-Männer und „Politische Leiter“ mehr als hundert Personen. Auf dem Gelände des heutigen Kurparks an der Donau in Bad Deutsch-Al­ten­burg mussten die ungarischen Juden auf ihren Weitertransport war- ten. Während des Transportes auf Schleppkähne nach Mauthausen kamen zahlreiche Gefangene durch Erschießen oder Verhungern um. Nach einer siebentägigen Fahrt wurden sie in das Konzentrationslager eingewiesen. Aufgrund der dort vorherrschen- den Überbelegung wurden sie auf einen weiteren Marsch von Mauthausen in das Wald­lager Gunskirchen bei Wels getrieben, wo ebenfalls unzählige Menschen starben. Anfang Mai 1945 befreiten US-Truppen die wenigen Überlebenden.

Die Engerau-Prozesse

Bereits am 15. Mai 1945 erstattete einer der an den Verbrechen in Engerau beteiligten SA-Männer in Wien Anzeige. Diese zog die umfangreichsten und am längsten andauernden gerichtlichen Ermittlungen we­gen NS-Verbrechen in der unmittelbaren Nachkriegsgeschichte Österreichs nach sich. Zwischen 1945 und 1954 fanden in Wien – vor von der österreichischen Regierung eigens zum Zwecke der Ahn­dung von NS-Verbrechen installierten Gerichten – zahlreiche Prozesse statt, sechs davon erhielten die Be­zeichnung „Engerau-Prozesse“. Der 1. Engerau-Prozess im August 1945 war gleichzeitig der erste Pro­zess wegen NS- Gewaltverbrechen in Österreich. In den insgesamt sechs Engerau-Prozessen wa­ren 21 ehemalige SA-Männer und „Politische Leiter“ angeklagt. Neun von ihnen wurden zum Tode ver­ur­teilt und hingerichtet, einer erhielt eine lebenslange Haftstrafe, einer 20 Jahre, einer 19 Jahre. Ein An­ge­klagter wurde freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelte in der Strafsache Engerau ge­gen 72 Personen.

Der Gedächtnisraum Engerau – ein Ort transnationaler Gedenkkultur

Seit dem Jahr 2000 führt die Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz (Organisation: Dr.in Claudia Kuretsidis-Haider) alljährlich Ende März rund um den Jahrestag der Räumung des Lagers En­gerau und der darauffolgenden Massaker eine „Gedenkfahrt“ durch. Am Beginn der Gedenkfahrt fin­det jedes Jahr beim in den 1950er Jahren errichteten Mahnmal an die Opfer des Lagers Engerau auf dem Friedhof von Petržalka eine Kundgebung statt, an der neben den TeilnehmerInnen der Bus­ex­kur­si­on zahlreiche Menschen aus Bratislava sowie VertreterInnen der österreichischen und israelischen Bot­schaft, der jüdischen Gemeinde sowie der Stadt Bratislava anwesend sind.

Während auf slowakischer Seite mit einem Mahnmal und Grabsteinen auf dem Friedhof in Petržalka bereits in den ersten Nachkriegsjahren ein sichtbares Zeichen der Erinnerung an die ungarischen Juden des Lagers Engerau gesetzt wurde, fehlte auf niederösterreichischer Seite mehr als 60 Jahre lang eine ähnliche Initiative. Hier existierte außer einem „Kriegsgrab“ auf dem Friedhof in Bad Deutsch-Altenburg, wo die Herkunft der Bestatteten nicht kontextualisiert war, bis März 2011 im öffentlichen Raum kein sichtbares Gedenken für die Toten von Engerau. Auf Initiative des Bürgermeisters von Wolfsthal Gerhard Schödinger und des Ortspfarrers Pater Ernst Walecka wurde am 27. März 2011 in der Ortsmitte vor der Kirche ein Gedenkstein enthüllt und damit ein erstes Zeichen des Gedenkens in Österreich gesetzt. 2015 wurde an die Stelle des „Kriegsgrabes“ in Bad Deutsch-Altenburg eine Grabplatte mit neuer Textierung angebracht und der Grabstein erneuert. Am 29. März 2017 wurde auf Initiative der Zentralen österreichischen Forschungsstelle von den Justizministern aus der Slowakei, Ungarn und Österreich eine Gedenktafel für die Opfer des Lagers Engerau im Eingangsbereich des Restaurants Leberfinger, wo sich eines der Teillager von Engerau befand, enthüllt.
Am 29. März 2018 erfolgte in Hainburg die Einweihung eines Erinnerungszeichen im Gedenken an die Opfer des „Todesmarsches“.

Publikationsliste

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Monografien / Herausgeberschaft

[gemeinsam mit Christine Schindler], Ein lebendiger Ort der Erinnerung. Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Österreich. Geschichte. Literatur. Geographie, 61. Jg. 2017 Heft 3 (392)
Österreichische Pensionen für jüdische Vertriebene. Die Rechtsanwaltskanzlei Ebner: Akteure – Netzwerke – Akten (hrsg. v. DÖW), Wien 2017.
[gemeinsam mit Christine Schindler] Zeithistoriker, Archivar, Aufklärer. Festschrift für Winfried R. Garscha zum 65. Geburtstag, Wien 2017.
[gemeinsam mit Manfred Mugrauer] Geschichtsschreibung als herrschaftskritische Aufgabe. Beiträge zur ArbeiterInnenbewegung, Justizgeschichte und österreichischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Festschrift für Hans Hautmann zum 70. Geburtstag, Innsbruck-Wien-Bozen 2013.
gedenken
[gemeinsam mit Heinz Arnberger] Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand, Verfolgung, Exil und Befreiung, Wien 2011.
[gemeinsam mit Irmgard Nöbauer, Winfried R. Garscha, Andrzej Selerowicz und Siegfried Sanwald] Das KZ Lublin-Majdanek und die Justiz. Strafverfolgung und verweigerte Gerechtigkeit in Polen, Deutschland und Österreich (= Veröffentlichungen der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz Bd. 4), Graz 2011.
[gemeinsam mit Winfried R. Garscha] Gerechtigkeit nach Diktatur und Krieg. Transitional Justice 1945 bis heute: Strafverfahren und ihre Quellen (= Veröffentlichungen der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz Bd. 3), Graz 2010.
[gemeinsam mit Heimo Halbrainer und Elisabeth Ebner] „Mit dem Tode bestraft“. Historische und rechtspolitische Aspekte zur Todesstrafe in Österreich im 20. Jahrhundert und der Kampf um ihre weltweite Abschaffung (= Veröffentlichungen der Forschungsstelle Nachkriegsjustiz Bd.2), Graz 2008.
[gemeinsam mit Heimo Halbrainer] Kriegsverbrechen, NS-Gewaltverbrechen und die europäische Strafjustiz von Nürnberg bis Den Haag (= Veröffentlichungen der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz Bd. 1), Graz 2007.
„Das Volk sitzt zu Gericht“. Österreichische Justiz und NS-Verbrechen am Beispiel der Engerau-Prozesse 1945 – 1954 (= Österreichische Justizgeschichte, Band 2), Wien-Innsbruck-Bozen 2006.
[gemeinsam mit Andrea Steffek] Vermögensentzug bei politisch verfolgten Personen. Eine Untersuchung am Beispiel jener 304 Prozesse, in denen der nationalsozialistische Volksgerichtshof (VGH) oder das Oberlandesgericht (OLG) Wien die „Einziehung von Tatwerkzeugen“ verfügten (= Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission, Band 24), Wien-München 2004.
Verbrechen an ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern vor Gericht. Die Engerau-Prozesse vor dem Hintergrund der justiziellen „Vergangenheitsbewältigung“ in Österreich (1945 – 1955), Phil. Diss. Wien 2003.
[gemeinsam mit Winfried R. Garscha] „Keine Abrechnung“. NS-Verbrechen, Justiz und Gesellschaft in Europa nach 1945, Wien-Leipzig 1998.
[gemeinsam mit Herbert Exenberger und Heinz Arnberger] Gedenken und Mahnen in Wien 1934 – 1945. Gedenkstätten zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung. Eine Dokumentation, Wien 1998.
[gemeinsam mit Winfried R. Garscha] Die Nachkriegsjustiz als nichtbürokratische Form der Entnazifizierung: Österreichische Justizakten im europäischen Vergleich. Überlegungen zum strafprozessualen Entstehungszusammenhang und zu den Verwertungsmöglichkeiten für die historische Forschung, Wien 1995.
[gemeinsam mit Winfried R. Garscha] Die Verfahren vor dem Volksgericht Wien (1945-1955) als Geschichtsquelle. Projektbeschreibung, Wien 1993.

Aufsätze —->>

Lebenslauf

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Lebenslauf Mag.a Dr.in Claudia Kuretsidis-Haider

geb. am 25. September 1965 in Wien

Akademischer Werdegang

06/2003 Promotion am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien mit Auszeichnung (Thema der Dissertation: »Verbrechen an ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern vor Gericht. Die Engerau-Prozesse vor dem Hintergrund der justiziellen „Vergangenheitsbewältigung“ in Österreich 1945 – 1955«)
Seit 1998 Ko-Leiterin (gemeinsam mit Winfried R. Garscha) der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz (FStN); Durchführung, Koordinierung und Management wissenschaftlicher Forschungs- und Dokumentationsprojekte
Seit 1993 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) auf Projektbasis
1991-1993 Professorin für Geschichte und Geographie im Bundesgymnasium Wien 2, Zirkusgasse 48
1990/91 Unterrichtspraktikum in einem Bundesgymnasium in Wien
Juni 1990 Sponsion am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien (Thema der Diplomarbeit: »Die Mitteleuropa und Balkanpolitik Österreichs in den dreißiger Jahren«)
Juni 1984 Matura; im Anschluss Lehramtsstudium für Geschichte und Sozialkunde sowie Geographie und Wirtschaftskunde an der Universität Wien

Kurzbiografie

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Ko-Leiterin der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz am DÖW (http://www.nachkriegsjustiz.at), Mitarbeiterin des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (http://www.doew.at)

Forschungsschwerpunkte und zahlreiche Publikationen zu den Themen Ahndung von NS-Verbrechen in Österreich und im internationalen Kontext, Vergangenheitspolitik und Erinnerungskulturen, Holocaust, Exil, Widerstand und Verfolgung

Aktuelles Forschungsprojekt:

seit 11/2014 Sachbearbeiterin im Kooperationsprojekt der Zentralen österr. Forschungsstelle Nachkriegsjustiz mit der Vetmed Uni Wien „Die Tierärztliche Hochschule Wien im Nationalsozialismus“.

Publikationen 2017:

  • Österreichische Pensionen für jüdische Vertriebene. Die Rechtsanwaltskanzlei Ebner: Akteure – Netzwerke – Akten (hrsg. v. DÖW), Wien 2017.
  • [gemeinsam mit Christine Schindler], Ein lebendiger Ort der Erinnerung. Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Österreich. Geschichte. Literatur. Geographie, 61. Jg. 2017 Heft 3 (392)
  • [gemeinsam mit Christine Schindler] Zeithistoriker, Archivar, Aufklärer. Festschrift für Winfried R. Garscha zum 65. Geburtstag, Wien 2017.

Personal Skills 

Wissenschaftsorganisation, Öffentlichkeitsarbeit, Networking, EDV-Kenntnisse, Sprachkenntnisse, Preise

  • Seit 2000 Organisation einer jährlichen Gedenkfahrt für ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter nach Engerau/Bratislava
    Aufgabenbereich: inhaltliche und administrative Vor- und Nachbereitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, wissenschaftliche Begleitung der Gedenkfahrt, Präsentation auf der Website der FStN, Fotodokumentation
  • 1998 (gemeinsam mit Winfried R. Garscha) Gründung der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz;
    Aufgabenbereich: ehrenamtliche Leitung, Projektkoordination, Projektmanagement, Projektbetreuung, Administration
  • 1998 – 2007: Ehrenamtliche Mitarbeit im „Verein zur Erforschung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen und ihrer Aufarbeitung“ und im „Verein zur Förderung justizgeschichtlicher Forschungen“ (Schriftführerin)
    Aufgabenbereich: Projektkoordination, Projektmanagement, Projektbetreuung, Administration
  • 1999-2006 Herausgabe der Zeitschrift »Justiz und Erinnerung«
    Aufgabenbereich: Redaktionstätigkeit, Lektorat, Verfassung wissenschaftlicher Texte
  • August 2002 Teilnahme an der Salzburg Law School on International Criminal Law, Humanitarian Law and Human Rights Law
  • 2004 (gemeinsam mit Winfried Garscha und Ludwig Csepai) Gestaltung der Web-Site „Memorials.at“ (Präsentation ausgewählter »Erinnerungszeichen zu Widerstand, Verfolgung, Exil und Befreiung in Wien 1934-1945«)
  • Seit 2007 (gemeinsam mit Heimo Halbrainer) Herausgeberin der Publikationsreihe „Veröffentlichungen der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz“
  • Teilnahme an und Vorträge bei internationalen wissenschaftlichen Konferenzen u.a. in Deutschland und den USA (Konferenzen der German Studies Association)
  • Konferenzmanagement
    Aufgabenbereich: wissenschaftliche und organisatorische Vor- und Nachbereitung von internationalen Symposien und Fachtagungen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Organisation und Durchführung populärwissenschaftlicher Vorträge und Vortragsreihen (v.a. für das Jüdische Institut für Erwachsenenbildung, die VHS Linz und die VHS Brigittenau)
  • Zahlreiche internationale Kontakte (Deutschland, Niederlande, Polen, Ungarn, Kroatien, Frankreich, Belgien, Norwegen, Russland, USA) zu HistorikerInnen, PolitikwissenschafterInnen und JuristInnen im Rahmen der Tätigkeit der Zentralen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz
  • EDV-Kenntnisse in Word, Word Perfect, Star Office, Excel, PowerPoint, Lotus Approach Datenbanken, Linux Datenbanken, SQL-Datenbanken, Macromedia-Dreamweaver, Adobe Photoshop
  • Kompetenzen im Bereich Fundraising und Drittmitteleinwerbung zur Finanzierung der angeführten Forschungsprojekte
  • Sprachkenntnisse
Englisch Wort und Schrift
(Vorträge und Beteiligung an Diskussionen, Abfassung wissenschaftlicher Aufsätze)
Französisch Grundkenntnisse
Griechisch Grundkenntnisse
  • Preise, Auszeichnungen
09/2004 Herbert-Steiner-Förderpreis
04/2004 Theodor-Körner-Preis für Wissenschaft, Kunst und Kultur

Funktionen in Vereinen und Institutionen

Stellvertretende Obfrau des Vereins „Justizgeschichte und Rechtsstaat“
Mitglied im Vorstand der Alfred Klahr Gesellschaft (http://www.klahrgesellschaft.at)
Mitglied im Publikumsforum des Hauses der Geschichte Österreich / HdGÖ (https://www.hdgoe.at)